Die Krienserin Ambre Allinckx muss die Schweizer Squash-Meisterschaft auslassen

Ambre Allinckx hat sich am Freitag eine Verletzung am Oberschenkel geholt.

Stefan Kleiser
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Die Krienserin Ambre Allinckx fehlt verletzt.

Die Krienserin Ambre Allinckx fehlt verletzt. 

Stefan Kleiser

Vor einem Jahr fehlten Ambre Allinckx nur zwei gewonnene Ballwechsel zum Sieg. Am Ende ging der Final der Schweizer Einzelmeisterschaft gegen Cindy Merlo noch 2:3 verloren. Doch die junge Krienserin war die heimliche Gewinnerin. Sie erspielte sich zum ersten Mal eine Medaille. Für diese Woche, wenn in Langnau ZH die Meister von 2020 ermittelt werden, veränderte sich darum die Erwartungshaltung. «Das Ziel ist es, den Titel zu holen», erklärte die 17-Jährige am Freitag.

Doch nun ist alles anders. Am Sonntag hat sich Ambre Allinckx verletzt. Sie muss die Schweizer Einzelmeisterschaft auslassen. «Ich habe einen Ausfallschritt vorne links gemacht und da hat es mir hinten im Muskel gezwickt», berichtet sie. Diagnose: Ein Riss im hinteren Oberschenkelmuskel. «Ich kann im Moment nichts machen ausser Physiotherapie und mit meiner Physis-Trainerin arbeiten.» Nach Siegen über die Nummern der 51 und 73 der Welt am Finnish Open vom Februar galt Allinckx als eine der Favoritinnen.

Gefährdet ist auch die Teilnahme am Grasshopper Cup von kommender Woche. Es wäre der erste Start der Innerschweizerin an einem Event der Kategorie Bronze der World Tour. «Ich hoffe, dass ich den GC-Cup spielen kann», sagt Ambre Allinckx, die sich im World Ranking von März um 23 Positionen verbesserte und neu die Nummer 112 der Welt ist.

Bruder Roman ist noch nicht bei 100 Prozent

Noch eine Woche später folgt ein Turnier in Annecy, dann die U19-EM, das Sekisui Open von Kriens und die Team-Europameisterschaft der Frauen. Gelingt dafür Ambre Allinckxs Bruder Roman der Sprung in den Halbfinal? Seine bisher beste Platzierung war der fünfte Rang von 2019. Nach einer Verletzung bestritt der 21-Jährige jedoch sieben Monate keinen Erstkampf – bis am letzten Freitag. «Ich kann wieder voll trainieren und spielen, aber die Verletzung ist nicht ganz geheilt. Gewisse Reflexe und Spielpraxis fehlen mir auch noch. Erst mal bin ich aber superglücklich wieder spielen zu können. Aber ich brauche noch etwas Zeit, um wieder bei 100 Prozent zu sein.»