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Die Show des EVZ-Stürmers Grégory Hofmann im Zürcher Hallenstadion ist einfach «Grande»

Der EV Zug besiegt im dritten Spiel innert vier Tagen auch die ZSC Lions (4:3) und schliesst eine perfekte Woche ab.
René Barmettler aus Zürich
Zugs Grégory Hofmann (gelber Helm) trifft zum 4:2 gegen ZSC-Torhüter Lukas Flüeler. Bild: Ennio Lanza/Keystone (Zürich, 12. Oktober 2019)

Zugs Grégory Hofmann (gelber Helm) trifft zum 4:2 gegen ZSC-Torhüter Lukas Flüeler. Bild: Ennio Lanza/Keystone (Zürich, 12. Oktober 2019)

Draussen auf einem Vorplatz des Hallenstadions standen am Samstagnachmittag 9 Reisecars und rund 20 Trucks: Diese hatten Personal und Ausrüstung für das Konzert des US-Popstars Ariana Grande herangekarrt. Die grosse Show findet aber erst am Sonntagabend statt. Am Vorabend war zunächst Eishockey angesagt. Eines vorweggenommen: Die ganz grosse Show vor 9240 Zuschauern fand von beiden Teams nicht statt – mit Ausnahme eines Spielers. Vor allem seitens des EV Zug kam vorerst wenig Erbauliches: Das dritte Spiel innert vier Tagen schien seine Spuren zu hinterlassen. Die ZSC Lions waren erholt wie seit Jahren im Oktober nicht. Das lag daran, dass die Zürcher, die die Playoffs in der Vorsaison verpasst hatten, keine Spiele in der Champions Hockey League zu bestreiten hatten und deshalb eine Trainingswoche einlegen konnten.

Ausgeruht nahm der ZSC das siebte Heimspiel in Angriff. Und dies mit «noch immer einer weissen Weste», wie es ein Fan auf seinem T-Shirt aufgemalt hat. Sieg Nummer sieben schien sich bereits im ersten Überzahlspiel abzuzeichnen. Schuss Maxim Noreau, die Schoner von EVZ-Goalie Leonardo Genoni waren zu hören. Zu sehen war dann aber auch, wie der Puck zum 1:0 über die Torlinie kullerte (13.). Nach einer halben Stunde sah sich EVZ-Trainer Dan Tangnes nach einer erdrückenden ZSC-Druckphase gezwungen, seine Auszeit zu nehmen. Nur mit viel Glück stand es erst 1:0 für das Heimteam. «Der ZSC war frisch und wir schwammen in den ersten 30 Minuten», gestand EVZ-Verteidiger Santeri Alatalo hinterher.

Tore zehn, elf und zwölf für Hofmann

Doch die eindringlichen Worte des Norwegers Tangnes fanden Gehör. Vor allem in den Ohren der ersten Sturmformation. In der 36. Minute fing Grégory Hofmann einen Puck in der eigenen Zone ab, passte zu Carl Klingberg. Den Konter schloss Hofmann mit seinem zehnten Saisontreffer ab – 1:1. Nur 104 Spielsekunden später schloss Hofmann, wieder auf Pass von Klingberg, mit seinem elften Tor zum 2:1 ab. Die Zürcher waren perplex, schliesslich standen sie kurz zuvor dem 2:0 nahe und hatten mit 21:13 Torschüssen nach zwei Spielabschnitten die Zuger ordentlich beschäftigt.

