Ein Obwaldner Passeuse-Duo, das harmoniert

Volleya Obwalden gewinnt das NLB-Finalrundenspiel gegen Schönenwerd mit 3:0. Marcia Rohrer und Dalia Küchler ergänzen sich optimal.

Ruedi Vollenwyder
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Wichtiges Puzzleteil im Volleya-Gefüge: die 17-jährige Passeuse Marcia Rohrer (rechts).

Wichtiges Puzzleteil im Volleya-Gefüge: die 17-jährige Passeuse Marcia Rohrer (rechts).

Bild: Nadia Schärli (Sarnen, 15. Februar 2020)

Volleya Obwalden hat auf die 0:3-Niederlage gegen Münchenbuchsee sehr gut reagiert. Das Team liess gegen ein «experimentierfreudiges Schönenwerd», so Trainer André Künzi, überhaupt nichts anbrennen: ungefährdeter 3:0-Sieg. Erst gegen Ende des dritten Satzes kam so etwas wie Spannung auf, als Volleya es nach einem 24:17-Spielstand verpasste, den letzten Punkt noch nachzulegen. Die Gäste aus Schönenwerd konnten bis auf 24:23 aufschliessen. Doch dann sicherte die sehr gut spielende und fleissig Punkte sammelnde Sandrina Giroud ihrem Team mit einem harten geschlagenen Smash doch noch den hochverdienten 3:0-Sieg (25:17, 25:14, 25:23).

«Für mich ein megacooles Gefühl, dass wir alle drei Punkte holen konnten», schwärmte Passeuse Marcia Rohrer nach dem zweiten Sieg in der Finalrunde der Nationalliga B. «Wir konnten den Druck auf den Gegner, bis auf die Schlussphase, immer hochhalten. Und auch die Energie war immer da», sieht die 17-jährige Sportkanti-Schülerin mit ein Grund, weshalb es letztlich mit dem 3:0-Sieg klappte.

Küchler ist auch als Schiedsrichterin tätig

Marcia Rohrer und ihre routinierte Mitspielerin Dalia Küchler, die zehn Jahre ältere Medizinal-Technikerin, sind auf dem Passeuse-Part ein wichtiges Teilchen im Mannschaftspuzzle von Volleya Obwalden. Das Duo harmoniert hervorragend zusammen. «Bei uns zwei kommt nie Neid auf. Wir ergänzen uns auf und neben dem Spielfeld optimal», spricht die erfahrenere Dalia Küchler ein Lob aus an die Adresse ihrer jungen Mitspielerin. Erfahrung hat Küchler nicht nur beim Verteilen der Bälle im Spielaufbau. Auch als Schiedsrichterin stellt sie ihre «Frau». Im kürzlich doch recht emotional gespielten Innerschweizer 1.-Liga-Derby zwischen Malters und Buochs (0:3) hatte sie als Hauptspielleiterin «alles im Griff». Wie steht es denn mit einer Karriere als Schiedsrichterin? Dalia Küchler winkt ab: «Da ziehe ich das Volleyballspielen klar vor, anstatt auf dem Schiri-Podest zu stehen. Die zwei-, drei Einsätze pro Saison auf 1.-Liga-Niveau reichen mir nebst den Partien in der regionalen Liga völlig», meinte sie mit einem Lachen. Etwas ernster, aber gleich wohl locker beantwortet Marcia Rohrer die Frage, welche Ambitionen sie denn sportlich noch hege. «Eine schwierige Frage. Ich möchte mich als Volleyballerin sportlich sicher weiter entwickeln. Wohin dieser Weg führt, das wird sich weisen.»

Volleya Obwalden – Schönenwerd 3:0
Vereinshalle, Sarnen. – 180 Zuschauer. – SR Siegrist/Gena. – Spieldauer: 66 Minuten.– Sätze: 25:17, 25:14, 25:23.
Volleya Obwalden: Garovi, Becker, Giroud, Capraro, Mackenzie, Rohrer, Krummenacher (Libera); Müller, Küchler, Omlin, Niederberger, Djuric, Durrer (Libera).
Schönenwerd: Riner, Sirucek, Jenny, Braun, Suckow, Sataric, Dietwiler (Libera); Oswald, Loosli, Rügge, Wirz.