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Das Luzerner Curling-Quartett hat die internationale Feuertaufe bestanden

Die Luzerner Curlerinnen sind bei ihren ersten beiden Turnieren hervorragend in ihre erste Elitesaison gestartet.
Peter Witschonke
Gaben bei der Elite einen guten Einstand (von links): Marina Loertscher, Anna Gut, Elena Mathis und Selina Witschonke. Bild: pd

Gaben bei der Elite einen guten Einstand (von links): Marina Loertscher, Anna Gut, Elena Mathis und Selina Witschonke. Bild: pd

Selina Witschonke (Skip), Marina Loertscher (Third), Elena Matthis (Second) und Anna Gut (Lead) starteten kürzlich aufgrund ihres Alters (19/20) die erste Elitesaison auf nationaler Ebene. International, wo das Juniorenalter um ein Jahr höher (21 Jahre) angesetzt ist, dürfen die von Mirjam Ott gecoachten Luzernerinnen noch als Juniorinnenteam mitwirken. Deshalb steht in dieser Saison ein spannender Mix aus nationalen Eliteturnieren und internationalen Junioren- und Eliteturnieren an. Höhepunkt bilden die Junioren-Weltmeisterschaften von Mitte Februar 2020 im sibirischen Krasnojarsk. Das Quartett kann auf eine starke Juniorinnenzeit zurückblicken. Die Luzernerinnen holten 2019 den Schweizer Meistertitel, sicherten sich die Bronzemedaille der Junioren-WM 2018/2019 im kanadischen Liverpool sowie an den Schweizer Elitemeisterschaften 2018/2019.

Mitte September machte die europäische Junioren-Champion-Tour (je 12 Teams) erstmals Station in St.Gallen. Im Endspiel der Juniorinnen kam es zu einem reinen Schweizer Duell und gleichzeitig zu einem Aufeinandertreffen von zwei Favoriten. Die Luzernerinnen spielten gegen das einheimische Team St.Gallen-Biel, welches den Halbfinal gegen die starken Schottinnen (Davie) in einem spannenden Spiel erst mit dem letzten Stein gewonnen hatte. Das Finalspiel verlief während der ersten drei Ends ausgeglichen, im vierten End führte Luzern mit einem Viererhaus die Vorentscheidung herbei. Die Ostschweizerinnen konnten diesen Rückstand nicht mehr wettmachen. Die Luzernerinnen gewannen das Turnier mit 7:3 dank konstanten Leistungen verdient und untermauerten damit ihre Frühform eindrücklich.

Finnland-Reise mit vielen Hindernissen

Am vergangenen Wochenende erlebten die Luzernerinnen am Woman’s Masters im finnischen Aland, dem ersten Turnier der World Curling Tour, ihre internationale Feuertaufe. Mit von der Partie waren sechs Teams aus den Top 100 der aktuellen Weltrangliste (Schweden Wranaa/Nr. 18, Schweiz Schori/47), Schottland Jackson/49), Schweiz Witschonke/62), Russland Rumiantsewa/73), Schottland Wilson/100). Der Start erwies sich als grosse Herausforderung, musste doch das junge Eliteteam ohne Teamcoach Mirjam Ott und Nationaltrainerin Manuela Netzer nach Finnland reisen. Dass Elena Matthis 24 Stunden vor Turnierbeginn krankheitshalber Forfait geben musste, war eine zusätzliche Hypothek, denn ein derartiges Turnier zu Dritt spielen zu müssen, ist ein grosser Nachteil. Die spät angesetzte Anreise direkt aus der Kaderwoche in Biel verzögerte sich wegen einer zweistündigen Flugverspätung in Stockholm weiter.

Trotz dieser äusserst schwierigen Rahmenbedingungen gelang den Luzernerinnen gegen das favorisierte schottische Team Jackson ein nicht zu erwartender 8:7-Auftaktsieg nach Zusatzend. Dank einem zweiten Erfolg gegen das einheimische Team Virtaala konnten die Luzernerinnen den abgekürzten Weg über die Gruppensiegerinnen ins Viertelfinale nehmen. Nach Niederlagen gegen die beiden späteren Erstplatzierten Schottland-Wranaa (1:10) und Schweiz-Schori (2:3) gewann das Luzerner Quartett im Viertelfinal nochmals klar gegen das finnische Team Virtaala. Die Kräfte der drei Luzernerinnen schwanden allmählich und das Halbfinalspiel gegen die grossen Favoritinnen und späteren Turniersiegerinnen Schweden-Wranaa ging nach langer Gegenwehr (3:3 nach 5 Ends) 3:7 verloren. Im Spiel um Rang 3 wurden nochmals alle Kräfte gebündelt. Es resultierte gegen Schottland-Wilson ein hart erkämpfter 5:4-Sieg nach Zusatzend.

Ab nächsten Freitag steht das nächste Highlight, das Woman’s Masters Basel, auf dem Programm. Nach den ersten beiden Gruppenspielen gegen Schottland (Jackson) und Tschechien (Paulova) können die Luzernerinnen ihr Können gegen die amtierenden Weltmeisterinnen Tirinzoni, Pätz, Neuenschwander und Berbezat unter Beweis stellen.

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