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Die Ringer von Einsiedeln, Freiamt und Hergiswil buhlen um die Halbfinals

Die Willisauer Lions zeigen in den ersten fünf Runden der Ringer-Gegnerschaft die Krallen und werden ihrer Favoritenrolle gerecht.
Simon Gerber
Willisau Lions Trainer Thomas Bucheli darf mit seinem Team zufrieden sein. Bild: Philipp Schmidli

Willisau Lions Trainer Thomas Bucheli darf mit seinem Team zufrieden sein. Bild: Philipp Schmidli

Zur Halbzeit der Qualifikation in der Schweizer NLA-Teammeisterschaft zeichnen sich die ersten Konturen ab. Sie verlief bisher nicht so spannungslos wie zu Saisonbeginn noch befürchtet wurde. Hinter den beiden führenden Teams Willisau und Kriessern buhlen Einsiedeln, Freiamt und Hergiswil mit je vier Punkten um den Einzug in den Halbfinal. Die Willisauer Lions zeigten in den ersten fünf Runden der Gegnerschaft die Krallen und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Allerdings mussten die Luzerner ihrem Angstgegner Einsiedeln ein Unentschieden zugestehen. Zuletzt siegten die Luzerner nach einigen Startschwierigkeiten gegen Freiamt am Schluss noch deutlich mit 21:14.

Dieser Höhenflug überrascht nicht. Der 13-fache Schweizer Mannschaftsmeister verfügt über das stärkste und stabilste Kader aller sechs NLA-Klubs. Alle Gewichtsklassen sind ausgeglichen und teilweise sogar doppelt besetzt. Einzige Baustelle ist das leichteste Gewicht. Hier setzte es bisher am meisten Niederlagen durch junge, noch unerfahrene Ringer ab. «Trotzdem sind wir momentan sehr gut unterwegs und der Fahrplan stimmt. Es gilt, weiterhin in Ruhe auf den angestrebten Titelgewinn hin zu arbeiten», erklärt Thomas Bucheli, der Cheftrainer der Willisau Lions. Der Startsieg zum Meisterschaftsauftakt gegen den Titelverteidiger Kriessern habe dem Team viel Schub und Selbstvertrauen verliehen. Es zeige sich aber auch, dass noch nicht alle Athleten ihr Maximum aus sich herausholen konnten. «In der Kampfübersicht müssen einige noch abgeklärter werden, aber daran arbeiten wir im Training hart», so Bucheli. Die Saisonplanung sehe vor, in den Halbfinalkämpfen die Topform zu erreichen. «Ich bin zuversichtlich, dass uns dies gelingen wird und wir wie letztes Jahr wieder im Final stehen werden», führt Thomas Bucheli weiter aus.

Hergiswils Cheftrainer ist ein Glücksfall

Hergiswils neu verpflichteter Cheftrainer Thomas Röthlisberger ist es in kurzer Zeit gelungen, der Mannschaft die Leidenschaft für das Ringen wieder zurückzugeben. «Der neue Trainer ist für uns ein absoluter Glücksfall. Im Training ist er extrem fordernd, aber gleichzeitig auch motivierend. Er gibt zudem viele wertvolle Inputs. Körperlich sind unsere Athleten wieder auf einem guten Stand», erzählt der Hergiswiler Sportchef, Marco Hodel. Jeder kämpfe wieder um jeden Punkt und das mache grosse Freude.

Zudem reaktivierten die Napfringer Alexander Gollin. Das ist für sie ein weiterer Glücksfall. Der Ukrainer realisierte in der leichtesten Gewichtsklasse bisher lauter 4:0-Siege. Nach dem überraschenden 20:17-Sieg gegen Schattdorf gelang den Luzerner Hinterländern am letzten Samstag gegen das höher eingestufte Einsiedeln mit dem 18:16-Auswärtssieg eine weitere Meisterleistung. Vor dem letzten Duell führten die Schwyzer noch mit 16:14. Patrick Kunz behielt die Nerven. Er konterte einen Schleuderangriff des mit 14:0 Punkten führenden und favorisierten Isa Usupov und brachte damit den Gegner sensationell auf die Schulter. Hergiswil feierte den überraschenden zweiten Saisonsieg euphorisch. Damit wurde ein wichtiger Schritt Richtung Ligaerhalt getan.