Im Schlussdrittel gelang Denis Hollenstein im zweiten Überzahlspiel der zweite Treffer für die Zürcher (46.). Das warf die Zuger nicht mehr aus der Bahn. Auch sie können Powerplay spielen. Im zweiten und letzten des Abends sorgte Dario Simion für die erneute Führung. Doch da war viel Glück dabei. Beim Schuss von Raphael Diaz brach dessen Stock. Der missratene Abschluss wurde so zur perfekten Vorlage für den EVZ-Stürmer. Das war noch nicht alles: Grégory Hofmann verwertete eine Vorlage von Klingberg zum entscheidenden 4:2. Was für eine Show des Königstransfers: Einfach nur «Grande» ist man geneigt zu sagen. Da wog auch der Riesenflop 43 Sekunden vor Schluss des zweiten Königstransfers nicht mehr schwer: Der sonst tadellose Genoni liess einen harmlosen Weitschuss zum 4:3 passieren. Am Ende feierten die Zuger die perfekte Woche mit drei Siegen in zwei Wettbewerben – und diesmal sogar ohne den krank gemeldeten Stürmer Lino Martschini. «Das war eine super Teamleistung», sagte Jérôme Bachofner danach. Der Stürmer, der vom ZSC auf diese Saison nach Zug gewechselt hatte, resümierte: «Wir wurden zu Beginn etwas überrannt. Doch danach sind wir gute Wege gelaufen. Unglaublich was Hofmann und seine Linie geleistet haben.»

Während die Zuger Spieler das wohlverdiente Nachtessen einnahmen, fand bereits der Bühnenwechsel für Ariana Grande statt. Und die wird am Sonntagabend, wie tags zuvor Grégory Hofmann, zweifellos eine grossartige Show abliefern.

National League: Ambri-Piotta – Rapperswil-Jona Lakers 4:2 (1:0, 2:0, 1:2). Bern – Davos 4:3 (2:1, 1:0, 0:2, 0:0) n. P. Biel – Genève-Servette 6:3 (2:1, 2:0, 2:2). Lugano – Fribourg-Gottéron 1:4 (1:2, 0:1, 0:1). SCL Tigers – Lausanne 1:3 (0:0, 1:1, 0:2). ZSC Lions – Zug 3:4 (1:0, 0:2, 2:2).
Rangliste: 1. Biel 13/26 (35:27). 2. ZSC Lions 12/22 (44:33). 3. Zug 11/21 (44:34). 4. Genève-Servette 13/20 (39:38). 5. Lausanne 10/18 (31:31). 6. Lugano 11/17 (30:31). 7. Bern 12/16 (36:39). 8. SCL Tigers 12/14 (28:37). 9. Rapperswil-Jona Lakers 12/14 (29:35). 10. Ambri-Piotta 12/13 (25:32). 11. Davos 7/12 (24:20). 12. Fribourg-Gottéron 9/8 (17:25).

ZSC Lions – Zug 3:4 (1:0, 0:2, 2:2)
9240 Zuschauer. – SR Wiegand/Mollard, Kovacs/Schlegel. – Tore: 13. Noreau (Suter/Ausschluss Thiry) 1:0. 36. Hofmann (Klingberg) 1:1. 38. Hofmann (Klingberg) 1:2. 46. Hollenstein (Wick, Bodenmann/Ausschluss Diaz) 2:2. 48. Simion (Diaz, Hofmann/Ausschluss Chris Baltisberger) 2:3. 54. Hofmann (Klingberg) 2:4. 60. (59:17) Suter (Fredriksson) 3:4 (ohne Torhüter). – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen ZSC, 3-mal 2 Minuten gegen Zug. – ZSC Lions: Flüeler; Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Blindenbacher; Suter, Roe, Wick; Bodenmann, Krüger, Hollenstein; Pettersson, Prassl, Diem; Chris Baltisberger, Schäppi, Pedretti. – Zug: Genoni; Diaz, Stadler; Thiry, Alatalo; Schlumpf, Morant; Zryd; Klingberg, Kovar, Hofmann; Simion, Lindberg, Bachofner; Leuenberger, McIntyre, Zehnder; Langenegger, Albrecht, Volejnicek. – Bemerkungen: ZSC Lions ohne Nilsson (verletzt) und Ortio (überzähliger Ausländer), Zug ohne Kristensen, Schnyder, Senteler, Zgraggen, Thorell (alle verletzt) und Martschini (krank). Pfostenschuss Simion (22.). Timeouts ZSC (58.); Zug (31.). ZSC ab 57:17 ohne Torhüter.

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