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Ein Magnet für die Zentralschweizer

Rund 800 Zentralschweizer absolierten den 44. Hallwilerseelauf. Dabei setzen sich Flavio Rieder als Sieger bei den Männern 50, Flavia Stutz und Yves Cornillie besonders gut in Szene.
Jörg Greb
Flavio Rieder hat auf der Halbmarathonstrecke sichtlich zu leiden. (Bild: Alexander Wagner (Beinwil am See, 13. Oktober 2018)

Flavio Rieder hat auf der Halbmarathonstrecke sichtlich zu leiden. (Bild: Alexander Wagner (Beinwil am See, 13. Oktober 2018)

Kein Schweizer Volkslauf ausserhalb der Zentralschweiz übt eine derart grosse Anziehungskraft aus wie der Hallwilersee. 800 Innerschweizer liefen bei der jüngsten Austragung: 544 Luzerner, 89 Zuger, 72 Schwyzer, 43 Nidwaldner, 29 Urner, 23 Obwaldner. Die Erklärung ist rasch gefunden: Der Hallwilerseelauf ist populär, attraktiv und nah: ein kurzer Abschnitt der Hauptdistanz Halbmarathon um den See führt in den Gemeinden Mosen und Aesch gar über Luzerner Boden.

Und es schauten auch Spitzenergebnisse der Regionalen heraus. Schnellster Luzerner war Flavio Rieder. Platz 22 belegte er 50-Jährige aus Römerswil. In der Alterskategorie Männer 50 gewann er gar mit klarem Vorsprung. «Mir gefällt die Strecke, die Natur, die Umgebung», sagt er. Zudem schenkt er dem Rennen seit längerem einen besonderen Stellenwert: «Der Hallwilerseelauf ist die Hauptprobe auf den Lucerne Marathon.» Am letzten Oktobersonntag findet dieser statt.

Nach 1:20:18 Stunden überquerte der Kadermann, der vor dem Laufen als Gitarrist einer Rockband einer anderen Leidenschaft nachging, die Ziellinie. Und machte eine überraschende Aussage: «Ganz gut ist’s mir nicht gelaufen.» Er musste leiden und kämpfen. Und der hohen Temperatur wegen viel trinken und sich geschickt verpflegen. Zu genügend Flüssigem war er jedoch nicht gekommen, wie er auf den letzten Kilometern feststellte: «Ich dehydrierte schier und konnte meinen Rhythmus nicht ganz durchziehen.»

Im Vergleich zum Halbmarathon um den Sempachersee – dort agiert er auch als OK-Präsident – benötigte Rieder fast vier Minuten mehr. Die anspruchsvolle Strecke mit den Richtungsänderungen und den Naturwegen ist eine Erklärung dafür. Die Witterungsbedingungen und die daraus resultierenden Folgen eine andere.

Schnellster Innerschweizer über die Halbmarathon-Distanz war Thomas Schilter (Rothenturm) als Zwölfter. Einen Rang vor Rieder lief Stefan Epp (Schattdorf) ein. Platz 2 bei den M40 schaute für ihn heraus. Podestränge in den Alterskategorien glückten ebenso Florian Marti (Schüpfheim/1:22:18) als Sieger bei den U20, Guido Häfliger (Oberkirch/1:22:12) als Dritter bei den M50 sowie Kudi Steger (Wägis/1:40:48) als Zweiter bei den M70.

Härtetest für Stutz und Cornillie

Und über die Kurzdistanz von 10 km wussten sich mehrere Nachwuchskräfte zu behaupten, allen voran Flavia Stutz (LR Gettnau/Ufhusen) und Klubkollege Yves Conrillie (Huttwil). Sie schafften es aufs Overall-Podest mit den Rängen 2 und 3. «Ganz glücklich bin ich nicht», sagte die 22-jährige Stutz, «ich musste Nicole auf den letzten Kilometern ziehen lassen.» Von Nicole Egger sprach sie, der routinierten Langenthalerin, der Schweizer Cross-Meisterin (vor Stutz).

Für Flavia Stutz war die Hallwilerseelauf-Premiere mit unterschiedlichen Gefühlen verbunden: «Eine tolle Strecke mit einer Schlosspassage, aber anstrengend mit den Anstiegen, den Kurven und vor allem der ungewohnten Länge.» Sie nutzte ihren Einsatz zur Vorbereitung auf die Qualifikationsrennen für die Cross-Europameisterschaft von Ende November.

Dieses internationale Ziel im Hinterkopf trägt auch Yves Cornillie. Allerdings scheint die Qualifikationschance beim 19-Jährigen geringer. Umso mehr freute er sich über den dritten Hallwilerseelauf-Platz hinter Mohamed Boucetta und Adriano Engelhardt, dem mehrfachen Elite-Schweizer-Meister. «Das Rennen war happig und lang, aber sehr erfreulich», sagte er. Mit den 33:35 Minuten stellte er eine persönliche Bestzeit über die Distanz auf.

Hinweis

Bildergalerie und Rangliste unter: www.luzernerzeitung.ch

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