Der FC Sarnen muss einen Exploit landen

Der FC Sarnen (2. Liga inter) hat eine von zwei Baustellen gelöst. Die sportliche bleibt vorläufig noch bestehen.

Ruedi Vollenwyder
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Marco Schmidlin (links), hier noch im Dress des FC Alpnach, soll mit seinen polyvalenten Fähigkeiten den Sarnern in den restlichen Spielen zu möglichst vielen Punkten verhelfen.

Marco Schmidlin (links), hier noch im Dress des FC Alpnach, soll mit seinen polyvalenten Fähigkeiten den Sarnern in den restlichen Spielen zu möglichst vielen Punkten verhelfen.

Philipp Schmidli / PHILIPP SCHMIDLI | Fotografie

«Bald Abpfiff?» «Dem FC Sarnen droht das Aus.» «Der FC Sarnen befindet sich in einer veritablen Krise.» «Gar die Vereinsauflösung ist möglich.» «Ist der FC Sarnen noch zu retten?» Das waren Negativschlagzeilen, welche Ende November letzten Jahres nach einer «Hilfeschrei»-Versammlung bei den Vereinsmitgliedern für grosse Unruhe sorgten. Verwaiste Vorstandsplätze waren das eine, die Misere des Fanionteams schürten den sportlichen Bereich. Das 2.-Liga-inter-Team um das Trainer-Duo Roger Mathis/Aniello Merola beendete die Vorrunde auf dem letzten Tabellenrang. Magere sechs Punkte konnten die Sarner Fussballer nach den 14 Spielen aufs Konto buchen.

Was die vereinsinternen personellen Engpässe in der Vorstandsetage angeht, ist man beim FC Sarnen wieder auf einem guten Weg. «Eine Vereinsauflösung ist kein Thema mehr», meldet denn auch Alex Burch, der Sportliche Leiter. «Wir können im Sommer einen vollständigen Vorstand präsentieren.» Doch wie sieht es auf der sportlichen Seite aus? «Die Ausgangslage ist ohne Zweifel schwierig, jedoch nicht aussichtslos. Wir sind überzeugt, dass mit einem guten Rückrundenstart ein Ligaerhalt noch möglich ist», versprüht Alex Burch viel Optimismus. «Mit dem richtigen Spirit und der positiven Einstellung können wir auch in dieser Saison die Wende schaffen und die nötigen Punkte in der Rückrunde holen, damit man dem Abstieg entgehen kann.» Denn der Teamgeist im jungen Team stimme und die Mannschaft um Trainer Roger Mathis habe eine gute Vorbereitung hinter sich. Im Gegensatz zu anderen Vereinen blieb man beim FC Sarnen in der Winterpause in Sachen Transfers zurückhaltend. «Für die Rückrunde konnten wir mit Marco Schmidlin (24) einen polyvalenten Spieler verpflichten. Er kommt vom FC Alpnach (3. Liga) und wird mit seinen Fähigkeiten sicher eine Verstärkung sein.» Hinzu kommt, dass diverse Spieler, welche in der Vorrunde noch verletzt oder abwesend waren, wieder einsatzfähig sind und die gelungene Vorbereitung bestreiten konnten.

Zu Beginn kommt es in Brunnen zum Krisenduell

Dadurch ist die Kaderbreite in der Mannschaft wieder vorhanden, was den Teamverantwortlichen mehr taktische Möglichkeiten offen lässt. «Von Vorstandsseite her bauen wir keinen Druck auf und lassen das Trainer-Duo mit der Mannschaft in Ruhe arbeiten. Wir haben vollstes Vertrauen in die Mannschaft und glauben an den Turnaround.» Auch wenn es dazu einen riesigen Exploit braucht.

Gleich zum Rückrundenstart steht der FC Sarnen vor einer wegweisenden Aufgabe. Die Obwaldner müssen zum FC Brunnen (Samstag, 18 Uhr, Schoeller-Meyer) reisen. Auch die Schwyzer stecken tief im Abstiegsstrudel (14. Rang) und haben nur vier Punkte mehr auf dem Konto als die Sarner. Ein erfolgreicher Rückrundenstart mit drei Punkten ist deshalb für die Sarner Aufholjagd ein absolutes Muss.

Testspiele: Hergiswil 4:1, Altdorf 1:0, Eschenbach 0:1, Stans 0:1, Emmen 3:3.