Der SK Root sieht sich auf Kurs, der FC Sins will in die Aufstiegsspiele

Fussball-Drittligist Root verliert gegen Leader Sins 1:5. Beide Teams erfüllen bisher ihre Erwartungen.

Michael Wyss
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Daniel Luchs, Trainer SK Root.

Daniel Luchs, Trainer SK Root.

Michael Wyss

«Ich will immer gewinnen, das erwarte ich auch von meinen Spielern. Doch ich bin auch Realist und kann die Lage richtig einschätzen, denn mit Sins kommt ein Kaliber und einer der Gruppenfavoriten auf die Unterallmend», zeigte sich Roots Trainer Daniel Luchs (43) vor dem Spiel vorsichtig optimistisch und gefasst. Der Favorit aus dem Oberen Freiamt setzte sich dann auch klar 5:1 durch und unterstrich seine Ambitionen, nämlich das klar erklärte Ziel mit dem Erreichen der Aufstiegsspiele (Top 2). Luchs: «Diese Niederlage stecken wir weg, denn wir haben gegen den Leader lange mithalten können. Unser Weg stimmt, wir wollen uns in der dritten Liga etablieren und weiterhin unserem Nachwuchs die Chance geben, auf Drittliga-Niveau zu spielen. Das ist auch die Philosophie des Vereins, dass wir Eigengewächse ins Fanionteam einbauen.» Rund ein Drittel des Kaders sind aktuell noch im Juniorenalter. «Ich bin stolz, wenn ich sehe, wie sich die Akteure entwickelten und gereift sind in der Vergangenheit. Früher trainierte ich ein Gros meiner jetzigen Spieler noch im F-Juniorenalter. Es ist schön, zu sehen, dass sie ihren Weg gemeistert haben, der Kreis schliesst sich nach vielen Jahren wieder.»

Lob vom Präsidenten

Luchs, der Familienvater zweier Kinder, steht in seiner zweiten Spielzeit als Root-Trainer. «Ich konnte früher viel profitieren zu meiner Aktivzeit, hier habe ich meine Wurzeln, nun gebe ich wieder etwas zurück. Die Arbeit hier macht mir viel Spass, ich bin sehr motiviert und es ist eine schöne Herausforderung.»

Sportlich haben sich die Rontaler in der Gruppe 1 etabliert, Abstiegsängste müssen sie nicht ausstehen. Die Reserve auf den Abstiegsbereich (11. Rang; Küssnacht II 1 Punkt) beträgt bereits 12 Zähler. «Wir können nun in Ruhe weiterarbeiten und wollen uns so lange wie möglich unter den Top 4 halten und die Grossen ärgern. Mit Sins, Baar und Zug 94 haben wir ein starkes Trio in unserer Gruppe. Sie werden um die Aufstiegsspiele buhlen. Dahinter ist alles möglich», ist Luchs überzeugt. Was muss noch besser werden? Luchs: «Es fehlt an der Konstanz. Innerhalb einer Partie, aber auch über mehrere Spiele können wir unsere Leistungen noch nicht abrufen. Im mentalen und taktischen Bereich haben wir ebenfalls Defizite.» Auch Verletzungssorgen kommen dazu. Luchs: «Leider konnte ich bisher auch nie aus dem Vollen schöpfen, da der eine oder andere Stammspieler verletzungsbedingt fehlte.» Zufrieden ist Roots Präsident Philipp Zihlmann (32): «Im Cup sind wir leider gegen den Viertligisten Wauwil-Egolzwil ausgeschieden. Mit dem bisherigen Verlauf der Meisterschaft bin ich dagegen zufrieden. Wir sind ein Dorfverein, der auf den Nachwuchs setzt. Das Trainerduo Daniel Luchs und Christian Haas macht einen super Job und schenkt den jungen Spielern das Vertrauen. Sie setzen das 1:1 um. Ich sehe uns im ersten Tabellendrittel, das wäre sehr erfreulich.»

Mit acht Siegen und einer Niederlage stehen die Sinser an erster Stelle. Sportchef Thomas Stocker (44): «Wir sind zufrieden und stehen dort, wo wir hinwollen. Die Aufstiegsspiele sind ein Muss, daraus machen wir kein Geheimnis. Dass wir viel Qualität in der Mannschaft haben, wussten wir. Das Team bereitet derzeit viel Freude und die Erwartungen wurden erfüllt.» Aktuell kämpfen die Aargauer mit Baar und Zug 94 um die Top2. Auf dem Weg in die Aufstiegsrunde kann sich das Team von Trainer Samuel Lustenberger (35) nur selber stoppen. Am Sonntag kommt das abstiegsgefährdete Küssnacht II. Stocker: «Wir dürfen die Schwyzer nicht unterschätzen. Es braucht auch gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner die richtige Einstellung.»