Ad Astra Sarnen hat einen Punkt gewonnen und ist trotzdem nicht wirklich zufrieden

Ad Astra Sarnen verliert das NLA-Unihockeyduell gegen den UHC Uster unglücklich mit 3:4 nach Verlängerung.

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Ad-Astra-Stürmer Marc Dubacher (am Ball) sieht sich nach einer Anspielstation um. Bild: Simon Abächerli (Uster, 30. November 2019)

Ad-Astra-Stürmer Marc Dubacher (am Ball) sieht sich nach einer Anspielstation um. Bild: Simon Abächerli (Uster, 30. November 2019)

Simon Abächerli

54:45 zeigte die Matchuhr, als Florian Bolliger kurz nach Ablauf einer Strafe gegen Sarnens Robin Markström zum 3:1 für den UHC Uster traf. Es schien, als ob dieses Tor die Partie entscheiden würde und die Sarner die Heimreise einmal mehr mit leeren Händen antreten müssen. Doch die Obwaldner hatten offensichtlich etwas dagegen und stemmten sich gegen die drohende Niederlage.

Nach dem obligaten Time-out gleich nach dem dritten Gegentreffer zogen die Coaches von Ad Astra diejenige Massnahme, die ihnen noch blieb: Sie ersetzten Torhüter Mario Britschgi durch einen sechsten Feldspieler. Und die Massnahme wirkte: Zwei Mal war Cornel von Wyl auf Zuspiel von Roman Schöni erfolgreich, somit ging das Spiel beim Stand von 3:3 in die Verlängerung.

In dieser wollte keines der beiden Teams grosse Risiken eingehen, entsprechend wenig Torchancen gab es auf beiden Seiten. Die Coaches dürften sich wohl schon Gedanken gemacht haben, welche Spieler sie als Penaltyschützen melden würden, als Jonas von Wyl auf die Strafbank geschickt wurde. Die Ustermer liessen sich nicht zwei Mal bitten, Simon Suter drückte einen Abpraller aus dem Slot zum Siegtreffer über die Linie.

«Schade, dass diese sehr streng gepfiffene Strafe das Spiel am Ende entschied. Aber über die Schiedsrichter beklagen müssen wir uns trotzdem nicht: Die Strafe gegen Uster, welche zu unserem ersten Treffer führte, war ein gleichermassen harter Entscheid», zeigte Torhüter Mario Britschgi nach dem Schlusspfiff Sportmannsgeist.

Ein Sieg wäre nicht gestohlen gewesen

Für das angesprochene erste Tor Ad Astras zeigte sich Markus Furrer verantwortlich. Der Stürmer versenkte einen Abpraller nach einem Abschluss von Markström in der 22. Minute zum 1:1-Ausgleich.

Britschgi selbst zeigte eine starke Leistung und musste sich in jedem Drittel je einmal geschlagen geben: Hurni traf mit einem verdeckt abgegebenen Schuss im Startdrittel, Berweger war nach einem schnellen Gegenzug etwas glücklich in der 37. Minute erfolgreich. «Defensiv haben wir diesmal alle gut gearbeitet», verteilte der Sarner Schlussmann ein Lob an seine Vorderleute. Allgemein zeigten die Sarner in Uster eine ansprechende Leistung und gestalteten das Spielgeschehen von Beginn an und über die gesamte Spielzeit ausgeglichen. «Immerhin einen Punkt können wir mitnehmen. Zufrieden bin ich trotzdem nicht, denn ein Sieg wäre absolut möglich und auch nicht gestohlen gewesen», sagte Britschgi. Nachdem sich der Ärger über das unglückliche Ende der Partie bei Sarnens Coach Eetu Vehanen gelegt hatte, wusste sich der Finne über einige positive Aspekte im Spiel seiner Mannschaft zu freuen: «Was wir gezeigt haben, war ein Schritt nach vorne. Besonders freut mich, dass wir in den Special Teams erfolgreich waren und Tore erzielen konnten. Das hat uns in den Spielen zuvor gefehlt, darauf können wir aufbauen.» (jh)

Uster – Sarnen 4:3 (1:0, 1:1, 1:2, 1:0) n. V.
Buchholz. – 280 Zuschauer. – SR Büschlen/Brunner.
Tore: 15. Hurni (Juhola) 1:0. 22. Markus Furrer (Markström/Ausschluss Schubiger) 1:1. 37. Berweger (Urner) 2:1. 55. Bolliger (Kulmala) 3:1. 58. Cornel von Wyl (Roman Schöni) 3:2 (Sarnen ohne Torhüter). 59. Cornel von Wyl (R. Schöni) 3:3 (Sarnen ohne Torhüter). 69. Suter (Stäubli/Ausschluss J. von Wyl) 4:3.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Uster; 2-mal 2 Minuten gegen Sarnen.
Uster: Feiner; Hurni, Gallati, Bolliger, Wüst, Klauenbösch, Kanebjörk; Stäubli, Steiger, Schläpfer, Kellermüller, Schubiger, Berweger, Büsser, Urner, Beerli, Suter, Zimmermann, Juhola, Kulmala, Schaffer.
Sarnen: Britschgi; Kunelius, Markström; Läubli, Berchtold; Höltschi, Kramelhofer; Dubacher, Savinainen, C. von Wyl; M. Schöni, Markus Furrer, R. Schöni; Gnos, Bitterli, J. von Wyl.
Bemerkungen: Sarnen ohne B. von Wyl und Durot (beide U21), Boschung und Liikanen (beide verletzt). 55. Time-out Sarnen. 68. Time-out Uster.