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Bei Raffael Muff vom SC Cham ist die Freude zurück

Der 19-jährige Rafael Muff ist ein harmoniebedürftiger Mensch. Richtig wohl fühlt sich der Mittelfeldspieler des SC Cham, wenn der Spassfaktor zum Tragen kommt.
Martin Mühlebach
Fühlt sich beim SC Cham wohl: Rafael Muff. (Bild: Stefan Kaiser (Cham 1. Mai 2019))

Fühlt sich beim SC Cham wohl: Rafael Muff. (Bild: Stefan Kaiser (Cham 1. Mai 2019))

Rafael Muff machte seine ersten fussballerischen Gehversuche beim FC Hünenberg, ehe er von der U10 bis zur U18 die Farben des FC Luzern trug. Im vergangenen Sommer wechselte er zum SC Cham, wo er vorerst mit der 1. Mannschaft trainierte und im 2.- Liga-Team zum Einsatz gelangte. Der Chamer Cheftrainer Jörg Portmann erkannte das im 19-Jährigen steckende Potenzial. Nach der Winterpause wird der talentierte, zentrale Mittelfeldspieler immer häufiger für die Startelf der 1. Mannschaft nominiert. Rafael Muff erzählt: «Dank der guten Unterstützung vom Staff und von meinen Teamkollegen ist mir der Einstand im Fanionteam leichter gefallen als vorerst befürchtet.»

Mitentscheidend sei auch, dass ihm das Fussballspielen in Cham wieder Freude mache. Im FC Luzern, wo es nur um Leistung gegangen sei, habe ihm der für ihn wichtige Spassfaktor ein wenig gefehlt. Muff betont: «Ich bin ein harmoniebedürftiger Mensch, dem es schwerfällt, Unstimmigkeiten zu verarbeiten.» Nach wenigen Sekunden schiebt er nach: «Ich spiele aus Freude und Spass Fussball, und ich geniesse das Zusammensein mit frohen, aufgestellten Leuten.»

Selbstkritischer Mittelfeldspieler

Obschon Rafael Muff betont, dass er aus Freude und Spass Fussball spiele, betreibt er sein Hobby mit der nötigen Seriosität. Früher war der bei Bayern München spielende Thiago Alcantara sein Vorbild, heute ist es Frenkie de Jong von Ajax Amsterdam, der ihn wegen seiner hervorragenden Spielübersicht, der Schnelligkeit und den technischen Fähigkeiten besonders beeindruckt.

Wenn man Muff beim Spielen zusieht, merkt man, dass er seinen Vorbildern einiges abgeguckt hat. Als zentraler Mittelfeldspieler richtet er sein Hauptaugenmerk zuerst auf die defensive Absicherung, ehe er nach vorne drängt. Selbstkritisch sagt der 174 Zentimeter grosse, leichtgewichtige Zuger: «Um mein fussballerisches Potenzial noch besser entfalten zu können, muss ich an Muskelkraft zulegen, mir mehr zutrauen und mutiger agieren.» Schelmisch lächelnd ergänzt er: «Trainer Jörg Portmann würde wohl noch anfügen, ich müsse meine Schusstechnik verbessern, was ich durchaus verstehe.» Rafael Muff, der zurzeit das letzte Semester an der Sportkanti in Luzern absolviert, interessiert sich für Naturwissenschaften und Medizin. Da sein Vater Beat Muff in Cham als Arzt tätig ist, läge es auf der Hand, dass der Filius dereinst in seine berufliche Fussstapfen treten würde. Rafael winkt ab: «Die Praxis meines Vaters zu übernehmen, ist nicht mein Ziel. Derzeit weiss ich noch nicht, welchen Beruf ich nach meiner Ausbildung ausüben möchte.» Gute Ratschläge und eine tatkräftige Unterstützung seiner Eltern und Geschwister waren und sind dem aufgeweckten 19-Jährigen dank enger familiärer Bande gewiss. Durch seinen Bruder Jonas (25), der als Junior die Farben des SC Cham trug und heute als CEO eines Start-up-Unternehmens in Berlin arbeitet, fand Rafael zum Fussball. Er betont: «Ich schätze das Zusammensein mit meinem Bruder Jonas und mit meiner Schwester Elena, die an der Hochschule St. Gallen ein Wirtschaftsstudium macht. Mit ihnen kann ich gute Gespräche über Gott und die Welt führen.»

Ebenso wie mit seinem Vater Beat, der ein ausgesprochener Fussballfan sei, vor allem des SC Cham und FC Luzern, und der alle Resultate der Teams der sechs höchsten Schweizer Ligen kenne. Eine ganz wichtige Beziehungsperson ist Mutter Franziska. Rafael Muff hält mit Nachdruck fest: «Meine Mutter spürt mich am besten. Sie merkt sofort, wenn mich etwas beschäftigt, und sie findet immer die richtigen Worte, um mich aufzurichten, wenn mich Probleme plagen.»

Spiel gegen direkten Mitkonkurrenten

Morgen Samstag (16 Uhr, Centre sportif de Colovray) ist der SC Cham bei Stade Nyonnais zu Gast. Rafael Muff sagt: «Die Waadtländer, die derzeit gleich viele Punkte auf ihrem Konto haben wie wir, sind einer unserer direkten Mitkonkurrenten im Kampf um die direkte Qualifikation zur 1. Cup-Hauptrunde.» Muff sieht dem Duell mit Stade Nyonnais mit Zuversicht entgegen: «Ich bin überzeugt, dass in unserem Team genügend Qualität und Potenzial vorhanden ist, um die angestrebte direkte Qualifikation schaffen zu können.»

27. Runde.Samstag. 15.00: Basel U21 – Sion U21. – 16.00: Stade Nyonnais – Cham, Zürich U21 – Köniz, Bavois – Stade-Lausanne-Ouchy, Breitenrain – YF Juventus. – 17.30: Yverdon Sport – Brühl, Bellinzona – La Chaux-de-Fonds. – Sonntag. 14.00: Münsingen – Wohlen. – Rangliste (alle 26 Spiele): 1. Stade Lausanne-Ouchy 63. 2. Yverdon 50. 3. Bellinzona 46. 4. Stade Nyonnais 40. 5. Cham 40. 6. Sion U21 40. 7. Köniz 39. 8. Bavois 36. 9. Breitenrain Bern 35. 10. Basel U21 34. 11. Münsingen 34. 12. Zürich U21 29. 13. Brühl St. Gallen 28. 14. Wohlen 24. 15. YF Juventus Zürich 23. 16. La Chaux-de-Fonds 8.

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