Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Drachen erobern die Luzerner Bucht

Seit rund 40 Jahren regattiert Steuerfrau Liz Wedekind auf einer Drachen-Jacht. Als Höhepunkt ihrer Karriere wurde die Schweizer Meisterschaft in dieser Bootsklasse bei ihrem Heimclub, dem Yachtclub Luzern, ausgetragen.
Walter Rudin
Freuen sich über die Heim-SM; von links: Liz Wedekind, Bernhard Jurt und Andy Gantenbein. Bild: Walter Rudin (Luzern, 12. Mai 2018)

Freuen sich über die Heim-SM; von links: Liz Wedekind, Bernhard Jurt und Andy Gantenbein. Bild: Walter Rudin (Luzern, 12. Mai 2018)

Es ist die Bootsklasse der Ästheten, kaum eine Segeljacht scheint in Linie und Form so vollendet wie der Drachen, der vor knapp 90 Jahren in Norwegen entworfen wurde und sich auf der ganzen Welt verbreitet hat. Heute sind zwar nur noch die wenigsten dieser 1,7 Tonnen schweren und neun Meter langen Kieljachten aus Holz, der Eleganz der Boote tut das aber keinen Abbruch.

Die Luzernerin Liz Wedekind ist ganz vernarrt in dieses Boot. Seit 40 Jahren regattiert sie bereits in der Drachen-Klasse, hat aber als eine der ganz wenigen Steuerfrauen in dieser Männerdomäne einen schweren Stand. Umso mehr freute sie sich, dass es ihr gelungen war, die diesjährige Schweizer Meisterschaft nach Luzern zu holen, wo Ihr Stammverein, der Yachtclub Luzern, über das verlängerte Auffahrtswochenende für eine reibungslose Organisation sorgte.

Sportliches Ziel nicht ganz erreicht

Allerdings nahmen nur 14 Teams teil. Ein Grund dafür ist sicher, dass es in der Zentralschweiz nur noch wenige Drachen-Segler gibt. Zudem fehlte – abgesehen von einem Boot – die Konkurrenz aus dem Ausland, die sonst rege daran teilnimmt. Obwohl man jeweils länger auf den Wind warten musste, konnten an den ersten beiden Regattatagen die maximale Anzahl von drei Wettfahrten gesegelt werden, sodass am Samstag die Meisterschaft mit dem letzten Lauf bereits abgeschlossen wurde. Schon nach den ersten Läufen zeichnete sich ab, dass Liz Wedekind mit ihrem schönen, aber doch älteren Holzboot nicht um eine Spitzenplatzierung mitkämpfen konnte. «Wir möchten uns unter den ersten zehn Booten klassieren», hatte sie im Vorfeld gesagt aber auch dieses Ziel erreichte sie mit ihren Mitseglern Andy Gantenbein und Bernhard Jurt nicht ganz. Schuld daran war auch ein Frühstart im zweiten Lauf, der zur Disqualifikation führte: «Wir waren sehr nah an der Linie und dachten, es reicht noch, aber die Jury hat das anders gesehen. Das kann jedem mal passieren», sagte Wedekind. Für sie überwog die Freude, dass sie ihren Drachen-Freunden ihr Segelrevier zeigen konnte. Das ist für sie so etwas wie der Höhepunkt ihrer langen Seglerkarriere.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.