Durchzogenes Wochenende für Ad Astra Sarnen

Ad Astra Sarnen gelingt gegen den UHC Pfannenstiel im dritten Meisterschaftsspiel der dritte Sieg. Am Sonntag lassen die Obwaldner aber im Tessin Punkte liegen.

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Der Sarner Marco Schöni (Zweiter von links) setzt hier Thomas Huber vom UHC Pfannenstiel Egg unter Druck. (Bild: Simon Abächerli (Sarnen, 22. September 2018)

Der Sarner Marco Schöni (Zweiter von links) setzt hier Thomas Huber vom UHC Pfannenstiel Egg unter Druck. (Bild: Simon Abächerli (Sarnen, 22. September 2018)

Die Favoritenrolle war vor Anpfiff der Partie zwischen Ad Astra Sarnen und dem UHC Pfannenstiel klar zugeteilt. Die Obwaldner, mit zwei Siegen aus zwei Partien optimal in die Saison gestartet, erwarteten im Heimspiel gegen die Zürcher nichts anderes als einen Sieg, zumal sie im Vorjahr gegen ebendiesen Gegner zwei Mal deutlich gewannen. Am Samstag war von dieser scheinbar klaren Rollenverteilung jedoch nur wenig zu sehen. Der UHC Pfannenstiel spielte mit viel Leidenschaft und ging mit dem ersten gefährlichen Abschluss in Führung. Einen Fehler im Spielaufbau in der Sarner Hintermannschaft nützten Moser und Luchsinger im Zusammenspiel zum 0:1 aus. Amrein im Tor der Sarner hatte keine Abwehrchance.

Ad Astra seinerseits hatte zwar viel Ballbesitz und kam zu zahlreichen Abschlüssen. Ein Grossteil davon blieb jedoch am Stock oder an irgendeinem Körperteil eines Gegenspielers hängen oder landete neben dem Tor. Und wenn doch einmal ein Schuss den Weg auf das Tor des Gegners fand, war bei deren starkem Schlussmann Weber Endstation. So hatte die Null auf der Anzeigetafel beim Heimteam zur ersten Pause weiterhin Bestand.

Auch im Mittelabschnitt bissen sich die Sarner die Zähne an der massierten Defensive der Zürcher aus. Die Fortsetzung dieses Spielgeschehens spielte den Gästen in die Karten, die Sarner wurden je länger je mehr nervös, weil ihnen kein Treffer gelingen wollte. Mehr noch: In der 24. Minute traf Hottinger mit einem präzisen Abschluss gar zum viel umjubelten 2:0. Erneut war Amrein im Tor von Ad Astra chancenlos. Die Sarner Antwort auf diesen zweiten Gegentreffer liess jedoch keine Minute auf sich warten. Gleich im nächsten Einsatz traf Liikanen mit einem abgelenkten Schuss zum 1:2-Anschlusstreffer. Wer nun hoffte, dass dieses Erfolgserlebnis den Knopf des Heimteams zu lösen vermag, wurde getäuscht. Weitere Treffer von Ad Astra gab es vorerst nicht zu bejubeln.

Strafe entscheidet das Spiel

«Wir wussten zwar, dass genug Zeit bleibt, um das Spiel noch zu drehen. Trotzdem wurde unsere Ungeduld mit jeder verstrichenen Minute ohne Torerfolg etwas grösser», gab Marco Schöni nach Spielschluss zu. Pfannenstiel kam zwar seinerseits kaum zu gefährlichen Chancen, verteidigte die knappe Führung aber weiterhin leidenschaftlich. In der 48. Minute klingelte es hinter Weber zum zweiten Mal. Markström hatte mit seinem gefühlt 20. Abschlussversuch trocken ins kurze Eck getroffen. Kurz darauf bot sich den Gästen nach einer fragwürdigen Strafe gegen das Heimteam die Chance in Überzahl wieder in Führung zu gehen. Richtig gefährlich wurde es in dieser Phase vor dem Sarner Tor jedoch nicht. Ein weiterer Ausschluss, diesmal auf Seiten der Gäste, brachte dann die Entscheidung in diesem Spiel. Hottinger wurde nach einem klaren Foul nicht nur für zwei, sondern gleich für fünf Minuten auf die Strafbank geschickt. «Ein eher harter Entscheid», wusste auch Marco Schöni. Das Heimteam liess sich diese Gelegenheit nicht nehmen. Eronen traf drei Minuten vor Schluss mit einem satten Schuss aus dem Handgelenk zur erstmaligen Führung für Ad Astra.

