Die Altdorfer Handballer erwarten den ultimativen Härtetest

Nach den drei Startsiegen ist der KTV Altdorf besonders gefordert : Er empfängt den 1.-Liga-Gruppenfavoriten Olten zum Spitzenkampf.

Urs Hanhart
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Christian Amreins Goaliekünste werden auch gegen Olten gefragt sein.

Christian Amreins Goaliekünste werden auch gegen Olten gefragt sein.

Urs Hanhart / Urner Zeitung

Die Tabelle der dritten Erstligagruppe hat nach nur drei beziehungsweise zum Teil vier Runden bereits erstaunlich grosse Konturen erhalten. Muri, Olten und Altdorf, die in dieser Reihenfolge die ersten drei Positionen belegen, sind allesamt noch ungeschlagen und haben sich schon deutlich vom Rest des Feldes abgesetzt. Hinter den drittplatzierten Urnern klafft bereits eine ansehnliche Lücke von vier Punkten.

«Als härteste Konkurrenten im Kampf um die beiden Finalrundenplätze schätze ich Olten, Emmen und Muotathal ein. Allerdings gibt es keine leichten Gegner. Auch im Kampf mit den anderen Teams braucht es starke Leistungen, um Punkte zu holen», das hatte Altdorfs Coach Stefan Arnold vor dem Beginn der Meisterschaft gesagt. Von den von ihm erwähnten drei Teams konnte bislang einzig die SG Olten überzeugen. Sie hat noch keine Federn gelassen. Emmen und Muotathal hingegen haben bereits drei beziehungsweise zwei Niederlagen kassiert. Für diese beiden Mitfavoriten dürfte es sehr schwierig werden, noch in den Kampf um die zwei vordersten Tabellenplätze einzugreifen. Positiv überrascht hat Muri, das die Tabelle völlig unerwartet anführt. Nach den doch eher schwachen Vorstellungen in der letzten Saison, die bekanntlich vorzeitig beendet werden musste, hatte kaum einer die Mannschaft aus dem Freiamt ernsthaft auf der Rechnung.

Zweimal deutlich an Olten gescheitert

Verfolger Altdorf feierte nach dem deutlichen Auftakterfolg gegen Wohlen zuletzt zwei knappe Derbysiege gegen Dagmersellen und Emmen. Wie viel diese Leistungen wert sind, wird sich morgen zeigen. Die KTV-Truppe empfängt Gruppenfavorit SG Olten in der heimischen Feldli-Arena zum Spitzenkampf. An die bisherigen Duelle mit den Solothurnern haben die Gelb-Schwarzen alles andere als gute Erinnerungen. Im Rahmen der letztjährigen Qualifikation setzte es nämlich zwei ganz deutliche Niederlagen ab. Das war letztlich auch der Grund, weshalb es nicht für den Einzug in die Finalrunde reichte. Ziemlich genau vor Jahresfrist kassierte Altdorf gegen Olten eine brutale 21:27-Heimschlappe. Damals lagen die Urner bis zur 40. Minute relativ deutlich in Führung, bauten dann jedoch im letzten Spieldrittel gewaltig ab. Nur gerade ein mickriger Treffer gelang ihnen damals in den letzten zehn Minuten. In der Rückrunde setzte sich Olten erneut mit einem Sechs-Tore-Vorsprung (26:20) durch, wobei die Altdorfer in dieser bis dato letzten Begegnung nur in der ersten Halbzeit mithalten konnten. Die Truppe aus der Eisenbahnerstadt war in der Finalrunde auf dem besten Weg, den Aufstieg in die Nationalliga B zu realisieren. Allerdings wurde sie als Tabellenführer durch die Coronapandemie und den damit verbundenen Saisonabbruch ausgebremst.

Zwei Spitzenkämpfe innert Wochenfrist

Das dritte Duell der beiden Finalrunden-Kandidaten ist völlig offen. Immerhin ist Olten aber ganz leicht zu favorisieren, weil die bisherigen drei Siege gegen Wohlen, Emmen und Muotathal etwas souveräner ausfielen als die Erfolge der Urner. Zudem steht Altdorf etwas mehr unter Druck, weil nur eine Woche nach diesem Topspiel bereits der nächste Spitzenkampf gegen Muri ansteht. Der aktuelle Leader aus dem Aargau, der schon vier Partien bestritten und stets obenauf geschwungen hat, gastiert am 10. Oktober im Feldli. Die Urner Fans kommen also in kurzer Frist gleich zweimal in den Genuss von Handball-Leckerbissen.

Hinweis: Handball, 1. Liga. Samstag. 18.00: Altdorf – Olten (Feldli).