Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Volley Luzern spürt die Ruhe vor dem Playoff-Sturm

Weitere Punkte gibt es für Luzerns NLA-Team in der Doppelrunde zwar keine. Aber Rang 4 ist trotzdem in Stein gemeisselt. Der Playoff-Gegner heisst Chênois.
Roland Bucher
Strahinja Brzakovic (hinten) überwindet den Schönenwerder Block mit Marcin Ernastowicz (links). Bild: Roger Grütter (Luzern, 10. März 2019)

Strahinja Brzakovic (hinten) überwindet den Schönenwerder Block mit Marcin Ernastowicz (links). Bild: Roger Grütter (Luzern, 10. März 2019)

Rang 4 nach der Qualifikation: Das hatte sich Volley Luzern als mittelfristiges Saisonziel hinter die Ohren geschrieben. Rang 4: Das bedeutet Heimrecht im Play-off-Viertelfinal. Der Gegner heisst am nächsten Samstag Chênois (Bahnhofhalle, 17.00 Uhr). Und Josef Wicki, Luzerns Teamchef, sagt ohne geringste Hemmungen: «Jetzt sind wir scharf darauf, in die Halbfinals vorzustossen. Das sind wir uns jetzt einfach schuldig.»

Gestern hinterliess Volley Luzern indes nicht ganz das Format eines potenziellen Halbfinalisten. Kurzum: Das Team von Trainer Liam Sketcher war gegen Schönenwerd blass, um nicht zu sagen chancenlos, unterlag klar 0:3. «Vielleicht war die Spannung halt doch ein bisschen geknickt, nachdem wir im Prinzip schon vor dem Spiel wussten, dass uns keiner mehr Rang 4 rauben kann», erklärte Libero und Sportchef Jörg Gautschi. So war der Mist eigentlich schon früh geführt. Schönenwerd zog ziemlich resolut seine Kreise, zeigte, dass es zweiter Titelanwärter hinter Amriswil ist und – halt doch noch eine zünftige Smash-Breite vor den Luzernern. Das trübte die gute Stimmung in der Luzerner Bahnhofhalle nicht: «Grossartig dieser Zuspruch, den wir Volleyballer in dieser Saison erleben», bedankte sich Jörg Gautschi (34), der defensive Ankermann und Passlieferant. Der seinen Fans eine gute Nachricht nachliefert: «Wenn sie mich wollen, mache ich als Spieler sicher noch eine Saison weiter.» Die weniger erfreuliche News im Zusammenhang mit der Planung für die kommende Saison: «Es wird unerhört schwierig werden, unseren Topskorer Strahinja Brzakovic weiter an uns zu binden. Er hat in dieser Saison bewiesen, dass er für höhere Aufgaben berufen ist – und diese Chance auch nutzen will.»

Wickis Kompliment ans Team

Brzakovic indes vermochte gestern im Prestigeduell gegen Schönenwerd sein höchstes Level selten abzurufen, blieb für einen Mann seiner Grösse und Klasse zu oft im Schönenwerder Abwehrdispositiv hängen. Um es auf den Punkt zu bringen: Im Prinzip wuchs gestern – mit Ausnahme von Captain und Energiebündel Kevin Saar – kein Luzerner über sich hinaus. Services mit Fehlerhaftig- und Mutlosigkeit, wenig Ideenvielfalt in der Angriffsentwicklung, Unsauberkeiten beim Blockspiel prägten das Luzerner Spiel – «Schönenwerd war stärker, basta», bilanzierte Jörg Gautschi. Der immerhin darauf hinwies: «Gut, dass wir die Chance genutzt haben, jungen Leuten mit wenig Spielpraxis viel Einsatzzeit zu offerieren.»

Die klare Niederlage tat schliesslich der allgemeinen Aufbruchstimmung in der Luzerner Bahnhofhalle keinen Abbruch: «Wir haben eine ganz tolle Qualifikation abgeliefert», betonte Josef Wicki, «gezeigt, dass uns ein weiterer Schritt nach vorne gelungen ist.» Mit einer sehr jungen Mannschaft wohlgemerkt. Für die, das ist wichtig zu wissen, kleine Schlendriananzeichen, wie sie gestern noch grosszügig verziehen wurden, ab sofort verboten sind: Jetzt erst geht die Saison so richtig los. Mit dem Viertelfinalduell gegen Chênois. Das zu gewinnen Luzern durchaus das Potenzial besitzt.

Männer. 21. und letzte Runde: Volley Luzern – Schönenwerd 0:3 (17:25, 20:25, 20:25).Lausanne UC – Uni Bern 3:0 (25:15, 25:17, 25:18). Amriswil – Näfels 3:0 (25:17, 25:16, 25:20). Chênois – Jona 3:0 (25:23, 25:18, 25:20). – Rangliste (je 21 Spiele): 1. Amriswil 55. 2. Schönenwerd 50. 3. Lausanne UC 47. 4. Volley Luzern 28. 5. Chênois 26. 6. Näfels 21. 7. Uni Bern 19. 8. Jona 6.

Volley Luzern – Schönenwerd 0:3

Bahnhofhalle. – 300 Zuschauer – SR Wiederkehr, Da Conceiçao. – Sätze: (17:25, 20:25, 20:25). – Spieldauer: 86 Minuten. – Luzern: Mladenovic, Newcombe, Amstutz, Anagnostopoulos, Brzakovic, Saar, Gautschi (Libero), Widmer, Perezic, Bienz, Döös.

Frauen. 21. und letzte Runde: Cheseaux – Genève Volley 3:1 (25:18, 22:25, 27:25, 25:20). Düdingen – Kanti Schaffhausen 3:1 (25:19, 19:25, 25:21, 25:17). Franches-Montagnes – Volley Lugano 3:1 (25:13, 19:25, 25:14, 25:22). – Rangliste (je 21 Spiele): 1. Düdingen 53. 2. Aesch-Pfeffingen 51. 3. Kanti Schaffhausen 40. 4. Neuchâtel UC 39. 5. Volley Lugano 25. 6. Franches-Montagnes 24. 7. Genève Volley 10. 8. Cheseaux 10.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.