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Ein Turner Duo aus der Region ist in der Poleposition für die Schweizer Meisterschaften

Die Adligenswiler Turnerin Sandra Garibay und der Rickenbacher Turner sind Anwärter auf Medaillen an den nationalen Meisterschaften.
Stefanie Meier
Simon Stalder (STV Rickenbach) und Sandra Garibay (BTV Luzern) freuen sich auf die Meisterschaften.Bild: Beni Boos (Sarnen, 18. Oktober 2019)

Simon Stalder (STV Rickenbach) und Sandra Garibay (BTV Luzern) freuen sich auf die Meisterschaften.Bild: Beni Boos (Sarnen, 18. Oktober 2019)

Der Saisonhöhepunkt steht kurz bevor: die Schweizer Meisterschaften der Frauen und Männer sollen einmal mehr die Festspiele von Sandra Garibay und Simon Stalder werden. Zu hoch gepokert? Könnte sein ja – aber die Zeichen für eine erfolgreiche Titelverteidigung stehen gut. Das Duo dominierte sämtliche verbandsinternen Wettkämpfe und bewies letztmals vergangenen Freitag am internen Vorbereitungswettkampf «Punktlandung» in Sarnen ihre Stärke.

«An einer Schweizer Meisterschaft ist das Niveau dermassen hoch, sodass jeder Stand, jede kleine Unsicherheit und jede nicht gestreckte Zehe über Sieg oder Niederlage entscheiden kann», präzisierte Stalder, dessen Ziel verständlicherweise die Titelverteidigung ist. «Das kann ich wohl nicht abstreiten. Doch das funktioniert nur, wenn ich mit Spass und Motivation dahinter gehe. Ich will begeistern und unterhalten. Vom Resultat lasse ich mich überraschen», so Stalder.

Erfolg entsteht immer im Kopf

Garibay hingegen denkt nicht primär an die Titelverteidigung. Sie kämpft aktuell um mehr Trainingsstunden für eine sorgfältige Wettkampfvorbereitung. Der Spagat zwischen Sport und Uni sei anstrengend, aber eine andere Option gebe es momentan nicht. «Körperlich bin ich fit, aber ich brauche das Training, um auch mental stark zu sein. Wenn ich auf nationaler Ebene erfolgreich sein will, muss mein Kopf mitmachen», erklärte die mehrfache Schweizer Meisterin, deren Konkurrenz lauert. So ganz ohne Ziel ist Garibay trotzdem nicht. «Ich möchte es gerne in den Gerätefinal am Boden schaffen». Ein realistisches Ziel der Adligenswilerin, das ihr weitere Medaillen und viel Aufmerksamkeit bescheren könnte.

Ehre wem Ehre gebührt

Letzteres kriegt sie standesgemäss auch von ihrer Wohngemeinde Adligenswil. Anlässlich einer Neuauflage vom Buch «ZeitraumADLIGENSWIL» wird Garibay in die Dorfgeschichte aufgenommen. Da kann Stalder nur Staunen. «Ich darf in Rickenbach wohnen», scherzte er und fügte hinzu: «Vielleicht kriege ich ja irgendwann die Simon-Stalder-Strasse». Typisch Stalder – er sorgt stets für einen Lacher.

Der schönste Sport der Welt

Und für gute Stimmung unter den Athleten. «Bei uns herrscht kein Machtkampf, sondern ein sehr freundschaftlicher Umgang. Sowohl innerhalb des Verbandes wie auch auf nationaler Ebene.» Trotz seiner guten Leistungen ist Stalder mit beiden Füssen auf den Boden geblieben. Im übertragenen Sinne. Wobei ihm das Abheben ganz schön viel Spass bereitet.

Es gab eine Zeit, da wusste Stalder nicht, welchen Weg er wählen sollte: Kunstturnen oder Geräteturnen. Ein Jahr bei den Amateuren hat ihm gezeigt, dass sich Spass und Schmerz nicht vereinen lassen. So entschied er sich für den Spass und gegen die Schmerzen und fand zurück zum Geräteturnen, dem «schönsten Sport der Welt», wie er zu sagen pflegt. In den letzten Jahren gewann er alles, was es zu gewinnen gab. Einzig die Goldmedaillen aus den Gerätefinals Barren und Boden fehlen noch. «Ja, es wäre noch etwas Platz in einem meiner Medaillenkästen», verriet Stalder. Medaillenkästen – Mehrzahl. Verletzungsfrei wie Stalder aktuell ist und hoffentlich bleibt, ist er wohl kaum zu bremsen. «Ich frage mich, wie er schon so lange so gut sein kann», lenkte Garibay ein.

