Eliane Stössel fährt drei Mal auf das Podest

Auf Hoch Ybrig fanden drei interregionale U16-Rennen statt. Die Beckenriederin Eliane Stössel gab Vollgas.

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Eliane Stössel fährt bei jedem Rennen auf das Podest.

Eliane Stössel fährt bei jedem Rennen auf das Podest.

Bild: PD

Die Verschiebung der interregionalen Rennen von Anfang auf Ende Woche hatte sich ausbezahlt. Bei besten Bedingungen konnten sich die U16-Jugendfahrer an drei Rennen messen. Das Regionale Leistungszentrum Hoch Ybrig scheute keinen Aufwand, denn gerade in der schnellen Disziplin Super-G müssen höhere Sicherheitsmassnahmen getroffen werden. Während zum Super-G aus der Zentralschweiz nur die Jahrgänge 2005 und 2004 startberechtigt waren, durften im Riesenslalom auch die besten Mädchen und Knaben des Jahrgangs 2006 antreten. Die Verbände Berner Oberland, Mittelland-Nordwestschweiz, Zürich und Zentralschweiz selektionierten ihre Rennfahrer aufgrund vorheriger Resultate. So konnten sich aus der Zentralschweiz 15 Mädchen und 20 Knaben einen der 83 Startplätze ergattern.

Gespannt war man, wer sich in der schnellen Disziplin vorne platzieren kann. Doch der Reihe nach. Am Donnerstag im Riesenslalom konnten sich die Favoriten behaupten. Jasmin Mathis (Buochs) und Philipp Kälin (Stoos) freuten sich über ihre Tagesbestzeiten. Janine Mächler (Hausen am Albis) und Eliane Stössel (Beckenried) belegten die Ehrenplätze. Anja Kuster (Engelberg) klassierte sich auf Rang neun. Bei den Knaben fuhren nebst dem Sieger Philipp Kälin die Zentralschweizer Lukas Zbinden (Andermatt) als Vierter, Jann Schraner (Engelberg) und Mika Marty (Stans) als Siebter und Achter vorne ins Klassement.

Erfolgreiches Comeback nach Muskelverletzung

Am Freitag ging es dann für 68 Fahrer mit zwei Super-G zur Sache. Beide Rennen waren in Zentralschweizer Hand. Während Stössel als Siegerin und Mathis als Dritte die Podestplätze gegenüber dem Riesenslalom tauschten, konnte sich lediglich Eleny Rhyner vom Zürcher Skiverband zwischen die zwei Nidwaldnerinnen einreihen. Kuster wurde gute Siebte. Bei den Knaben blieben die ersten vier Ränge in der Zentralschweiz. Mika Marty, der vor einem Monat schon den interregionalen Slalom gewonnen hatte, siegte vor den zeitgleichen David Niederberger (Dallenwil) und Lukas Zbinden. Kälin wurde Vierter. Die Ränge sechs und acht gingen an Nick Rickenbach und Jann Schraner. Im zweiten Rennen gewann Mächler mit einer Hundertstelsekunde vor Stössel. Kuster und Mathis belegten die Ränge drei und sieben. Bei den Knaben gingen die Ränge eins bis vier an den ZSSV: Zbinden, Marty, Luis Schneider und Kälin dominierten. Schraner als Sechster und Niederberger als Achter rundeten das gute Resultat ab. So konnte der ZSSV rund die Hälfte der Top-Ten-Ränge für sich einheimsen.

Am erfolgreichsten war Eliane Stössel dieser Tage unterwegs. Mit ihren drei Podestplätzen war sie mehr als zufrieden, hatte sie die letzten zwei Monate doch mit einer Muskelverletzung zu kämpfen und konnte nicht das gewünschte Trainingsprogramm absolvieren. «Es hat sich gelohnt zu warten, bis der Arzt grünes Licht gab. Nun kann ich wieder Vollgas geben und das Resultat freut mich natürlich», sagte die Hergiswiler Sportschülerin. «Nun möchte ich mein Rennglück am liebsten noch etwas für die nationalen Rennen konservieren.» (mac)

Rangliste: www.swiss-ski-kwo.ch

Starkes Trio aus dem Engelbergertal

Erfolg für die drei U18-Fahrerinnen Delia Durrer (Oberdorf), Alessia Bösch (Engelberg) und Anja Christen (Oberrickenbach). Sie erreichten an den Schweizer Meisterschaften im Slalom die Ränge zwei, drei und vier. Die U18-Meisterschaften fanden anlässlich eines FIS-Rennens mit 77 Startenden auf der Rennstrecke in Hasliberg statt. Das Trio aus dem Engelbergertal musste sich nur von der Ostschweizerin Sarah Zoller geschlagen geben. Durrer und Bösch zeigten zwei ausgeglichene Läufe, was zu Silber und Bronze reichte. Christen drehte im zweiten Durchgang auf und schaffte es auf Rang vier. Durrer, die dem C-Kader angehört, kann sich diesen Winter zu den regelmässigen Siegfahrerinnen zählen. Sie dominiert ihren Jahrgang 2002 und konnte bereits acht FIS-Rennen gewinnen. Für Bösch und Christen, die dem NLZ-Mitte-Kader angehören, ist es die erste FIS-Saison. Während sie zu JO-Zeiten national dominierten, galt es nun im neuen Metier Fuss zu fassen. Nach über 30 Rennen haben sie sich etabliert und fuhren bereits mehrfach in die Top 10. Das FIS-Rennen in Hasliberg gewann übrigens die routinierte Carole Bissig, sie stammt ebenfalls aus dem Engelbergertal. (mac)