FC Schattdorf: Ein Monat zum Vergessen

Der FC Schattdorf befindet sich weiterhin im Krebsgang. Im Heimspiel gegen Emmenbrücke kassiert der 2.-Ligist eine bittere 1:2-Niederlage, wobei der Siegtreffer erst kurz vor Schluss fiel.

Urs Hanhart
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Robin Mahrow (am Ball) erzielt zwar das Tor für den FC Schattdorf, die Punkte nimmt aber der FC Emmenbrücke mit nach Hause. (Bild: Urs Hanhart, Schattdorf, 22. September 2018)

Robin Mahrow (am Ball) erzielt zwar das Tor für den FC Schattdorf, die Punkte nimmt aber der FC Emmenbrücke mit nach Hause. (Bild: Urs Hanhart, Schattdorf, 22. September 2018)

Seit bald einem Monat hat der an sich stark in die Saison gestartete FC Schattdorf nunmehr keine Punkte mehr geholt. Nach den Tauchern gegen Obergeissenstein, den Luzerner SC und Hochdorf gesellte sich am 22. September im heimischen Stadion Grüner Wald auch noch jener gegen Emmenbrücke hinzu. Mit den Gegnern aus dem Kanton Luzern scheinen die Rot-Schwarzen in dieser Saison ihre liebe Mühe zu haben.

Immerhin war die Niederlage gegen den Tabellenfünften keineswegs zwingend. Das sah auch Schattdorf-Trainer Martin Hürlimann so. Sein Kommentar nach dem Schlusspfiff: «Wir hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt. Die erste Halbzeit war zwar schlecht. Wir haben zu wenig aggressiv gespielt. Im zweiten Durchgang ist uns hingegen eine deutliche Steigerung gelungen. Aber leider haben wir es einmal mehr nicht geschafft, über die volle Distanz die beste Leistung abzurufen. Deshalb sind wir erneut leer ausgegangen.»

Sehr glücklich in Führung gegangen

Tatsächlich starteten die Platzherren ausgesprochen schwach ins Kräftemessen mit Emmenbrücke. Im ersten Abschnitt brachten sie in offensiver Hinsicht fast nichts zustande. Keine einzige echte Torchance wurde kreiert, während der Gegner mehrfach gefährlich vor Schattdorf-Keeper Livio Mahrow aufkreuzte. Dennoch gelang den Gastgebern praktisch aus dem Nichts auf ziemlich kuriose Art der bis zu diesem Zeitpunkt mehr als glückliche Führungstreffer. Sturmtank Robin Mahrow luchste in der 38. Minute dem unkonzentriert herumtändelnden Emmenbrücke-Schlussmann Haris Jasarevic die Kugel ab und schoss diese zum 1:0 ins Netz. Doch die Gäste reagierten postwendend. Sie kamen zu einer ganzen Serie von Eckbällen und genau aus einer solchen Standardsituation fiel der 1:1-Ausgleich. Enis Berisha köpfelte eine Cornerflanke praktisch ungehindert ein. Die Schattdorfer Hintermannschaft machte bei diesem Gegentreffer keine gute Figur.

Nach dem Seitenwechsel gewann die bis dahin ziemlich fade Partie deutlich an Fahrt und Qualität. Das Spiel wogte nun hin und her, und beide Teams erarbeiteten sich mehrere Torchancen. Auf Seiten der Hausherren kam Robin Mahrow mit einem Schuss aus der Drehung in der 59. Minute beinahe ein zweites Mal zum Erfolg. Später kullerte eine wohl als Flanke gedachte Hereingabe nur Zentimeter am Kasten vorbei. Schattdorf-Goalie Livio Mahrow wurde von den Gästen mehrfach ernsthaft geprüft, hielt aber vorerst dicht.

Emmenbrücke-Goalie vereitelt 2:2-Ausgleich

Beim entscheidenden Treffer zum 1:2 in der 83. Minute war für die Hürlimann-Elf dann viel Pech im Spiel. Ein gefährlicher Kopfball nach einem Corner wurde zunächst abgewehrt, aber ungenügend. Erst beim Nachschuss landete das Leder im Tor. Vier Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit gelang Einwechselspieler Noah Senn um ein Haar noch der Ausgleich. Doch sein ebenso wuchtiger wie platzierter Kopfball aus rund zehn Metern wurde von Jasarevic mit einem gewaltigen Hechtsprung mirakulös aus der linken oberen Ecke gefischt. Mit dieser Glanztat bügelte der Emmenbrücke-Torhüter seinen Lapsus aus der ersten Halbzeit spektakulär wieder aus. Für Hürlimann ist nun klar: «Wir brauchen unbedingt möglichst schnell wieder einen Sieg, um aus dem momentanen Loch herauszukommen. Vor allem müssen wir wieder mehr Zweikämpfe gewinnen. Nur so können wir uns auch spielerisch wieder verbessern.»

Ein kleiner Trost für die Schattdorfer war die Tatsache, dass sie trotz dieser erneuten Niederlage den achten Tabellenplatz verteidigten. Allerdings beträgt der Abstand zum Strich weiterhin nur magere vier Punkte.