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Ein erstaunlich reifer Jungspund im Steinhauser Mittelfeld

Ramon Beck, der 17-jährige Spieler des Drittligisten SC Steinhausen, ist mit sich und der Welt zufrieden. Er weiss, was er will – im Sport und auch im Privatleben.
Martin Mühlebach
Ramon Beck gibt auch abseits vom Platz Gas. (Bild: Maria Schmid, 24. Mai 2018)

Ramon Beck gibt auch abseits vom Platz Gas. (Bild: Maria Schmid, 24. Mai 2018)

Der 17-jährige Ramon Beck, der seit den F-Junioren ununterbrochen die Farben des SC Steinhausen trägt, erzählt sichtlich erfreut: «Vor eineinhalb Jahren durfte ich als B-Junior mit der ersten Mannschaft am Trainingslager in Barcelona teilnehmen. Und nach der Rückkehr in die Schweiz wurde ich definitiv ins Fanionteam aufgenommen. Es war und ist das Highlight meiner bisherigen Fussballerkarriere.»

Der 183 Zentimeter grosse und 80 Kilogramm wiegende defensive Mittelfeldspieler ist inzwischen zu einer Teamstütze herangereift. Seine Stärken sind ein ausgesprochen gutes Kopfballspiel, ein kluges Zweikampfverhalten und eine effiziente Angriffsauslösung mit genauen Zuspielen auf die Sturmspitzen. Beck verrät: «Mein Vorbild ist der ehemalige italienische Nationalspieler Andrea Pirlo, den ich wegen seines genauen Zuspielens und seiner Ruhe am Ball bewundere.» Selbstkritisch schiebt Beck nach: «Von Pirlo muss ich lernen, die Ruhe zu bewahren, wenn ich im Ballbesitz von einem aufsässigen Gegenspieler bedrängt werde. Mein Problem ist, dass ich den Ball in solchen Situationen noch zu oft überhastet abspiele.»

Fan von Juventus Turin und vom FC Basel

Beck, der sich als Fan von Juventus Turin und des italienischen Fussballs bezeichnet, erzählt, dass er mit seinen Eltern oftmals die Ferien in Italien geniessen durfte. Dabei habe er einige Fussballstadien von aussen, «aber leider nie von innen» betrachtet. Er hoffe, bald einmal ein Spiel der Serie A live geniessen zu können. Da er und sein Vater grosse Fans des FC Basel seien, hätten sie schon viele Spiele ihrer Lieblinge im alten «Joggeli» und danach im St. Jakob Park besucht. Ramon Beck gesteht: «Ich war zuerst leicht enttäuscht, dass die Berner Young Boys diesmal den FCB als Schweizer Meister entthront haben. Nach einigen Tagen wurde mir klar, dass es gut ist für den Schweizer Fussball, dass nicht nur Basel im Stande ist, Meister zu werden.» Aber er sei felsenfest davon überzeugt, dass der FC Basel in der kommenden Saison wieder Schweizer Meister werde.

Genauso sei er überzeugt, dass der SC Steinhausen in der neuen Saison einen Platz in der vorderen Tabellenregion belegen werde. Das Ziel sei stets der Aufstieg in die 2. Liga, aber er wisse, dass mehrere Faktoren zusammenpassen müssten, um den Aufstieg realisieren zu können. Ramon Beck ist ein ruhiger, besonnener und dankbarer Zeitgenosse. Er sagt: «Meinen Eltern verdanke ich eine sehr schöne, unbeschwerte Kinder- und Jugendzeit. Sie waren und sind immer für mich da.»

Unvergesslich blieben ihm die mit seinen Eltern verbrachten Ferien im Wohnwagen auf Sardinien, die er bereits 14 Mal habe geniessen dürfen. Mit seinem Vater am Meer fischen zu gehen, sei jedes Mal ein ganz besonderes Erlebnis. Lächelnd erzählt er: «Ich habe lieber ein gutes Stück Fleisch auf meinem Teller. Umso mehr freut sich mein Vater, wenn ich einen Fisch fange, den er genüsslich verspeisen kann.»

Sein schönstes Geschenk, sagt Ramon Beck, hätten ihm seine Grosseltern anlässlich ihres 70. Geburtstages gemacht. Mit strahlenden Augen erzählt er: «Meine Grosseltern nahmen meine Eltern, meine Gotte und mich mit zu einer einwöchigen Mittelmeerkreuzfahrt. Ich sehe noch immer, wie mein Grosi übers volle Gesicht strahlte, als sie im Bordcasino einen Gewinn einstreichen konnte.»

Eine Hündin als Ersatz

Ramon Beck, der an der Fasnacht 2017 seine Kindergartenfreundin wieder getroffen und sich zwei Monate später in sie verliebt hat, ist erstaunlich reif für sein Alter. Er sagt aus voller Überzeugung: «Ich möchte dereinst eine Familie gründen und mindestens zwei Kinder haben. Meine Eltern haben mir viel Liebe und Geborgenheit geschenkt, aber als Einzelkind habe ich einen Bruder oder eine Schwester schmerzlich vermisst. Meine 2014 verstorbene Hündin Jana war sozusagen der Ersatz für die fehlenden Geschwister.»

In der letzten 3.-Liga-Runde werden die Steinhauser morgen den FC Küssnacht empfangen (17.00, Eschfeld). Für den SCS geht es darum, den sechsten Tabellenplatz zu verteidigen – im Fall einer Niederlage würde er hinter die aktuell achtplatzierten Schwyzer zurückfallen. Der Steinhausen Mittelfeldspieler Ramon Beck sagt: «Ich erwarte ein hart umkämpftes Spiel, das wir unbedingt gewinnen wollen.» Er selbst wird allerdings nicht mittun können: Er wird zur gleichen Zeit gefirmt.

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