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Ringen: Die Willisauer Lions allein auf weiter Flur - Schattdorf hält gut mit

Hinter dem bisher überragend auftretenden Rekordmeister Willisau liegen nach Abschluss der Vorrunde auch Schattdorf und Einsiedeln auf Halbfinalkurs. Düster sieht es hingegen für den zweimaligen Champion Hergiswil aus.
Simon Gerber

Zur Halbzeit der Qualifikation in der Schweizer NLA-Teammeisterschaft zeichnen sich die ersten Konturen ab. Die Willisauer Lions zeigten in den ersten fünf Runden der Gegnerschaft die Krallen und wurden ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht. Zuletzt entzauberten sie im Spitzenkampf den Titelverteidiger Kriessern. Die erfolgshungrigen Luzerner siegten in überlegener Manier auswärts mit 26:12. Dieser Höhenflug überrascht nicht. Der 13-fache Schweizer Mannschaftsmeister verfügt über ein breites und inzwischen auch sehr stabiles Kader. Dies zeigte sich in der vierten Runde gegen Einsiedeln deutlich. Obwohl drei Topringer fehlten, siegte Willisau dennoch sicher 18:14.

Wieder im Final wie letztes Jahr?

Eine entscheidende Rolle für den Fortschritt spielen die beiden neu verpflichteten Greco-Spezialisten Dimitar Sandov in der leichten und Delian Alishahi in der schweren Gewichtsklasse. «Damit konnten wir unsere früheren Schwachstellen beheben und verfügen über eine kompakte Equipe wie schon lange nicht mehr», erklärt Thomas Bucheli, der Cheftrainer der Willisau Lions. Man sei momentan sehr gut unterwegs. Der Startsieg zum Meisterschaftsauftakt gegen Freiamt habe dem Team viel Schub und Selbstvertrauen verliehen. Es zeige sich aber auch, dass noch nicht alle Athleten ihr Maximum aus sich herausholen konnten. «In der Kampfübersicht müssen einige Ringer noch abgeklärter werden, aber daran arbeiten wir jetzt intensiv», so Bucheli. Die Saisonplanung sehe vor, in den Halbfinalkämpfen die Topform zu erreichen. «Ich bin zuversichtlich, dass uns dies gelingen wird und wir wie letztes Jahr wieder im Final stehen werden», führt Thomas Bucheli weiter aus.

Fast jedes Team erlebt in der Qualifikationsphase Formschwankungen oder tritt nicht immer mit den bestmöglichen Athleten an. Dies trifft insbesondere auf Kriessern zu. Der Titelverteidiger verlor überraschend gegen Einsiedeln. Das Blatt dürfte sich in der Rückrunde wieder deutlicher zu Gunsten der Rheintaler wenden. Dies zeigt ein Blick auf ihre bestens dotierte Kaderliste. Neu aufgeblüht ist Freiamt, das auch dank dem Einsatz von zwei tschetschenischen Spitzenringern in den schweren Gewichtsklassen momentan in der Tabelle den zweiten Platz belegt.

Schattdorf ist nun breiter aufgestellt

Mit Kampf und Disziplin hat Schattdorf aufgezeigt, dass es sich in dieser Saison wieder nach vorne ausrichten kann. Nach den beiden überzeugenden Siegen gegen Hergiswil und Einsiedeln sind die ambitionierten Urner auf dem besten Weg, wie schon 2015, den Halbfinalplatz zu schaffen. «Wir sind auf Kurs. Unser Team ist durch die Neuverpflichtung des Juniorenmeisters Tanguy Darbellay breiter aufgestellt als auch schon. Der Walliser ist mit seinem eisernen Willen und Kampfgeist schon zum Publikumsliebling geworden», sagt Michael Jauch, der Cheftrainer von Schattdorf. Das Jungtalent Thomas Epp habe sich in kurzer Zeit zum Siegringer entwickelt. «In der Rückrunde müssen wir noch effizienter werden und dem Gegner nicht leichtfertig Punkte verschenken», so Jauch.

