Handball
Die Spono Eagles stehen im Europacup vor einer kniffligen Aufgabe

Die Spono Eagles wollen im Europacup eine Runde weiterkommen – den schwierigen Voraussetzungen zum Trotz.

Ernesto Piazza
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Trainer Fabio Madia reist mit den Spono Eagles auf die Färöer-Inseln.

Trainer Fabio Madia reist mit den Spono Eagles auf die Färöer-Inseln.

Bild: Jakob Ineichen (Sursee, 1. September 2021)

Nachdem die zweite Runde im Europacup für die Spono Eagles mit den beiden Partien gegen das kosovarische Team von KHF Vushtrria nur zu einem munteren Trainingsgalopp wurde, wartet nun am Wochenende auf den Färöer-Inseln mit H71 ein ungleich schwererer Gegner auf Nottwil. Die Truppe warf das mazedonische Team WHC Cair-Skopje mit zwei klaren Erfolgen aus dem internationalen Geschäft und verfügt mit einem Durchschnittsalter von unter 20 Jahren über viel jugendliche Power.

Dass die Spono Eagles vor einer kniffligen Aufgabe stehen, ist auch Headcoach Fabio Madia bewusst. Er sagt: «Aufgrund der bei uns momentan herrschenden Verhältnisse stehen wir vor einer grossen Challenge.» Damit spricht er die Coronasituation bei Spono an. Weil diverse Spielerinnen sich aufgrund von positiven Tests entweder in Isolation oder in Quarantäne befanden, war bei den Eagles in den vergangenen zehn Tagen kein geordneter Betrieb möglich. Das Cupwochenende fiel ins Wasser – und auch die Partie gegen Yellow Winterthur musste verschoben werden. «Aktuell fehlt uns schlicht der Rhythmus», so Madia. Zudem müsse man bei den jetzt nach und nach zurückgekehrten Spielerinnen schauen, wie sehr sie bereits wieder leistungsmässig belastbar sind. Daher ist es fraglich, ob er bei den beiden Europacup-Partien auf seine Stammformation zählen kann.

Kaum schlüssige Infos über den Gegner

Madia will aber mit der Situation nicht hadern. «Aus der Not entstehen neue Ideen.» Oder anders gesagt: «Solche Momente eröffnen weiteren Spielerinnen Möglichkeiten.» Die Spono Eagles verfügen über ein breites und gutes Kader. So werden die Reise auf die Färöer auch Spielerinnen antreten, die eventuell nicht oder nur kurz zum Einsatz kommen. «Neben dem sportlichen Aspekt sollen diese vier Tage zudem intensiv genutzt werden, um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken», erklärt Madia und erhofft sich einen zusätzlichen Schub an Dynamik als Puzzleteil im Eagles-Gefüge.

Beide Begegnungen zu Hause auszutragen, war für Nottwil ebenfalls eine Option, sogar auch die Möglichkeit, ein Spiel auf neutralem Boden zu bestreiten. «Doch bei den Verhandlungen zeichnete sich sukzessive ab, dass wir auf die Färöer-Inseln reisen», sagt der Spono-Cheftrainer. «Und wir freuen uns auf dieses Abenteuer.» Über H71 hat sich Nottwil allerdings kaum schlüssige Informationen beschaffen können – ausser, dass man auf eine Mannschaft trifft, die von diversen jungen Spielerinnen belebt wird. Inwieweit der kürzlich erzielte, deutliche Sieg der Schweizer A-Nationalmannschaft im Rahmen der WM-Qualifikation gegen die Färinger Aufschluss gibt, ist schwierig zu beurteilen. Wobei zu sagen ist: Ihre besten Spielerinnen sind im Ausland engagiert.

Dass sich Madia mit einigen Unbekannten konfrontiert sieht, nimmt er als sportliche Herausforderung: «Wir reisen mit einem positiven Gefühl zu diesen Partien – und mit dem Ziel, die nächste Runde zu erreichen. Denn solche internationalen Vergleiche bieten uns die Chance, unser Potenzial zu erweitern.»

Zug braucht nochmals eine Topleistung

Von einem «magischen Abend» sprach Zug-Headcoach Christoph Sahli nach dem 25:23-Hinspielsieg im Europacup gegen Cabooter Handbal Venlo. Damit dieses Ergebnis gegen den Leader der holländischen Liga möglich wurde, trat der LK Zug als solidarisches Kollektiv auf. Bereits im Vorfeld wusste Sahli: «Wollen wir erfolgreich sein, brauchen wir zwei perfekte Spiele.» Die halbe Miete wäre also geschafft. Doch in den Niederlanden braucht es nochmals eine Topleistung. Sahli erwartet wieder ein enges Spiel, sieht die Chancen für ein Weiterkommen mit 60:40 bei den Holländerinnen. Nur: Der LKZ hat die letzten 12 Tagen alle fünf Spiele gewonnen und reist mit viel Selbstvertrauen nach Holland. (ep)

Handball. Frauen. Europacup. 3. Runde. In Torshavn (Färöer). Hinspiel. Samstag. 19.00: Spono Eagles – H71. – Rückspiel. Sonntag. 19.00: H71 – Spono Eagles. – In Velden (Niederlande). Rückspiel. Samstag. 18.30: Cabooter Handbal Venlo – Zug.

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