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Die Frauenspitze im Curling ist viel breiter geworden

An den Schweizer Meisterschaften in Thun ist besonders bei den Frauen ein spannender Wettkampf zu erwarten. Die favorisierten EM-Zweiten des CC Aarau können ihrer Sache nicht sicher sein.
Frank Marti und SDA
Die Chamerin Briar Hürlimann ist Skip im Team des in Brig beheimateten Schweizer Cup-Finalisten CC Oberwallis. Bild Stefan Kaiser

Die Chamerin Briar Hürlimann ist Skip im Team des in Brig beheimateten Schweizer Cup-Finalisten CC Oberwallis. Bild Stefan Kaiser

Obwohl sich die früheren Weltmeister-Mannschaften von Skip Mirjam Ott (2014) und von Alina Pätz (2018) aufgelöst haben, präsentiert sich das Schweizer Frauencurling heute mit einer beachtlichen Schlagkraft. Angeführt werden die Quartette vom Aarauer Team um Skip Silvana Tirinzoni, das im vergangenen November mit zehn Siegen in elf Spielen in Tallinn EM-Silber gewann. Mit dem Zuzug von Alina Pätz für die vierte Position auf die laufende Saison haben die derzeitigen Fünften der Team-Weltrangliste viel dazugewonnen. In der einwöchigen Konkurrenz in Thun, wo erstmals seit 45 Jahren Schweizer Meisterschaften stattfinden, sind sie die Favoritinnen.

Eine klare Angelegenheit ist aber nicht zu erwarten. Als äusserst leistungsfähig hat sich in dieser Saison Uzwil mit Skip Ursula Hegner erwiesen. Das mit dem langjährigen Berner Skip Michèle Jäggi auf der vierten Position verstärkte Team gewann im Januar das gut besetzte World-Tour-Turnier in Edinburgh. Auf gutem Weg ist auch Binia Feltscher, die Weltmeisterin von 2014 und 2016. Die Flimserin spielt jetzt mit drei jungen Bernerinnen für den CC Langenthal, den Heimklub ihrer Nummer 3, Carole Howald.

Töchter von Olympiasieger Hürlimann als Skip

Zwei weitere zu beachtende Formationen werden von den beiden Töchtern des heute 55-jährigen Olympiasiegers Patrick Hürlimann (1998 in Nagano) angeführt. Die 25-jährige Briar Hürlimann ist Skip im Team des in Brig beheimateten Schweizer Cup-Finalisten CC Oberwallis. Corrie Hürlimann (20) steht der mit Flurina Kobler, Melina Bezzola und Jessica Jäggi besetzten Luzerner Equipe vor. Elena Mathis, Marina Loertscher und Anna Gut vom erfolgreichen Luzerner Juniorinnenteam müssen in Thun auf ihre Chefin verzichten. Skip Selina Witschonke ( 20) verstärkt an den zeitgleich im kanadischen Liverpool stattfindenden Junioren-Weltmeisterschaften das Schweizer Team von Flims/St. Gallen. Wie vor einem Monat am Internationalen Berner Frauen-Cup wird voraussichtlich die Bernerin Jana Stritt in Thun für das Luzerner Team die ersten Steine legen.

Starke Herausforderer für Olympia-Dritte

Auf dem Papier sind die Olympia-Dritten des CC Genf um Skip Peter De Cruz bei den Männern deutlich zu favorisieren. In dieser Saison jedoch ist das junge, vom früheren Junioren-Weltmeister Yannick Schwaller angeführte Team Bern Zähringer weiter an die internationale Spitze herangekommen.

Die beiden Schweizer Meister qualifizieren sich für die nachfolgenden Weltmeisterschaften. Das WM-Turnier der Frauen findet ab dem 16. März im dänischen Silkeborg statt. Die Weltmeisterschaft der Männer wird ab 30. März in Lethbridge in Kanada ausgetragen.

Als gefährlicher Aussenseiter könnte sich für das Favoritenpaar die Luzerner Mannschaft ins Spiel bringen. Lucien Lottenbach, Rainer Kobler, Patrick Abächerli und Tom Winkelhausen haben diesbezüglich in der laufenden Saison verschiedentlich Akzente gesetzt. Solche erhofft sich auch die Zuger Vertretung mit Skip Jan Hess, Simon Gloor, Simon Hoehn und Reto Schönenberger.

Thun. Schweizer Meisterschaften: Samstag bis Donnerstag: einfache Round Robin (alle 7 Spiele). – Freitag und Samstagvormittag: Playoffs Ränge 1–3 der Round Robin. – Finals: Samstag ab 17.00 und eventuell Sonntag ab 10.00).

Die Teams. Männer: Adelboden (Simon Gempeler), Bern (Marc Pfister), Bern Zähringer (Yannick Schwaller), Genf (Peter De Cruz), Laufen (Timo Daniel), Luzern (Lucien Lottenbach), St. Gallen (Andrin Schnider), Zug (Jan Hess).

Frauen: Aarau (Silvana Tirinzoni), Langenthal (Binia Feltscher), Limmattal (Irene Schori), Luzern I (Corrie Hürlimann),Luzern II (Selina Witschonke), Oberwallis (Briar Hürlimann), Schaffhausen (Aline Fellmann), Uzwil (Ursula Hegner).

Modus: Die ersten drei Teams der Round Robin spielen untereinander eine zusätzliche Round Robin (Playoff). Ein Team, das alle Round-Robin-Spiele und die beiden Playoff-Spiele gewinnt, steht als Schweizer Meister fest, sodass die Finalspiele entfallen. Sonst gelangen die ersten zwei Teams in die Finalspiele. Dort muss das besser klassierte Team nur ein Spiel gewinnen, das schlechter klassierte Team dagegen zwei. Die Teams auf den Rängen 4–8 der Round Robin scheiden aus.

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