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Effiziente FCL-Jünglinge

Zug gegen Luzern U21 ist das Duell zweier junger und neu formierter Teams. Das bessere Ende beansprucht der FCL mit einem 2:0-Sieg für sich – dank einem Torjäger aus Zug.
Stephan Santschi
Der Zuger Ruben Burkard (links) lässt sich von FCL-Verteidiger Aranit Ajeti den Ball abjagen. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 25. August 2018)

Der Zuger Ruben Burkard (links) lässt sich von FCL-Verteidiger Aranit Ajeti den Ball abjagen. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 25. August 2018)

Es ist ein Sommer der grossen Mutationen, sowohl für Zug als auch für die U21-Auswahl des FC Luzern. Während die Zuger aufgrund einer grossen Sparübung zum personellen Umbau und zur Verjüngung ausriefen, haben die Umwälzungen im Kader des FCL-Nachwuchses altersbedingt Tradition. Gestern standen nur noch zwei Zuger in der Startformation, die auch im letzten Spiel der vergangenen Saison erste Wahl gewesen waren, bei den ­Luzernern waren es drei. Das Durchschnittsalter Zugs betrug 22,1 Jahre, beim FCL gar nur 18,6.

So überraschte es nicht, dass dieses 1.-Liga-Derby nur schwer auf Touren kam. Auch der unebene Rasen und der Temperatursturz trugen das Ihrige dazu bei. Während Zug sich auf Defensivarbeit konzentrierte, übte sich Luzern im Ballbesitz ohne Tiefgang. Torgefahr entstand kaum, und so blieb der Auftritt von Zugs neuem Trainer Ergün Dogru aus Halbzeit eins am meisten haften. Einerseits wegen seiner emotionalen Anfeuerungs­rufe («Mario, du bist immer zu spät!» Marco, wo sind wir beim Corner?»), andererseits wegen der Ähnlichkeit mit Nuno Espírito Santo – der Trainer von Premier-League-Klub Wolverhampton trägt einen ähnlich markanten, grau melierten Vollbart.

Zug neu mit dem Sohn von FCL-Trainer René Weiler

Doch damit genug der Nebensächlichkeiten. Nach dem Seitenwechsel stieg der Unterhaltungswert der Partie, weil der FCL entschlossener auftrat. Und weil zwei Akteure eingewechselt wurden, bei denen es sich lohnte, etwas genauer hinzuschauen. Der eine war Noah Weiler, 18-jährig, seit dieser Saison in Diensten von Zug 94. Am rechten Flügel konnte er in seinem zweiten Teileinsatz zwar keine Akzente setzen, dafür liess sein Name aufhorchen. Noah ist nämlich der Sohn von René Weiler, der aktuell den FC Luzern in der Super League trainiert. «Er ist natürlich mein Vorbild, sowohl fussballerisch als auch charakterlich. Seine Karriere zu verfolgen, ist für mich ein gewolltes Muss», sagte Noah schmunzelnd. Da sein Vater ein Training zu leiten hatte, sass er nicht auf der Tribüne der Herti-Allmend, doch der Jungspund wusste auch ohne dessen Input, was an diesem Tag schieflief. «Bei uns fehlten kämpferisch ein paar Prozent, auch bei mir. Weshalb, weiss ich nicht.» Über grosse Ziele sinnieren mag der Hochbauzeichner-Lehrling derzeit nicht, «ich spiele vor allem aus Freude Fussball. Ich möchte eine Weile in Zug bleiben, zuletzt hatte es für mich in meinen Klubs nicht so gepasst. Trotz den vielen Wechseln bin ich überrascht, wie eingespielt wir sind. Die Mannschaft ist eine Einheit.»

Der andere auffällige Ersatzspieler war Mark Marleku. In der 64. Minute kam er auf den Platz und übernahm beim FCL die Position als zentrale Spitze. Eine halbe Stunde später konnte er sich mit zwei Toren als Matchwinner feiern lassen. Zunächst verwertete er eine Hereingabe von Lorenzo Di Michelangeli per Kopf zum 1:0 (69.), ehe er in der Nachspielzeit mit einem erfolgreich abgeschlossenen Konter den Sack zumachte. «Ich wollte unbedingt spielen und ein Tor gegen diese Zuger erzielen», erklärte er grinsend. Der 18-Jährige aus dem Zuger Stadtteil Oberwil spielte bis zur U15 für Zug 94.

Die Gastgeber verpassten derweil ein besseres Ergebnis, weil sie nicht über die Effizienz eines Marleku verfügten. Clirim Shabanis Schuss lenkte Keeper Loïc Jacot mit einem starken Reflex an den Pfosten (72.). Und Haris Osmanbasic traf aus günstiger Position nur ins Aussennetz (78.).

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