Der ungeschlagene Rollhockey-Leader Genf gastiert in Seedorf

Die Playoffs werden Uris Rollhockeyaner wohl nicht mehr erreichen. Ausser, sie schaffen gegen Genf einen Coup.

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Der RHC Uri mit Remo Schuler (links) und Felipe Sturla (rechts) wollen sich im Kampf um die Playoffs noch nicht geschlagen geben.

Der RHC Uri mit Remo Schuler (links) und Felipe Sturla (rechts) wollen sich im Kampf um die Playoffs noch nicht geschlagen geben.

Bild: PD

Für den RHC Uri geht es in der Tabelle nur langsam vorwärts. In den letzten drei Spielen schafften es die Urner zwar zweimal in die Verlängerung, wodurch sie sich jeweils einen Punkt sichern konnten, der zweite Zähler ging aber stets an den Gegner. Nun stehen die Urner vor der wenig erfreulichen Situation, dass der Playoffzug praktisch abgefahren ist. Zumal die beiden bevorstehenden Spiele äusserst schwierig werden dürften. Zweimal heisst der Gegner Genf. Zuerst am Sonntag in Seedorf und dann eine Woche später in der Calvinstadt.

Die Konstellation ist dem Umstand geschuldet, dass die Hinrundenpartie verschoben werden musste und man sich auf den 9. Februar als neues Spieldatum einigte. Der RHC Genf liegt ungeschlagen an der Tabellenspitze. Neun Mal gewannen sie in der regulären Spielzeit und einmal in der Verlängerung. Damit gehören sie zu den ganz heissen Anwärtern auf den Meisterschaftstitel. Mit Federico Mendez Garcia und Jérôme Desponds verfügen sie gar über zwei Spieler, die in der Vergangenheit als Profis in Italien vom Rollhockeysport leben konnten.

Urner haben Penalties geübt

Mittlerweile sind die beiden zwar nicht mehr die Jüngsten, mit ihrer Erfahrung und Klasse können sie aber nach wie vor jede Schweizer Hintermannschaft in arge Bedrängnis bringen. Als wären diese beiden Hochkaräter noch nicht genug, verfügt Genf über drei ausländische Verstärkungsspieler, die das hervorragende Kollektiv komplettieren. Angesichts dessen käme alles andere als ein Sieg der Genfer in Seedorf einer faustdicken Überraschung gleich.

Kampflos wollen sich die Urner aber dennoch nicht geschlagen geben, sagt Uri-Coach Carlos Sturla: «Ich denke, die Aussenseiterrolle liegt uns. Wir können unbeschwert und ohne Druck aufspielen. Einen Plan, wie wir Genf schlagen können, habe ich natürlich in meinem Kopf. Ein wichtiges Puzzle dieses Plans ist sicher der Kampf. Wir müssen den Sieg mehr wollen als Genf.» Unter der Woche liess Sturla vor allem Basisdinge wie die Schusstechnik und das Passspiel üben. Hinzu kam das Üben von Penalties. Zuletzt haben die Urner nämlich zwei Spiele im Penaltyschiessen verloren. «Gerade gegen Genf ist es wichtig, dass wenn wir eine solch gute Möglichkeit wie einen Penalty bekommen, diese Chance auch nutzen.» Bei den Urnern dürfte Jannis Fussen nach überstandener Verletzung ins Team zurückkehren. (ji)

Sonntag, 15.00 Uhr: Uri – Genf (Rollhockeyhalle Seedorf).
NLA. Ranglisten. Männer: 1. Genf 10/29. 2. Montreux 13/28. 3. Diessbach 11/21. 4. Wimmis 13/17. 5. Dornbirn 12/16 (44:45). 6. Biasca 12/16 (51:54). 7. Uri 13/12. 8. Wolfurt (AUT) 11/11. 9. Uttigen 11/9.
Frauen: 1. Vordemwald 7/21. 2. Diessbach 7/17. 3. Montreux 9/15. 4. Uttigen 7/12. 5. Schweiz U17 7/7. 6. Uri 8/6. 7. Gipf-Oberfrick 7/0.