Die Geschichte des Rotseelaufs geht weiter

Morgen Samstag erfolgt mit der 50. Austragung des Rotseelaufs der Start in die regionale Strassenlaufsaison. Das Traditions-Event ist ein fixer Bestandteil des regionalen Laufkalenders.

Stefanie Barmet
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Der gebürtige Dagmerseller Dominik Lötscher. Bild: PD

Der gebürtige Dagmerseller Dominik Lötscher. Bild: PD

Der Rotseelauf, die älteste Luzerner Laufveranstaltung, ist nicht mehr aus der Region wegzudenken. 1967 fand erstmals der «GP Ebikon» statt. Ein Jahr später wurde die Läuferriege Ebikon gegründet, wiederum ein Jahr später war das Gründungsjahr des heutigen Rotseelaufes. Damals hiess der Lauf «Internationaler Grosser Preis von Ebikon» und führte der Reuss entlang über eine Strecke von 17 km.

1994 entschied man sich für eine neue Streckenführung. Fortan galt es 10 km rund um den Rotsee zu absolvieren. 2001 wurde der Lauf zum Rotseelauf. Fand der Lauf früher im Herbst statt, wird er seit 2004 im Frühling ausgetragen. Über 1000 Laufbegeisterte nehmen jährlich am Lauf im Rontal teil. Highlights der 50-jährigen Geschichte sind die zweimalige Teilnahme von Marathon-Europameister Viktor Röthlin oder der 2003 aufgestellte Rekord der späteren 1500-Meter-Weltmeisterin Maryam Jamal (damals noch Tola Zenebech).

Eine enge Verbindung zum Lauf pflegt der in Dagmersellen aufgewachsene Dominik Lötscher. «Mit meinem Verein, LR Gettnau, nahm ich schon als Schüler am Lauf teil. Der Lauf ist für mich zu einem Heim-Rennen geworden. Ich wohne fast beim Start und habe immer gerne daran teilgenommen. Die Strecke gefällt mir sehr, besonders schnell war ich aber nie.» Der Rotsee gelte als Trainingsstrecke Nummer eins in der Region. «Egal zu welcher Tageszeit, man trifft auf dieser schönen und abwechslungsreichen Strecke immer Läufer an. Auch der Swiss-Lauftreff ist am Rotsee mit zwei Standorten vertreten.»

Neue Kategorie ohne Zeitmessung

Morgen wird Domink Lötscher als Betreuer für die LR Gettnau vor Ort sein. Eine überstandene Operation an der Ferse zwingt den 34-Jährigen zurzeit zu einer mehrmonatigen Laufpause. «Viele nutzen den Rotseelauf als Hauptprobe für den Luzerner Stadtlauf. Besonders gefällt mir dabei die familiäre Atmosphäre. Der Rotseelauf ist eine ideale Standortbestimmung und ein Erlebnislauf zugleich.»

Der Rotseelauf sei nicht mehr aus der Szene wegzudenken. «Er ist immer wieder ein Magnet für auswärtige Gruppen. Der Rotsee ist vor allem durch die weltweit bekannten Ruder-Regattas bekannt. Ich finde es extrem schön, dass die Region mit einem Lauf präsentiert wird. Ohne ein engagiertes OK sowie den Verein dahinter ist so eine Veranstaltung jedoch nicht möglich.» Passend zum Jubiläum erhalten alle Finisher einen Preis. Zudem wurde eine neue Strecke ins Programm aufgenommen. Läufer, Walker und Nordic-Walker können 2019 erstmals über 7,7 km ohne Zeitmessung antreten. «Das ist ideal für Laufeinsteiger, die den Lauf einfach geniessen wollen», sagt Dominik Lötscher.