Einsiedeln mauserte sich unter den Fittichen von Urs Bürgler, dem zweifachen Olympiateilnehmer im Ringen, zu einem ernstzunehmenden Gegner. Mit dem Sieg gegen den Titelverteidiger Kriessern landeten die Klosterdörfler einen Coup – und sie waren auch gegen Willisau sehr nahe an einem Sieg. Ihre Hoffnungen sind berechtigt, wie schon letztes Jahr, den Halbfinal zu erreichen. Die Rückrunde liegt den Schwyzern besser.

Noch weit davon entfernt ist der Meister von 2012 und 2013, Hergiswil. Der Saisonstart der Napfringer missriet gründlich. Sie finden sich nach fünf Niederlagen am Tabellenende. Wie schon letztes Jahr müssen sie, falls nicht noch ein Wunder geschieht, wieder um den Abstieg bangen. Einen ersten Lichtblick gab es zuletzt gegen Schattdorf, trotz der knappen 16:18-Niederlage. Der Topringer Thomas Suppiger kehrte nach einer Augenverletzung wieder ins Wettkampfgeschehen zurück. Manchmal braucht es im Ringen wenig, und die Welt sieht wieder besser aus. Für Hergiswil geht es darum, den Glauben an sich selbst nicht zu verlieren.

Schweizer Mannschaftsmeisterschaft. 5. Runde: Schattdorf – Hergiswil 18:16. Kriessern – Willisau 12:26. Einsiedeln – Freiamt 11:25. – Rangliste (alle 5 Kämpfe): 1. Willisau Lions 10. 2. Freiamt 7. 3. Kriessern 5. 4. Einsiedeln und Schattdorf, je 4. 6. Hergiswil 0.

Kriessern – Willisau 12:26

57 kg: Nico Lüchinger v. Timon Zeder 0:4. – 61 kg: Christoph Wittenwiler v. Dimitar Sandov 0:4. – 65 kg: Dominik Laritz s. Lukas Bossert 3:0. – 70 kg: David Loher v. Roger Heiniger 0:4. – 74 kg: David Hungerbühler s. Michael Portmann 3:1. Marc Dietsche s. Mike Burkard 4:0. – 80 kg: Tobias Betschart v. Tobias Portmann 1:3. – 86 kg: Damian Dietsche v. Jonas Bossert 0:4. – 97 kg: Noel Hutter v. Stefan Reichmuth 0:4. – 130 kg: Ramon Betschart v. Delian Alishahi 1:2.

Schattdorf – Hergiswil 18:16

57 kg: Thomas Epp s. Patrick Rölli 2:1. – 61 kg: Sven Gamma s. Thomas Wisler 2:0. – 65 kg: Simon Gerig s. David Wisler 3:1. – 70 kg: Fahim Haydari v. Marco Hodel 0:3. – 74 kg: Kim Besse v. Manuel Jakob 0:4. Dodos Mateo s. Patrick Kunz 4:0. – 80 kg: Danuy Darbellay s. Raphael Kaufmann 3:1. – 86 kg: Nicolas Christen s. Christian Zemp 3:1. – 97 kg: Elias Kempf v. Thomas Suppiger 0:3. – 130 kg: Michael Jauch v. Martin Suppiger 1:2.

Einsiedeln – Freiamt 11:25

61 kg: Dany Kälin v. Nils Leutert 1:3. – 61 kg: Lars Neyer v. Nino Leutert 0:4. – 65 kg: Michael Schönbächler v. Randy Vock 0:3. – 70 kg: Lukas Schönbächler v. Michael Bucher 0:4. – 74 kg: Adrian Mazan v. Reto Gisler 1:2. Edy Gugolz v. Pascal Strebel 0:4. – 80 kg: Andreas Burkard s. Joel Meier 3:0. – 86 kg: Mathias Käser s. Marc Weber 2:1. – 97 kg: Robert Valentin v. Magomed Ayskhanov 0:4. – 130 kg: Sven Neyer s. Adrian Wetzstein 4:0.

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