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Der elegante Tanz mit dem Degen – Fechtnachwuchs im Einsatz

Bei der «Challenge Marcus Leyrer» in Luzern stand der Fechtnachwuchs im Einsatz — mit viel Elan und Können.
Theres Bühlmann

Sie sind ständig in Bewegung, fokussiert und unter Anspannung. Die Duelle mit den Waffen verlangen von den Fechtern einiges ab: Permanente Aufmerksamkeit, um in Sekundenbruchteile auf die Aktionen des Gegners zu reagieren, einen Treffer setzen, ohne selbst getroffen zu werden. Egal ob mit Degen, Florett oder Säbel, allen drei Waffenarten ist eines gemein: gefordert ist ein Höchstmass an taktischem Geschick, Koordination, Kraft, Präzision und Kontrolle – auch eine Herausforderung an Körper und Geist.

Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)
Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)
Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)
Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)
Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)
Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)
Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)
Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)
Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)
Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)
Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)
Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)
Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)
Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)
Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)
Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)Fechtturnier Challenge Marcus Leyrer in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 19. Oktober 2019)
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Bildergalerie Fechten Maihofhalle Luzern

Am Wochenende hatte der Nachwuchs seinen grossen Auftritt und konnte bei der traditionellen «Challenge Marcus Leyrer» in der Luzerner Maihofhalle sein Können zeigen, gefochten wurde mit dem Degen. Um bei dieser Sportart zu bleiben: rund 270 Fechterinnen und Fechter in den Kategorien U8 bis U17 kreuzten die Klingen. Angereist waren sie aus der ganzen Schweiz, auch neun Aktive aus Katar beteiligten sich am Wettkampf. Die Sportler aus dem arabischen Raum, die von einem Franzosen trainiert werden, befinden sich zur Zeit in einem Trainingslager und sammeln in Europa Erfahrungen.

Konzentration, Reaktion gepaart mit Eleganz

Als Organisator zeichnete die Fechtgesellschaft Luzern verantwortlich, die 140 Mitglieder zählt, darunter rund 45 Jugendliche bis 20 Jahre. Präsidentin Christine Waelle bringt die Faszination dieser Sportart auf einen Nenner: «Fechten ist eine Kombination aus Konzentration und Reaktion gepaart mit viel Eleganz.» Dabei sticht dem Besucher vor allem letztere Komponente ins Auge stach, und den Satz vom «Ballett mit Waffen», der irgendwer einmal kreiert hatte, durchaus unterstreicht.

Christine Waelle, Präsidentin der Fechtgesellschaft Luzern. (Bild: Pius Amrein)

Christine Waelle, Präsidentin der Fechtgesellschaft Luzern.
(Bild: Pius Amrein)

Auf 14 Bahnen, auch Pisten genannt, wurde in der Maihofhalle gefochten, mit grossem Engagement und viel Herzblut. Die letzten Instruktionen der Trainer oder Betreuerinnen entgegennehmen und sich verkabeln, dann galt es ernst. Einige der Youngsters wirkten locker und gelöst, andere atmeten tief durch, um die Nervosität abzulegen, zupften an ihrer Kleidung oder wippten aufgeregt von einem Fuss auf den anderen. Vor dem Gefecht wird unter anderem überprüft, ob bei den Waffen die Treffer korrekt elektronisch ausgelöst werden. Erst einmal auf der Piste, folgt der Fechtergruss durch eine spezielle Geste mit der Waffe, dann Maske auf, und das Kommando abwarten. Weil die offizielle Fechtsprache Französisch ist, heisst es jeweils: «En garde, prêt, allez.»

Das sind die drei Waffen

Im Fechten gibt es drei verschiedene Waffen, die sich unter anderem durch Gewicht, Länge und Trefferflächen unterscheiden. Der Degen zählt zu den Stichwaffen, Trefferfläche ist der gesamte Körper, inklusive Kleider und Ausrüstung. Die Treffer werden durch einen Stoss mit einer Kraft von mehr als 750 Gramm elektronisch ausgelöst, grün für den einen, rot für den anderen Fechter. Treffen beide Fechter innerhalb von 1/25 Sekunden gleichzeitig, leuchten beide Lampen auf und jeder Fechter erhält einen Punkt (Doppeltreffer). Ein Degen ist 110 Zentimeter lang und 770 Gramm schwer, ein Kinderdegen nach den Richtlinien 90 Zentimeter. In der Schweiz wird der Degen von zwei Dritteln der Fechter benutzt. Das Florett ist eine Stichwaffe. Als Trefferfläche gilt der Oberkörper, vom Hals bis zum Hüftbereich samt dem Rücken. Arme, Beine und der Kopf sind davon ausgeschlossen. Ein Florett wiegt zirka 500 Gramm und hat eine Länge von 110 Zentimeter. Auf nationaler Ebene wird mit dieser Waffe häufig in der französischsprachigen Schweiz gefochten. Der Säbel ist eine Hieb- und Stichwaffe. Treffer können mit der Klingenseite oder nur mit der Klingenspitze erzielt werden. Trefferfläche ist der gesamte Rumpf inklusive Kopf und Arme, ausser dem Handrücken des bewaffneten Armes. Das Gewicht des Säbels beträgt rund 500 Gramm und er hat eine Länge von 105 Zentimeter. In der Schweiz wird diese Waffe nur von einer kleinen Anzahl von Fechtern benutzt. (T.B.)

Die Vereinskollegen schauten gespannt zu, und auf den Tribünen, die während den beiden Tagen gut besetzt waren, drückten Familien, Freunde oder Verwandte die Daumen, klatschen bei gelungenen Aktionen oder litten mit, wenn die Gefechte nicht so liefen, wie erhofft. Auch im Wettkampfeinsatz stand der 11-jährige Luzerner Armin Schneider (FGL), der seit einem Jahr diesem Sport frönt, rund vier Stunden wöchentlich für sein Training aufwendet. «Ich wollte immer schon fechten», erklärte er die Gründe für die Wahl dieses Sports. «Und es hat mir von Beginn weggefallen.» Sein Vorbild, wie könnte es anders sein, ist Max Heinzer, der Schwyzer, der zu den Weltbesten seines Fachs gehört, dessen Palmarès unter anderem der Titel des Team-Weltmeisters 2018 ziert. Dazu kommen drei Europameister-Titel mit der Mannschaft, mehrere Weltcupsiege und Einzel-Medaillen an internationalen Grossanlässen. Armin Schneider hatte sich für den samstäglichen Wettkampf folgendes vorgenommen, «einfach mein Bestes geben». Sein Einsatz wurde mit dem 10. Platz belohnt.

Über den Verlauf der Konkurrenz konnte man sich auf Bildschirmen in der Halle orientieren. Die Resultate der Vor- und Zwischenrunden wurden dann schon mal von den Wettkämpfern und Trainern sehr intensiv einer genauen Analyse unterzogen, diskutiert und kommentiert. Dann erschien das Tableau, wer trifft in den nächsten Runden auf wen? Es gab grosse Freude über Freilose, Trost für jene, die sich mehr vorgenommen hatten, die entsprechenden Resultate aber ausblieben. Aufmunternde und motivierende Sätze verfehlten ihre Wirkung nicht, und die (Fecht)-Welt sah wieder positiv aus.

Eines hat der Besuch in der Maihofhalle gezeigt: Talentierter Fecht-Nachwuchs ist in der Schweiz, auch in der Zentralschweiz, vorhanden.

Hinweis
Resultate «Challenge Marcus Leyer»: www.fechten-luzern.ch

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