Der FC Rothenburg glänzt in der 3. Liga mit weisser Weste

Ungeschlagen und mit dem Punktemaximum grüsst Rothenburg nach der Vorrunde vom Leaderthron.

Simon Wespi
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Werner Zurkirchen, Präsident FC Rothenburg. Bild: PD

Werner Zurkirchen, Präsident FC Rothenburg. Bild: PD

Nach dem Schweizer Meistertitel der A-Junioren schreibt der FC Rothenburg die nächste Erfolgsgeschichte. 33 Punkte aus 11 Spielen, dazu ein Torverhältnis von 49:11 – das Rothenburger Fanionteam beendet die Vorrunde ungeschlagen.

Es muss zum Verzweifeln sein für die Gegner von Rothenburg. Auf der Sportplatz «Chärnsmatt» gab es für kein Auswärtsteam etwas Zählbares zu holen. Reihenweise wurden sie abgefertigt. Um nur die ersten drei Saison-Heimspiele zu nennen: 5:0 gegen Zell (IFV-Cup), 7:1 gegen Buochs und 6:1 gegen Hergiswil (beide Meisterschaft). Sämtliche Vorrundenspiele wurden gewonnen.

«Was wir geleistet haben, ist aussergewöhnlich»

Die Freude über diesen Erfolg ist grenzenlos, bei der Mannschaft und im ganzen Verein, sagt Trainer Stefan Bachmann: «Was wir geleistet haben, ist aussergewöhnlich.» Viel Freude bereitet ihm der Fakt, dass der Erfolg mit eigenen Spielern bewerkstelligt wurde. Bachmann trainiert das Team zusammen mit Sebastian Schindler. Beide trainierten letzte Saison die A-Junioren und waren mitverantwortlich für dessen Meistertitel. Einige junge Spieler wurden denn auch auf die neue Saison in die 1. Mannschaft integriert. Mit Erfolg: «Wir haben einen guten Mix von jungen und erfahrenen Spielern. Der Zusammenhalt ist top», sagt Bachmann.

«Unsere A-Junioren wollen so oft trainieren»

Drei Mal pro Woche trainieren die Rothenburger. Ganz schön viel für eine 3.-Liga-Mannschaft. «Unsere A-Junioren, die wir neu im Team haben, wollen so oft trainieren», erklärt Bachmann. Im Gegensatz zur letzten Saison werde auch etwas intensiver trainiert, so der Trainer. Auffällig ist, die Rothenburger sammelten gerade mal sieben Strafpunkte (ein Wert der sich aus roten und gelben Karten errechnet). Die Mehrheit der Teams in der 3. Liga weisen da gut und gerne einen drei- oder vierfachen Wert aus. «Die Mannschaft spielt und verhaltet sich sehr diszipliniert», erklärt Bachmann und führt weiter aus: «Wir hatten jedoch auch keine Spiele, in den wir enge oder heikle Situationen zu überstehen hatten.»

Spannung hochhalten als grosse Herausforderung

Die Freude über das Geleistete ist auch im Umfeld und beim Präsidenten spürbar: «Wir freuen uns sehr. Damit hätten wir nie gerechnet», sagt Werner Zurkirchen. Sei es auf der Strasse, im Restaurant oder am Arbeitsplatz, überall werde er auf den Erfolg angesprochen. Drei Jahre bekleidet Zurkirchen nun das Amt des Präsidenten. Er sagt: «Ich habe mit vielen ehemaligen Präsidenten gesprochen. An solch eine Serie kann sich keiner erinnern.» Dieser Erfolg soll nun gebührend gefeiert werden. Der Präsident offeriert bei einem Champions-League-Abend ein Essen für die Mannschaft.

Die Aufstiegsspiele sind dem Team von Bachmann und Schindler kaum noch zu nehmen. Doch ein Selbstläufer werde die Rückrunde nicht, sagt Bachmann: «Die grosse Herausforderung wird sein, die Spannung hochzuhalten.» Zur Ausgangslage für die Rückrunde, die die Rothenburger so nicht erwartet hätten, meint der Trainer: «Wir wollen die Aufstiegsspiele unbedingt erreichen.» Weiter geht es für den Leader der Gruppe 2 am 21. März gegen den FC Adligenswil.