Der FC Schötz erlebt ein ständiges Auf und Ab

Der FC Schötz hat eine akzeptable 1.-Liga-Vorrunde gespielt und steht mit 19 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz.

Nicolás Schneuwly
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Der Schötzer Elvis Bratanovic (links) hat mit seinen vier Toren in der Vorrunde noch Luft nach oben.

Der Schötzer Elvis Bratanovic (links) hat mit seinen vier Toren in der Vorrunde noch Luft nach oben.

Lz / Boris Bürgisser / LZ / Boris Bürgisser

«Wir hatten ein super Trainingslager auf Gran Canaria und konnten uns optimal auf die Rückrunde vorbereiten», zeigt sich Schötz-Trainer André Grüter zufrieden. Die einzige Hiobsbotschaft sei der Ausfall von Agron Skeraj, denn genau auf der Position des linken Verteidigers hätten sie keinen gleichwertigen Ersatz. Skeraj ist nicht der einzige Stammspieler der Vorrunde, den Grüter im ersten Auswärtsspiel in Zug ersetzen muss, denn Rakovan Michal und Nahuel Allou haben diesen Winter zu anderen Vereinen gewechselt.

Bitter sei auch, dass ihm Torhüter Dominik Stadelmann wegen einer schulischen Ausbildung nicht mehr zur Verfügung stehe, denn er hätte gerne mit seiner ehemaligen Nummer Eins weitergearbeitet, fügt Grüter bei. Als Ersatz konnten die Luzerner Danko Savanovic verpflichten, der letzte Saison für den Glarner Verein FC Linth aufgelaufen ist. Insgesamt drei Zugängen stehen fünf Abgänge gegenüber (siehe Transfers). Sie hätten im Vergleich zur ersten Saisonhälfte schon etwas an Qualität und Erfahrung verloren, wägt Grüter ab. Es sei aber kein riesiger Unterschied.

Keine Konstanz und Auswärtsschwäche

Auf eine gute Vorstellung des FC Schötz folgte in der ersten Hälfte der laufenden Saison oftmals ein schlechter Match. Das Ziel für die Rückrunde sieht Grüter in erster Linie darin, konstanter aufzutreten – vor allem in den Auswärtsspielen. Tatsächlich zeigt ein Blick auf die Statistiken, dass die Schötzer aus 21 möglichen Punkten nur vier nach Hause entführen konnten. Dass der FC Schötz die Rückrunde auf der Herti-Allmend gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten Zug 94 beginnen kann, macht das Rückrundenziel nach Meinung von André Grüter nicht einfacher, denn die Zuger kämpften ums sportliche Überleben und würden die zweite Saisonhälfte mit einem anderen Trainerduo und einigen neuen Spielern bestreiten. Der FC Schötz selbst möchte den Anschluss an die vorderen Plätze nicht verlieren, jedoch dürfe man den Blick nach hinten nicht vergessen, mahnt Grüter. Damit dies gelingt, braucht der FC Schötz weiterhin die Formstärke seines 28-jährigen Stürmers Labinot Aziri, der in der Vorrunde mit 15 Treffern mehr als die Hälfte aller Schötzer Tore schoss und in der Torschützenliste auf dem zweiten Platz hinter Mohamed Camara von Tabellenführer Delémont steht.

Hoffnung auf starkes Sturmduo

Die bärenstarken Leistungen von Aziri stellen sogar Elvis Bratanovic, den «Star» der Mannschaft, in den Schatten. Acht Jahre lang war Bratanovic Profi und spielte unter anderem in den höchsten Ligen von Slowenien und Tschechien. Für einen Spieler seiner Klasse wirken die bisher vier erzielten Tore bescheiden. Trainer Grüter ist aber nicht besorgt: «Bratanovic wollte zu viel und hat sich selber unter Druck gesetzt. Bei einem Stürmer ist es wichtig, dass er frei im Kopf ist. Weil sich die Gegner oft auf Bratanovic konzentrierten, konnte Aziri davon profitieren. Die beiden ergänzen sich gut und ich bin für die Rückrunde zuversichtlich.» Auch sei Bratanovic kollegial aufgetreten und habe sich gut in das Team integriert.

Nebst dem Meisterschaftsbetrieb steht für den FC Schötz am 21. März die letzte Qualirunde im Cup an. Mit dem FC Biel, der in der gleichen Ligagruppe spielt wie Schötz und als Aufstiegsaspirant gilt, erwarten die Luzerner auf dem heimischen Sportplatz Wissenhusen einen harten Gegner. Mit einem Sieg wäre man in der ersten Hauptrunde des Schweizer Cups.

Transfers

Zuzüge: Danko Savanovic (vereinslos), Gente Mazreku (vereinslos), Herolind Cikaqi (FC Eagles Aarau). – Abgänge: Nedim Brzina (FC Willisau), Simon Brun (FC Willisau), Jordan Otomo (unbekannt), Nahuel Allou (FC Rotkreuz), Rakovan Michal (FC Zofingen).