Der gute Start war Volley Luzerns Glück

Volley Luzern kann auf eine starke NLB-Saison zurückblicken. Dank dem 3:2-Sieg im letzten Saisonspiel gegen Köniz schaffen die Luzernerinnen den Ligaerhalt.

Ruedi Vollenwyder
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Führte Volley Luzern souverän zum NLB-Ligaerhalt: Spielertrainerin Leona Neumannova (Mitte), hier beim Smash im Hinspiel gegen Köniz. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 16. Februar 2019))

Führte Volley Luzern souverän zum NLB-Ligaerhalt: Spielertrainerin Leona Neumannova (Mitte), hier beim Smash im Hinspiel gegen Köniz. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 16. Februar 2019))

Nach einer durchzogenen Qualifikation mit dem vorletzten Tabellenrang mussten die NLB-Frauen von Volley Luzern ohne Bonuspunkte in die NLB-Abstiegsrunde steigen. Trainerin Leona Neumannova hat wohl die Doppelbelastung Spielertrainerin und Coachin etwas unterschätzt.

Auch deshalb blieb der Erfolg in der Qualifikation aus. Mit dem Engagement des erfahrenen Volleyballfachmanns Martin Flückiger als Coach («Wir beide ticken ähnlich, was den Volleyballsport angeht») kam dann der Erfolg zurück. Aus den ersten sechs Partien sammelten die Luzerner Frauen 14 Punkte.

Mit dem dritten Schlussrang belohnt

Im letzten Match auswärts gegen Köniz hätte sich Volley Luzern eine 2:3-Niederlage leisten können, um den direkten Klassenerhalt zu sichern. Doch die Luzernerinnen liessen nichts anbrennen, schlugen die Bernerinnen nach drei engen und auf der Kippe stehenden ersten Sätzen mit 3:2. Die Freude beim Luzerner Team war nach diesem nicht unbedingt erwarteten Effort denn auch überschwänglich. Dank diesem Sieg und dem erreichten 3. Schlussrang spielt das Team von Leona Neumannova auch in der nächsten Saison in der NLB.

Den Schlüssel für das sensationelle Abschneiden in der Abstiegsrunde sieht der Coach bei der Effizienz der Leistungsträgerinnen in seinem Team. «Als Teamleaderin konnte Leona, von der Coaching-Aufgabe befreit, viel lockerer und fokussierter auftreten und punkten. Mit ihrer positiven Einstellung puschte sie aber auch ihre Mitspielerinnen zu stabileren Leistungen.» Und als weiterer Mosaikstein auf dem Weg zum Ligaerhalt wertet Martin Flückiger den guten Start in die Abstiegsrunde. «Der nicht unbedingt erwartete 3:0-Erfolg im Startspiel gegen Gerlafingen gab der Mannschaft das nötige Selbstvertrauen. Die beiden knappen 2:3-Niederlagen gegen Neuenburg und Köniz zeigten auf, dass wir mit den gegnerischen Teams mithalten können.» Der Grundstein auf dem Weg zur Mission Ligaerhalt war gelegt und wurde, auch dank kollektiv starken Mannschaftsleistungen, mit drei weiteren 3:0-Siegen untermauert. Deshalb darf Volley Luzern auf eine tolle Saison zurückblicken.

Abstiegsrunde: Köniz – Volley Luzern 2:3. Visp – Giubiasco Volley 3:0. Neuchâtel – Steinhausen 3:1. Gerlafingen – Volleya Obwalden 3:2. – Schlussrangliste (alle 8 Spiele): 1. Volleya Obwalden 21 Punkte. 2. Steinhausen 20. 3. Volley Luzern 16. 4. Giubiasco 14. 5. Köniz 12. 6. Neuchâtel 9. 7. Visp 9. 8. Gerlafingen 5.

Köniz – Volley Luzern 2:3

Oberstufenzentrum. – 60 Zuschauer. – Spieldauer: 118 Minuten. – Sätze: 22:25, 25:22, 25:20, 20:25, 11:15. – Luzern: Neumannova, Schepers, Smiljkovic, Gehrig, Hofstetter, Wigger, Häfliger (Libera); Müller, Furrer, Nussbaumer, Stofer, Smith.