Die Obwaldner hatten nun plötzlich alle Vorteile auf ihrer Seite und liessen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Pfannenstiel versuchte nochmals ohne Torhüter zu Chancen zu kommen, stattdessen traf Cornel von Wyl für die Sarner noch zwei Mal ins leere Tor. «Das war definitiv keine Meisterleistung von uns», resümierte Marco Schöni. «Aus diesem Spiel müssen wir unsere Lehren ziehen. Es gibt einige Punkte, die wir verbessern sollten. Nichtsdestotrotz haben wir gewonnen und drei Punkte geholt, unter dem Strich können wir also trotzdem zufrieden sein.» (jh)

Im Penaltyschiessen verloren

Im Sonntagsspiel bei Ticino musste Sarnen ins Penaltyschiessen. Die Obwaldner nahmen schliesslich bei der 6:7-Niederlage nur einen Punkt mit nach Hause, übernahmen aber zwischenzeitlich die Tabellenführung.

NLB. 3. Runde: Basel Regio – Ticino 6:3. Thurgau – Davos-Klosters 9:8 n. P. Langenthal Aarwangen – Fribourg 6:4. Ad Astra Sarnen – Pfannenstiel Egg 5:2. Grünenmatt – Sarganserland 3:4. March-Höfe Altendorf – Verbano Gordola 5:7.

4. Runde: Pfannenstiel Egg – Langenthal Aarwangenerland – Basel Regio 12:5. Fribourg – Verbano Gordola 5:10. Ticino – Ad Astra Sarnen 7:6 n. P.

Rangliste: 1. Sarnen 4/9. 2. Verbano Gordola 4/9. 3. Langenthal Aarwangen 4/9. 4. Davos-Klosters 3/7. 5. Thurgau 3/7. 6. Basel Regio 4/7. 7. Sarganserland 4/6. 8. Ticino 4/5. 9. Pfannenstiel Egg 4/3 . 10. March-Höfe Altendorf 3/2. 11. Grünenmatt 3/1. 12. Fribourg 4/1.

Sarnen – Egg 5:2 (0:1, 1:1, 4:0)

Dreifachhalle, Sarnen. – 101 Zuschauer. – SR Friemel/Gasser. – Tore: 12. Moser (Luchsinger) 0:1. 25. (24:03) Hottinger (Huber) 0:2. 25. (24:44) Liikanen (Markström) 1:2. 48. Markström (Pass) 2:2. 57. Eronen (Markström/Ausschluss Zollinger) 3:2. 60. (59:05) C. von Wyl 4:2 (ins leere Tor). 60. (59:22) C. von Wyl 5:2 (ins leere Tor). – Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Sarnen. 1-mal 5 Minuten (Zollinger) gegen Pfannenstiel. – Sarnen: Amrein; Höltschi, J. von Wyl; Markström, Pass; Läubli, Berchtold; B. von Wyl, M. Schöni, C. von Wyl; Dubacher, Eronen, Liikanen; Abegg, Boschung, R. Schöni. – Bemerkungen: Sarnen ohne Durot (Junioren) und Zurmühle (abwesend). 59. Timeout Sarnen. 57:49 Timeout Pfannenstiel, anschliessend mehrheitlich ohne Torhüter.

Ticino – Sarnen 7:6 (2:1, 3:3, 1:2, 0:0) n. P.

Arti e Mestieri Bellinzona. – 114 Zuschauer. – SR Schuler/Sprecher. – Tore: 8. T. Rautiainen (J. Rautiainen) 1:0. 12. Fors (T. Rautiainen) 2:0. 19. Abegg (L. Liikanen) 2:1. 22. Abegg (Boschung) 2:2. 24. Sarka (Valsesia ) 3:2. 25. Pass (Markström) 3:3. 29. J. Rautiainen (Gadoni) 4:3. 30. B. von Wyl (Läubli) 4:4. 34. Fors (J. Rautiainen) 5:4. 42. Abegg (Boschung) 5:5. 50. Berchtold 5:6. 60. (59:36) J. Rautiainen (T. Rautiainen) 6:6

Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Ticino. 7-mal 2 Minuten gegen Sarnen.