Ein Junges Team und mit Ambitionen

Luzerns NLB-Volleyballteam der Frauen gewinnt die Auftaktpartie gegen Baden mit 3:0 und setzt sich klare Ziele.

Theres Bühlmann
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Mit einem jungen Team, das Durchschnittsalter beträgt 20 Jahre, gehen Luzerns NLB-Volleyballerinnen in dieser Saison auf Punktejagd. Die Mannschaft erfuhr einige Umstellungen, nicht mehr dabei sind Leona Neumannova sowie die Surseerin Lisa Müller, die zu Neuchâtel UC wechselte. Neu zum Team stossen Sandrine Giroud von der NLB-Equipe Volleya Obwalden und Kerstin Krummenacher aus dem Obwaldner 2.-Liga-Team. Aus dem eigenen Nachwuchs kommen Maria Rodriguez und Lora Erni. Im weiteren kann Volley Luzern auf bisherige erfahrene Akteurinnen zählen, unter anderen auf Belinda Bühler, Emma Schepers, Sandra Gehrig und Captain Adrijana Smiljkovic. Neu als Trainer und Coach amtet der in Hochdorf wohnhafte Philipp Joller (39), diese Parts wurden in der letzten Saison von Spielertrainerin Leona Neumannova und Martin Flückiger eingenommen.

Angriffig: die Luzernerin Michaela Nussbaumer rechts am Netz.

Angriffig: die Luzernerin Michaela Nussbaumer rechts am Netz.

Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 3. Oktober 2020)

Mit Max Meier steht in dieser Saison ein alter Bekannter an der Seitenlinie, der ebenfalls Training leitet und auch für die Ausbildung der Nachwuchstalente verantwortlich ist. Er ist ein Kenner der Szene, der unter anderem einst den damaligen BTV Luzern zu Meistertiteln und Cupsiegen führte. In der letzten Saison erreichte Luzern die Aufstiegsrunde, dann wurde im März wegen der Coronakrise die Meisterschaft abgebrochen. Auch in dieser Saison will die Equipe nach der Qualifikationsrunde auf einem Top-4-Platz stehen, somit wieder den Ligaerhalt sichern «und dann mit der Tabellenspitze in Tuchfühlung bleiben», sagte Trainer Philipp Joller. Und schob nach: «Die Mannschaften sind enger zusammengerückt, es wird spannend.» Zudem wird das Ligasystem angepasst und die NLB von zwei Gruppen à 7 Teams auf eine Gruppe à 12 Teams reduziert. Seine Mannschaft zeichne sich durch jugendliche Unbekümmertheit und viel Teamgeist aus, so Joller.

«Ich hoffe, dass sie mutig spielen, und wünsche mir, dass wir positiv in die Saison starten.»

In brenzligen Situationen kühlen Kopf bewahrt

Sein Wunsch ging in Erfüllung. Das Saisoneröffnungsspiel gegen Baden entschied Luzern vor eigenem Anhang mit 3:0 zu seinen Gunsten. Es war eine spannende Angelegenheit. Im ersten Satz führte Luzern einmal mit 18:14, konnte aber nicht entscheidend wegziehen. Die Gegnerinnen holten auf. Beim Stande von 21:24 wehrte Luzern den ersten Satzball ab, steigerte sich und konnte diesen Umgang mit 26:24 doch noch für sich entscheiden.

Der zweite Satz schien eine leichte Beute für die Gastgeberinnen zu werden, es lief wie am Schnürchen und sie lagen 24:11 in Front. Doch dann fühlte sich die Equipe wohl zu sicher, hatte einen Durchhänger zu verzeichnen, ehe der 25:16-Erfolg feststand. Das dritte Set war dann auch nichts für schwache Nerven. Luzern schaffte es, immer leicht in Führung sein, sah dann aber den ersten Matchball beim Stande von 24:22 abgewehrt und konnte erst beim 26:24 über den Sieg jubeln.

Es spricht für das junge Luzerner Team, dass es in brenzligen Situationen kühlen Kopf bewahrte. Trainer Joller äusserte sich nach der Partie denn auch zufrieden. «Dieser Auftaktsieg ist für das Selbstvertrauen sehr wichtig. Wir werden den Fokus darauf legen, dem Gegner jeweils das Spiel aufzuzwingen und nicht umgekehrt.» Die Saisonpremiere ist für die Luzernerinnen geglückt, und der Sieg macht Lust auf mehr.

Volley Luzern – VBC Kanti Baden 3:0
Doppelturnhalle Säli. – 70 Zuschauer. – Sätze: 26:24, 25:16, 26:24. – Spieldauer: 95 Minuten. – Luzern: Nussbaumer, Schepers, Häfliger (Libera), Smiljkovic, Giroud, Gehrig, Bühler, Smith, Wigger.

Kader

Das Luzerner Team, Saison 2020/2021: Belinda Bühler (Position Mitte, Jahrgang 1995). Lora Erni (Angriff, 2003). Sandra Gehrig (Angriff, 1989). Sandrine Giroud (Angriff, 2002). Patricia Häfliger (Libera, 2002). Magdalena Hofstetter (Mitte, 1989). Kerstin Krummenacher (Libera, 2004). Michaela Nussbaumer (Angriff, 2002). Maria Rodriguez (Angriff, 2003). Emma Schepers (Mitte, 1996). Adrijana Smiljkovic (Pass, 2001). Sarah Smith (Pass, 2000). Chiara Wigger (Angriff, 2000). – Philipp Joller (Trainer und Coach). Max Meier (Trainer NLB und Nachwuchstalente).

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