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Marathon light war eine Schweizer Angelegenheit

Erstmals schreiben am Switzerland Marathon light in Sarnen Schweizer die Siegergeschichten im Hauptrennen. Und Innerschweizer freuen sich über Podestplätze.
Jörg Greb
Der Zürcher Simon Schäppi «fliegt» als Führender dem Ziel entgegen. (Bild: Hanspeter Roos (Sarnen, 2. September 2018)

Der Zürcher Simon Schäppi «fliegt» als Führender dem Ziel entgegen. (Bild: Hanspeter Roos (Sarnen, 2. September 2018)

«Viermal wehrte sich bei uns der Sommer gegen sein nahes Ende», sagte Viktor Röthlin als Initiator des Switzerland Marathon light, «doch jetzt zeigte sich der Herbst.» Kühl war’s, die Wolkendecke grau und düster. Doch weil es trocken blieb, jubelten die Läuferherzen, und der Sonnenschein half von innen. Perfekte Bedingungen herrschten, das beste Laufwetter seit der Lancierung.

Und das führte immer wieder zu Emotionen, zu Zeichen der Freude. Die persönlichen Bestleistungen über die 21,1 Kilometer, ebenso über die Kurzdistanz von 10 km, purzelten. Nicht in Gefahr aber gerieten die Streckenrekorde. Die 59:53 Minuten von Edwin Koech (Ken) wie auch die 1:09:48 Stunden von Helen Bekele (Ken) blieben unangetastet. Mit der Ausrichtung auf die regionale Laufelite war dies aber schnell erklärt.

Simon Schäppis Ungewissheit

Durchgesetzt haben sich ein Zürcher und eine Solothurnerin. Simon Schäppi aus Zürich gewann in 1:11:10 Stunden, Arlette Maurer aus Olten bei den Frauen in 1:21:54. Deren Freude aber zeigte sich unverblümt. «Hier als Erster einzulaufen, ist grossartig, und vor allem hätte ich dies nie erwartet», sagte der 27-Jährige. Mit beträchtlicher Ungewissheit war er ins Rennen gestiegen. Nach einem Marathon in Norwegen riss dem Teamkollegen von Fabienne Schlumpf in der TG Hütten, der EM-Zweiten über 3000 m Steeple, Ende Frühling die Achillessehne. Sechs Wochen hatte er zu pausieren. Erst vor einem Monat konnte er wieder mit regelmässigem Laufen beginnen – «von ganz unten», wie er sagte. Als «Wundertüte» bezeichnete er deshalb, was er erwartet hatte. Er konnte perfekt Moral tanken für den Berlin-Marathon vom übernächsten Wochenende.

Persönliche Bestzeiten der Innerschweizer purzeln

Während sich Schäppi ungefährdet und mit einer Reserve von 1:26 Minuten freute, fiel die Entscheidung bei den Frauen noch deutlicher aus. Arlette Maurer hiess die Dominatorin. Die national etablierte 42-Jährige stellte ebenfalls eine persönliche Bestmarke auf und wies im Ziel eine Reserve von 3:03 Minuten auf. «Mir lief es von Anfang bis am Schluss wie am Schnürchen, und ich hatte das Gefühl, das Rennen sei im Nu vorübergegangen», sagte sie. Als «ganz tollen Motivationsfaktor» erlebte sie die Unterstützung vom Strassenrand her. Den «Schub» will sie nun an die Schweizer Marathonmeisterschaft von Anfang Oktober mitnehmen.

Eindrücklich profilierten sich auch die Innerschweizer. Drei der sechs Podestplätze belegten sie: Rahel Rüegge aus Ennetmoos als Zweite bei den Frauen und die beiden drittplatzierten Sven Marti (Buochs) und Doris Nagel (Hünenberg). Und jeder des Trios freute sich nicht nur über den Rang, sondern fast noch mehr über die erreichten Zeiten. Durchwegs überraschend kamen sie, die 1:12:42 von Marti sowie die 1:24:57 von Rüegge und die 1:25:08 von Nagel.

Alle drei freuten sich über persönliche Halbmarathon-Bestmarken und betonten: «Laufen bei solchen Bedingungen, das bereitet Freude.»

Im Rennen über die 10 km setzte sich bei den Männern Marco Trummer (Spiez) in 32:41 Minuten durch, bei den Frauen die Italienerin Sara Galimberti in 34:24. Insgesamt profitierten 3500 von dem Prachtslaufwetter – verteilt auf die diversen Alterskategorien und Distanzen.

www.switzerland-marathon-light.ch/ranglisten

Sarnen. Switzerland Marathon light (21,1 km). Männer: 1. Simon Schäppi (Zürich) 1:11:10. 2. Flavio Sterchi (Zürich) 1:12:06. 3. Sven Marti (Buochs) 1:12:42.

Frauen: 1. Arlette Maurer (Olten) 1:21:54. 2. Rahel Rüegge (Ennetmoos) 1:24:57. 3. Doris Nagel-Wallimann (Hünenberg) 1:25:08.

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