Mehr Eleganz für Stalder

Die Bewunderung Garibays kriegt Stalder auch dafür, dass er an jedem Wettkampf vertreten ist, sich viel Zeit fürs Turnen nimmt oder nehmen kann. «Ich schaue ihm gerne beim Bodenturnen zu. Ich möchte irgendwann auch einen Doppelsalto rückwärts zeigen.» Und was kann wohl der Rickenbacher von seinem weiblichen Pendant lernen? «Die Eleganz, ganz klar», kommt es wie aus der Pistole geschossen. «Ich schaue, wie die Frauen die Elemente am Boden verbinden.» Geräteturnen steht für Ausdruck, Eleganz und Genauigkeit. Beweglichkeit, ein gutes Vorstellungsvermögen und einen ausgezeichneten Orientierungssinn gehören zu den wichtigsten Fähigkeiten eines Turners. Garibay, die zweifelsohne all diese Fähigkeiten besitzt, hätte gleichwohl auch eine Kunstturn-Karriere anpeilen können. «Nach drei Schnuppertagen war mir zum Weinen zumute. Dann war die Sache für mich gelaufen», verriet Garibay und schätzt es, im Breitensport daheim zu sein und nebst dem Turnen Zeit für andere Dinge zu haben. Von Stalder wird Garibay nicht vergebens als Energiebündel bezeichnet. «Ich wünsche ihr für die Schweizer Meisterschaften viel Erfolg.» Mit zwei solch heissen Eisen im Feuer wird das ein ganz spannender Saisonhöhepunkt.

«Punktlandung» in Sarnen. Turnerinnen. Kategorie 5: 1. Livia Odermatt (Getu Obwalden) 37,15. 2. Leonie Schär (Luzern) 37,00. 3. Lara Krügel (Willisau) 36,40. 4. Salome Odermatt (Getu Obwalden) 36,35. 5. Jael Michel (Neuenkirch) 36,1. 6. Lara Dillschneider (Büron) 35,95. 7. Alissa Widmer (Hochdorf) 35,55. 8. Mara Lengwiler (Luzern) 35,45. 9. Alma Hürlimann (Luzern) 35,40. 10. Amélie Loose (Beromünster) 35,30. 11. Svenja Willimann (Beromünster) 34,75. 12. Alisha Hertig (Getu Obwalden) 34,55.

Kategorie 6: 1. Anja Langensand (Obwalden) 37,40. 2. Larissa Bänninger (Luzern) 37,10. 3. Livia Widmer (Hochdorf) 36,95. 4. Kaja Dillschneider (Büron) 36,90. 5. Noana Küng (Luzern) 36,4. 6. Lisa Maria Odermatt (Obwalden) 35,95. 7. Lia Michel (Obwalden) 35,80. 8. Leonie Wolfisberg (Beromünster) 35,55. 9. Debora Wolfisberg (Neuenkirch) 35,50. 10. Lara Fischer (Beromünster) 34,30.
Kategorie 7: 1. Sandra Garibay (Luzern) 38,75. 2. Nicole Strässle (Luzern) 37,85. 3. Angela Günther (Beromünster) 37,25. 4. Melanie Konzelmann (Eschenbach) 37,15. 5. Mirjam Bregenzer (Beromünster) 37,10. 6. Kaya Dimmler (Luzern) 36,70. 7. Carole Schnider (Grosswangen) 35,25.
Frauen: 1. Andrea Stadelmann (Willisau) 37,95. 2. Larissa Kurmann (TZN Nidwalden) 36,80. 3. Nicole Odermatt (Getu Obwalden) und Stefanie Meier (Grosswangen), je 36,75. 5. Melanie Levy (Luzern) 36,70. 6. Sarah Bargetzi (Malters) 36,10.

Turner. Kategorie 5: 1. Lino Lang (Ballwil) 45,4. 2. Manuel Fischer (Triengen) und Pascal Bättig (Altbüron), je 44,75. 4. Jan Meier (Rickenbach) 44,45. 5. Nico Wanner (Neuenkirch) 43,80. 6. Remo Hodel (Neuenkirch) 43,50. 7. Fabio Häfeli (Rickenbach) 43,45.
Kategorie 6: 1. Nicola Hüsler (Rickenbach) 46,75. 2. Manuel Bernet (Altbüron) 46,25. 3. Luca Gartenmann (Rickenbach) 46,05. 4. Thomas Bättig (Reiden) 45,50. 5. Simon Lindemann (Büron) 45,3. 6. Jonathan Arnold (Ballwil) 45,05. 7. Martin Stäubli (Luzern) 44,55. 8. Livio Tatschl (Malters) 43,75.
Kategorie 7: 1. Simon Stalder (Rickenbach) 48,15. 2. Alexander Kurmann (Luzern) 47,05. 2. Janis Fasser (Sempach) 47,05. 4. Kilian Fischer (Grosswangen) 45,95. 5. Christian Hofstetter (Ettiswil) 45,70.
Männer: 1. Christoph Hüsler (Rickenbach) 47,35. 2. Kurt Brühlmann (Ettiswil) 44,65. 3. Bruno Felber (Ettiswil) 44,25. 4. Jeffrey Huber (Malters) 43,75. 5. André Meyer (Nebikon) 43,10.

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