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Koni Huser: Goldaus «Riesenwaffe» am rechten Flügel

Über 30 Jahre nach der Premiere steigt der SC Goldau wieder in die 1. Liga auf. Captain Koni Huser (26) ist Teil des Dreizacks, der die Mannschaft zum Erfolg schoss und ab Sonntag wieder für Furore sorgen will.
Stephan Santschi
Goldau-Flügelspieler Koni Huser macht mit seiner Geschwindigkeit den Gegnern das Leben schwer. (Bild: Corinne Glanzmann (Goldau, 30. Juli 2018)

Goldau-Flügelspieler Koni Huser macht mit seiner Geschwindigkeit den Gegnern das Leben schwer. (Bild: Corinne Glanzmann (Goldau, 30. Juli 2018)

Sieger der Gruppe vier in der 2. Liga interregional und damit aufstiegsberechtigt, waren ja eigentlich die Hergiswiler, doch sie scheuten sich vor dem Mehraufwand und verzichteten auf den grössten Erfolg in der Vereinshistorie. Nicht so der SC Goldau: Drei Punkte hinter Hergiswil auf Rang zwei klassiert, kam er am grünen Tisch zum Handkuss. Erstmals seit der Premiere im Jahr 1987 steigen die Schwyzer damit wieder in die 1. Liga auf. «Wir freuen uns riesig auf die neue Herausforderung», betont Goldaus Captain Koni Huser.

Für ihn und seine Teamkollegen wird sich im Alltag nicht viel ändern, lediglich der Trainingsaufwand wird etwas grösser. «Wir mussten uns zu drei Übungseinheiten pro Woche verpflichten. Bisher waren es deren zwei», sagt Huser, der in Steinen aufgewachsen ist, in Ibach mit Freundin Angela eine Wohnung bezogen hat und in Schwyz auf dem Strassenverkehrsamt für das Rechnungswesen zuständig ist. «Die Mannschaft, der Verein und das Umfeld stehen geschlossen hinter diesem Entscheid. Wer Fussball spielt, will gewinnen. Und wenn man die Möglichkeit hat, eine Liga raufzugehen, muss man es wagen.»

Das Erfolgsrezept der Goldauer in der vergangenen Saison fand sich in der Offensive, nur zwei der insgesamt 82 anderen Teams der 2. Liga inter haben deren 70 Tore übertroffen (Biel: 76, La Sarraz-Eclépens: 71). Die meisten Treffer gingen dabei auf die Konti der Gebrüder Zeno (16) und Koni Huser (13) sowie Michael Keller (15). Der Stürmer, der rechte und der linke Flügel formten im 4-2-3-1-System einen unwiderstehlichen Dreizack. «Wir setzten auf viele Ballgewinne im Zentrum und auf blitzschnelles Umschaltspiel», erklärt Koni Huser.

Lungenflügel kollabiert dreimal in einem Jahr

Für ihn, den 26-jährigen Mann am rechten Flügel, ist die Spielweise insofern speziell, weil sein Lieblingsklub, der FC Liverpool, sie quasi perfektioniert hat. Wenn Mohamed Salah, Roberto Firmino und Sadio Mané ihren Hochgeschwindigkeitsfussball zelebrieren, schaut Huser gerne etwas genauer hin. «Für mich ist es natürlich toll, so zu spielen. Auch bei mir geht vieles über das Tempo und die Art und Weise, wie ich meinen Körper einsetze», sagt der 1,85-Meter grosse Angreifer. Sandro Marini, Goldaus Spielertrainer, weiss um die Bedeutung von Huser: «Mit seiner Power ist er für uns eine Riesenwaffe, in der 2. Liga inter hat da keiner mithalten können. Nun werden wir sehen, ob er es auch in der 1. Liga umsetzen kann.»

Koni Huser betritt dabei kein Neuland. Zwischen 2013 und 2015 spielte er für eineinhalb Jahre für den SC Cham in der 1. Liga. «Nach einem guten ersten Jahr wurde der Konkurrenzkampf grösser und ich hatte kaum noch Spielzeit. Deshalb wechselte ich wieder zurück nach Goldau.» Der SCG ist sein Stammverein, hier begann er als Junior und hier hatte er auch seinen schwierigsten gesundheitlichen Rückschlag zu überwinden. «2011 kollabierte innerhalb eines Jahrs dreimal ein Lungenflügel.» Auslöser sei ein Hallenturnier gewesen, möglicherweise der Wechsel von kalter, frischer zu eher stickiger Luft. Seit der Operation seien die Probleme aber nicht mehr aufgetaucht, und so gilt Huser in Goldau mittlerweile als Leistungsträger, seit Anfang 2017 amtet er zudem als Captain. Seine Rushes, seine Flanken und seine Tore sind Teil eines Offensivspektakel, das jeweils viele Zuschauer zu den Heimspielen in die Sportanlage des Tierparks zieht.

Zuschauer, unter die sich regelmässig auch die Athleten des Schwingerverbands am Rigi mischen. «Mit ihnen verbindet uns eine Freundschaft. Sie kommen an unsere Spiele und wir besuchen ihre Schwingfeste», erklärt Huser. Aktuelles Aushängeschild der Rigi-Schwinger ist der Goldauer «Kranzer» Bruno Linggi.

Zum Auftakt warten zwei harte Brocken

Für Koni Huser ist klar, dass nun auch ihre Gegner vermehrt als Schwergewichte bezeichnet werden können. Das Auftaktprogramm halte für sie jedenfalls schon mal zwei Brocken bereit. Am Sonntag reisen die Schwyzer zur U21-Equipe der Grasshoppers, eine Woche später empfangen sie zu Hause den Nachwuchs des FC Luzern. «Wir hoffen, dass der Flow des Aufstiegs noch etwas anhält und wir gleich in den ersten Runden punkten können. Unsere Mannschaft ist jedenfalls fast die gleiche geblieben, wir harmonieren.»

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