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Der Stadtlauf ist für Patricia Gut das Zückerchen vor dem Highlight

Patricia Gut verteidigt am Samstag beim Luzerner Stadtlauf ihren Kategoriensieg in der Musegg Classic. Der Fokus der 36-jährigen Stanserin gilt aber einem anderen Grossanlass, der sie vor neue Herausforderungen stellen wird.
Stephan Santschi
Die Stanserin Patricia Gut mit Gigathlon-Partner Armin von Rotz bei einer Trainingseinheit oberhalb der Gemeinde Sachseln. (Bild: Roman Marti (Sachseln, 9. November 2018))

Die Stanserin Patricia Gut mit Gigathlon-Partner Armin von Rotz bei einer Trainingseinheit oberhalb der Gemeinde Sachseln. (Bild: Roman Marti (Sachseln, 9. November 2018))

Ende Juni kommt es für Patricia Gut zu einer besonderen Premiere: Die 36-jährige Hobbyläuferin wird mit ihrem Kollegen Armin von Rotz in der Kategorie Couple erstmals einen Gigathlon bestreiten. Der Megaevent findet in diesem Jahr in der Zentralschweiz statt, vor allem in den Kantonen Ob- und Nidwalden – und damit praktisch vor ihrer Haustür. Pa­tricia Gut wohnt mit ihrem Mann und den beiden Kindern nämlich in Stans, derweil sie als Personalchefin im Kantonsspital Obwalden in Sarnen angestellt ist. «Ich kenne die Strecke, viele Leute, die zuschauen werden, und ich kann zum Schlafen nach Hause gehen», erzählt die 36-Jährige und betont: «Diese Gelegenheit ist einmalig!»

Aktuell befindet sie sich mitten in den intensiven Vorbereitungen auf den ultimativen Härtetest – acht bis zwölf Stunden widmet sie dem Lauf-, Velo- und Schwimmtraining pro Woche. Vor allem die Einheiten im Wasser hätten es in sich, weil sie sich diese nicht gewohnt sei. «Da geht es zuerst einmal darum, nicht unterzugehen», berichtet Patricia Gut lachend. Eine Abwechslung wie am Samstag in Luzern kommt ihr darum gerade recht. Den Stadtlauf betrachtet sie in ihrem Aufbauprogramm als sportliches Zückerchen in einer wunderbaren Atmosphäre. «Dieser schnelle Lauf wird mir guttun», ist Gut überzeugt.

Warum ihr die Steigung zur Musegg gefällt

Nur mitmachen wird Patricia Gut allerdings nicht, dafür ist die gebürtige Urnerin aus Silenen viel zu ambitioniert. Letztes Jahr hatte die Läuferin des LATV Erstfeld in der Musegg Classic bei den Frauen 30 in einer Zeit von 28.06 Minuten gewonnen, sodass sie heuer als Titelverteidigerin antreten kann. Über 7,0 Kilometer führt die Route, zunächst entlang der Reuss und anschliessend mit einer herzhaften Steigung hinauf zur Musegg, die gleich zweimal angegangen werden muss. Die Veranstalter führten diese Mus­egg-Schlaufe 2017 zu Ehren der 40. Austragung ein und berücksichtigen damit wieder einen Teil der Gründungsstrecke aus dem Jahr 1978, als der Luzerner Stadtlauf noch «Rund um die Musegg» hiess.

Patricia Gut kommt diese kupierte Strecke jedenfalls sehr entgegen. Neben Langstreckenläufen wie dem Halbmarathon in Luzern oder dem Sempacher-, Baldegger- und Hallwilerseelauf wagt sie sich nämlich gerne auch in stotziges Gefilde. Ein Highlight war die Teilnahme im letzten Jahr am Jungfrau-Marathon, den sie erstmals im Elitefeld absolvierte. Mit der persönlichen Bestzeit von 4:16.15 Stunden errang sie in ihrer Kategorie den starken neunten Rang. «Diese Herausforderung ist sehr speziell gewesen. Die ersten 25 Kilometer sind flach, ehe es voll in den Berg reingeht.» Hier jeweils die richtige Taktik und das passende Tempo zu finden, sei nicht einfach. «Was soll man tun, damit es einen nicht aufstellt? Da kommt man richtig ins Philosophieren.»

Nicht nur die Leistung, auch der Blick in die Natur zählt

Auch im kommenden September wird Patricia Gut den Jungfrau-Marathon wieder bestreiten. «So gut in Form wie in diesem Jahr war ich dank der Vorbereitungen auf den Gigathlon noch nie. Das muss ich doch ausnutzen», erklärt sie schmunzelnd. Trotz der Anstrengungen ist sie bestrebt, immer auch etwas von der Natur mitzubekommen, einfach nur wegen des Leistungsgedankens betreibe sie den Laufsport nicht.

Auf den Geschmack gekommen sei sie dabei schon als kleines Mädchen, ihr Vater habe sie oft an Crossläufe mitgenommen, auch das Familienrennen am ­Luzerner Stadtlauf hatte sie mit ihm mehrmals bestritten. Zusammenfassend umschreibt sie ihre Leidenschaft für den Laufsport so: «Ich bin in der Natur, und ich kann Freundschaften pflegen. Wenn ich nach Hause komme, bin ich zufrieden, denn ich war draussen und habe etwas gemacht.»

Musikformationen sorgen für Stimmung

Beim 42. Luzerner Stadtlauf führt eine Baustelle an der Kapellgasse zu einer Änderung der Streckenführung. Die Zusatzrunden in der Altstadt sind deshalb von einer Streckenanpassung betroffen. Der Lauftunnel auf der Zielgeraden wird hingegen zum leuchtenden und unvergesslichen Highlight. Auch bietet der Stadtlauf ein umfangreiches Musikprogramm. Formationen in Festzelten und entlang der Strecke sorgen für eine einzigartige Atmosphäre. (le)
42. Luzerner Stadtlauf. Samstag: Kategorienstarts zwischen 14.30 und 20.48 Uhr. – Nachmeldungen. Heute: 17.30–19.30 Uhr (Workspace bei der LUKB an der Pilatusstrasse 12). – Samstag: 12.15–18.15 Uhr bis jeweils 2 Stunden vor dem Kategorienstart auf dem Bahnhofplatz Luzern. Hinweis Informationen zum Stadtlauf unter: go.luzernerzeitung.ch/stadtlauf

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