Ein Neuling glaubt felsenfest an den Ligaerhalt der Luzerner Eishockeyaner

Axel Lukaszek kämpft mit dem HC Luzern (1. Liga) um den Klassenerhalt und will im Cup gegen Seewen die Überraschung schaffen.

Michael Wyss
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Axel Lukaszek, Flügelstürmer HC Luzern.

Axel Lukaszek, Flügelstürmer HC Luzern.

Michael Wyss

«Die Tabellenlage ist misslich, das sind wir uns bewusst. Doch nach wie vor bin ich der Überzeugung, dass wir die Klassenzugehörigkeit realisieren können», glaubt Flügelstürmer Axel Lukaszek. Aufgewachsen ist er in London, wo er auch die Freude zum Eishockey entdeckte. Ab dem 11. Lebensjahr durchlief er, nach dem Wohnortswechsel in die Schweiz nach Küsnacht (ZH), sämtliche Nachwuchsstufen bei den Elitejunioren der GCK/ZSC Lions.

Seine letzte Station war Dübendorf, wo er die Meisterschaft in der My-Sports-League (MSL) begann. Warum kam es in der Folge zum Wechsel nach Luzern in die 1. Liga? «Ich hatte auch ein Angebot von Chur. Ich entschied mich, nach einem guten Gespräch mit HCL-Sportchef Laurent Scheiwiler aber für Luzern, weil ich hier die besten Perspektiven für meine Zukunft sah. Hier kann ich mich weiterentwickeln und Erfahrungen sammeln. Das wäre bei den anderen erwähnten Teams nicht der Fall gewesen», so Lukaszek, der im zürcherischen Pfaffhausen wohnhaft ist.

2. Liga ist für Lukaszek keine Option

Was muss besser werden, wenn man dem Abstieg noch entrinnen will? «Wir müssen unser Spiel machen, intelligenter spielen, die individuellen Fehler minimieren, dem Gegner das Leben schwer machen, uns auf unsere Stärken besinnen und einfach das spielen, was wir können. Es benötigt Disziplin, Konzentration und viel Wille. Es ist ein Reifeprozess, den wir eine Liga höher nun durchleben.»

Es herrsche aber auch keine Panikmache, so Lukaszek, der nächste Woche seinen 20. Geburtstag feiern kann: «Wir haben vier Punkte Rückstand auf Prättigau-Herrschaft und noch viele Spiele, wo wir es richten können. Diese Hypothek werden wir wettmachen. Ich bin guten Mutes, denn ich will hier bleiben und mit Luzern nächste Saison wieder in der 1. Liga in Angriff nehmen. Es gefällt mir hier. Die 2. Liga ist für mich keine Option, das muss ich ehrlich sagen.»

Luzerner fühlen sich wohl als Cup-Aussenseiter

Nun kommt am Mittwoch (19.45, Eiszentrum) in der 5. und vorletzten Cup-Qualifikationsrunde der Wunschgegner, EHC Seewen aus der MSL, nach Luzern. Was ist möglich gegen die Eishockeyaner vom Talkessel? Lukaszek: «Wir sind Aussenseiter, das kann ein Vorteil sein. Die Schwyzer haben eine junge Mannschaft. Ich kenne einige Spieler und freue mich auf das Kräftemessen. Es wird ein Kampfspiel geben und die Chancen, eine Überraschung zu landen, sind intakt. Gerade im Cup-Wettbewerb ist alles möglich. Wir müssen aber unser bestes Hockey abrufen, damit wir etwas richten können.» Zu was Luzern in der Cup-Qualifikation fähig ist, bewies es ja letzte Saison als damaliger Zweitligist mit der Eliminierung dreier Erstligisten (Prättigau-Herrschaft 4:2; Wil 4:0 und Uzwil 3:2). Die Ausgangslage ist gleich. Luzern ist wie schon im letzten Jahr krasser Aussenseiter. Wenn das kein gutes Omen ist ...

Eishockey, 1. Liga

Ostgruppe. 17. Runde: HC Luzern – Reinach 0:3. Wil – Bellinzona 5:2. Burgdorf – Frauenfeld 1:5. Wetzikon – Pikes Oberthurgau 5:1. Herisau – Argovia Stars 3:0. Prättigau-Herrschaft – Rheintal 2:3.
Rangliste: 1. Frauenfeld 17/45. 2. Wetzikon 17/35. 3. Pikes Oberthurgau 17/33. 4. Wil 17/32. 5. Herisau 17/28. 6. Burgdorf 17/25 (50:48). 7. Argovia Stars 17/25 (49:47). 8. Bellinzona 16/24. 9. Rheintal 17/20. 10. Reinach 17/18. 11. Prättigau-Herrschaft 16/11. 12. Luzern 17/7 (33:81).

HC Luzern – Reinach 0:3 (0:0, 0:0, 0:3)
Eiszentrum. – 180 Zuschauer. – SR Maddaloni (Cali, Guidi). – Tore: 50. 0:1. 56. 0:2. 57. 0:3 (ins leere Tor).

Nächstes Spiel. Swiss Ice Hockey Cup, 5. Qualifikationsrunde). Mittwoch. 19.45: HC Luzern (1.) – Seewen (MSL) (Eiszentrum).