Der FC Hitzkirch verpasst den Anschluss an die Spitze

Drittligist Horw besiegt Hitzkirch 5:2. Beide Teams sind auf dem richtigen Weg, um ihre Ziele zu erreichen.

Michael Wyss
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Fabian Amhof, Stürmer FC Hitzkirch.

Fabian Amhof, Stürmer FC Hitzkirch.

Michael Wyss

«Wenn man nicht über 90 Minuten fightet, den letzten nötigen Willen und Biss aufbringt, kann man in der 3. Liga auch nicht punkten. Es fehlte einfach die Überzeugung, hier etwas zu holen», zeigte sich Hitzkirchs Trainer Markus Winiger (54) nach der 2:5-Schlappe in Horw enttäuscht. Die erste Halbzeit war ungenügend, nach der Pause waren die Seetaler etwas bissiger. Doch es genügte nicht, die Partie zu wenden, denn die Hypothek zur Pause (0:4) war zu hoch. «Der Sieg Horws geht in Ordnung, sie waren siegeshungriger und holten die blauen Flecken, die es benötigt», zeigte sich Winiger als fairer Verlierer.

Ärgerlich war für ihn natürlich die Erkenntnis, dass man eine grosse Chance verpasste im Kampf um einen Top-4-Platz. Winiger weiter: «Mit einem Sieg hätten wir mit der Tabellenspitze wieder Kontakt gewittert. Wir sind jetzt im gesicherten Mittelfeld, da möchte ich mindestens bleiben. Vielleicht noch den einen oder anderen Rang gutmachen.»

Hitzkircher Nachwuchs gedeiht

Hitzkirch stellt derzeit ein sehr junges Team (Durchschnittsalter: 21 Jahre). Das Gros der Spieler stammt aus der eigenen Nachwuchsabteilung. «Das Team hat Entwicklungspotenzial und wenn ich sehe, wie viele Spieler immer wieder den Sprung in die oberen Ligen schaffen und beispielsweise in Hochdorf oder Eschenbach spielen, zeigt das mir auch, dass wir gute Arbeit in Hitzkirch bereits im Nachwuchs an der Basis verrichten.» Einer der ganz jungen Akteure ist der Hitzkircher Stürmer Fabian Amhof (18), selber Torschütze in Horw zum 2:5 und FCH-Eigengewächs. «Eine Top-5-Platzierung ist durchaus möglich. Die Qualität im Team ist vorhanden, doch wir müssen einfach an der Konstanz arbeiten. Wir schaffen es noch nicht, über 90 Minuten eine solide Leistung abzurufen. Eine halbe Stunde konnten wir in Horw mithalten, dann brachen wir komplett ein. Wir kassierten in elf Minuten vier Gegentreffer, das darf uns einfach nicht passieren.»

Am Samstag kommt zum Vorrundenabschluss das überraschend stark aufspielende Erstfeld (3. Rang; 20 Punkte) ins Seetal. Amhof: «Wir müssen eine Reaktion zeigen. Die Niederlage in Horw müssen wir mit einer guten Leistung gegen die Urner vergessen machen.» Vielleicht kann dann Winiger auch auf den einen oder anderen wichtigen Spieler zurückgreifen, der in Horw noch verletzungshalber fehlte.

Horw hat ein paar Unentschieden zu viel

Der FC Horw, das mit 17 Punkten über den Erwartungen steht, kann die Saison in Ruhe weiterspielen. Horw Trainer Roberto Ordonez (49) sprach kürzlich von einem Zwischenjahr, ohne jegliche Ambitionen Richtung Aufstiegsspiele. Stürmer und Captain Timo Schmid (30): «Wir sind auf Kurs, doch wenn ich unsere Bilanz mit fünf Unentschieden betrachte, müssten wir noch mehr Punkte haben. Wir sind Aussenseiter in der Gruppe 2 und wollen die Grossen ärgern. Eine Rolle, die uns liegt.»

Wer weiss, vielleicht hievt sich Horw noch an die Spitze im Verlauf dieser Meisterschaft, denn die Serie der Ungeschlagenheit dauert bereits vier Spieltage. Nun wartet zum Abschluss der Vorrunde Leader Rothenburg. Schmid: «Wir können nur gewinnen und haben keinen Druck, eine Überraschung ist möglich. Wir sind heiss auf den Tabellenersten, motivieren muss uns keiner.»