Schattdorf wieder im Abstiegsmodus

Der Saisonstart verlief für Schattdorf mit dem 17:17-Unentschieden gegen Einsiedeln noch vielversprechend. Nach den verletzungsbedingten Ausfällen der beiden erfahrenen Siegringer Nicolas Christen und Simon Gerig ging es für die Urner nur noch bergab. Zuletzt fehlte nach einer Schulterverletzung mit Michael Jauch im ohnehin schmalen Kader ein weiterer Leistungsträger. Mit nur einem Punkt finden sich die Tellensöhne am Tabellenende. Wie schon letztes Jahr müssen sie, falls nicht noch ein Wunder geschieht, wieder um den Ligaerhalt bangen. Für Schattdorf geht es darum, den Glauben an sich selbst nicht zu verlieren.

Ringen, NLA

Mannschafts-Meisterschaft. 5. Runde: Einsiedeln – Hergiswil 16:18. Willisau – Freiamt 21:14. Kriessern – Schattdorf 31:7. – Rangliste (nach 5 Runden): 1. Willisau 9. 2. Kriessern 8. 3. Hergiswil, Einsiedeln und Freiamt, je 4. 6. Schattdorf 1. – Modus: Die Top 4 qualifizieren sich für die Halbfinals. Der Sechstplatzierte bestreitet einen Auf-/Abstiegskampf gegen den NLB-Meister.

Willisau Lions – Freiamt 21:14
57 kg: Florian Meier v. Flurin Meier 0:3. – 61 kg: Dimitar Sandov v. Nino Leutert 1:2. – 65 kg: Mansur Mavlaev v. Randy Vock 0:3. – 70 kg: Roger Heiniger s. Sascha Rüttimann 4:0. – 74 kg: Tobias Portmann s. Nico Küng 4:0. Michael Portmann s. Joel Meier 3:1. – 79 kg: Andreas Reichmuth s. Reto Gisler 2:1. – 86 kg: Jonas Bossert s. Marc Weber 2:1. – 97 kg: Samuel Scherrer s. Ainodin Ahmadi 4:0. – 130 kg: Dominik Bossert v. Roman Zurfluh 1:3.

Hergiswil – Einsiedeln 16:18
57 kg: Kay Nayer v. Alexander Gollin 0:4. – 61 kg: Lars Neyer s. Thomas Wisler 3:1. – 65 kg: Michel Schönbächler s. David Wisler 2:0. – 70 kg: Jan Neyer v. Martin Grüter 1:3. – 74 kg: Adrian Mazan s. Philippe Kunz 3:1. Isa Usupov v. Patrick Kunz 0:4. – 79 kg: Saifulla Avtorkhanov s. Raphael Kaufmann 3:0. – 86 kg: Andreas Burkard v. Christian Zemp 0: 3. – 97 kg: Sven Neyer v. Thomas Suppiger 1:2. – 130 kg: Boris Illenseer s. Yasin Uzun 3:0.

Kriessern – Schattdorf 31:7
57 kg: Dario Obrist v. Thomas Epp 0:4. – 61 kg: Dorien Hutter v. Sergio Gamma 1:3. – 65 kg: Dominik Laritz s. Sven Gamma 4:0. – 70 kg: David Loher s. Sven Epp 4:0. – 74 kg: Marc Dietsche s. Fabian Epp 4:0. David Hungerbühler s. Renato Kempf 3:0. – 79 kg: Tobias Betschart s. Ramon Epp 4:0. – 86 kg: Fabio Dietsche s. Flavio Herger 4:0. – 97 kg: Jürg Hutter s. Andi Murer 3:0. – 130 kg: Ramon Betschart s. Christoph Waser 4:0.

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