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Die Gästeschwinger für das Innerschweizerische sind jetzt bekannt

Es kommt zum Familientreffen: Armon und Curdin Orlik nehmen als Gästeschwinger am Innerschweizer Schwing- und Älplerfest in Flüelen teil. Doch die beiden kämpfen für zwei verschiedene Verbände.
Ein erfolgreiches Brüderpaar aus der Bündner Herrschaft: Curdin Orlik (links) kämpft für die Berner, Armon für die Nordostschweizer. Bild: PD

Ein erfolgreiches Brüderpaar aus der Bündner Herrschaft: Curdin Orlik (links) kämpft für die Berner, Armon für die Nordostschweizer. Bild: PD

(pd/RIN) Am Sonntag, 7. Juli, kommt es in Flüelen zur grossen Hauptprobe vor dem Eidgenössischen, das Ende August in Zug stattfinden. Der Schwingklub Flüelen führt das Innerschweizer Schwing- und Älplerfest durch. Dabei werden die besten 192 Schwinger der Kantone Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden, Luzern, Tessin sowie Zug zusammengreifen.

Mit von der Partie sind am Innerschweizerischen auch acht Gästeschwinger von den vier übrigen Teilverbänden. Da pro Verband jeweils nur zwei Gästeschwinger antreten dürfen und der hart umkämpfte Innerschweizer Kranz bei den Gästen grossen Stellenwert besitzt, selektionieren die Teilverbände nur bekannte Spitzenleute. Diese Athleten sorgen dann am Innerschweizerischen oft für die grosse Spannung. Die Teilverbände haben nun ihre Zweierdelegationen bestimmt, die sie in den Kanton Uri schicken werden.

«Wir dürfen uns auf ganz spannende Gänge freuen»

Christian Arnold, Präsident des Schwingklubs Flüelen und OK-Chef Ressort Schwingen/Steinstossen, betont: «Wir dürfen in Flüelen absolute Spitzenschwinger empfangen. Ich bin überzeugt, dass wir uns auf ganz spannende Gänge freuen dürfen.»

Der Nordwestschweizer Schwingerverband schickt mit Nick Alpiger seinen stärksten Trumpf ins Rennen. Der 22-jährige Aargauer hat in seiner noch jungen Karriere bereits 35 Kränze gewonnen sowie drei Kranzfeste. Der Maurer holte mit 19 Jahren seinen ersten eidgenössischen Kranz. Der zweite Schwinger aus der Nordwestschweiz heisst Roger Erb. Zum Palmarès des 26-jährigen Familienvaters aus Baselland zählen 32 Kränze und ein Kranzfestsieg.

Für den Berner Kantonalen Schwingerverband wird Ruedi Roschi in Flüelen in die Hosen steigen. Der Sohn von Schwingerkönig David Roschi gehört mit 38 Kränzen zur erweiterten Elite des Berner Kaders. Der Oberländer hat zudem die besten Erinnerungen an den Kanton Uri: Bei seinem bisher letzten Wettkampf in Uri, am Kantonalen 2017, konnte er den Kranz gewinnen.

Weiter vertritt Curdin Orlik die Berner Farben am Innerschweizerischen. Der 26-jährige sorgte vor zwei Jahren mit seiner Schlussgangteilnahme am Unspunnen national für Aufsehen. Der Agronom aus Graubünden, der 2014 kurzzeitig bei den Südwestschweizern schwang, lebt inzwischen in Kandersteg. Folglich tritt er seit 2017 für den Berner Kantonalverband an und gehört dort mit 29 Kränzen zu den stärksten Kräften.

Früherer Judokämpfer stand im Schlussgang

Somit kommt es in Flüelen zum Familientreffen: Der Nordostschweizer Schwingerverband hat denn Curdins jüngerer mit Armon Orlik selektioniert. Der Maienfelder gehört aktuell zu den schillerndsten Figuren im Schwingsport. 2016 stand der frühere Judokämpfer am Eidgenössischen im Schlussgang. Insgesamt gewann er bereits 35 Kränze und zwölf Kranzfeste – dabei ist der 190 Zentimeter grosse Hüne erst 24 Jahre alt. Der zweite Nordostschweizer kommt aus Winterthur und heisst Samir Leuppi. Der 25-jährige Zürcher zählt bis jetzt 30 Kränze.

Der Südwestschweizer Schwingerverband schickt ebenfalls zwei ihrer stärksten Schwinger nach Flüelen. Benjamin Gapany aus La Gruyère FR konnte sich am Innerschweizerischen vor drei Jahren Eichenlaub aufsetzen lassen. In seiner Karriere holte sich der 23-jährige Landwirt 23 Kränze und sechs Kranzfestsiege. Pascal Piemontesi, der zweite Mann aus der Romandie, prägt den Schwingsport in der Westschweiz seit rund zehn Jahren. Der 30-jährige Waadtländer gewann schon 38 Kränze sowie drei Kranzfeste. Zudem gilt er als einer der bösesten Kantonspolizisten der Schweiz.

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