Engelbergs Eishockeyaner peilen den Aufstieg in die 2. Liga an

Am Samstag startet der EHC Engelberg-Titlis gegen Urdorf in die Playoffs. Dabei können die Obwaldner auf Routinier Lukas Eberli zählen.

Andrea Hurschler
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Lukas Eberli hat in seiner Karriere schon mehrere Auf- und Abstiege zwischen der 2. und 3. Liga erlebt.

Lukas Eberli hat in seiner Karriere schon mehrere Auf- und Abstiege zwischen der 2. und 3. Liga erlebt. 

Doug Dean

Die vergangenen neun Saisons spielte der EHC Engelberg-Titlis in der 3. Liga. Wenn man vom kurzen, bitteren Abstecher 2010/11 in die 2. Liga absieht (24 Niederlagen in 24 Spielen), liegen die Zweitligajahre schon 15 Jahre zurück. Seit 2002 durch alle Hochs und Tiefs verteidigte Lukas Eberli. Der 36-Jährige ist der Spieler mit den meisten Matches für den EHCE.

Und jetzt kämpft er mit seinem Team um den Aufstieg – denn dieser ist das definierte Ziel der Mannschaft. «Unsere Stärken diese Saison sind die Konstanz und das Selbstvertrauen», sagt Eberli. Auch nach einem Rückstand schaffen die Engelberger die Wende. Zuletzt gewann das Team fünfmal in Serie. «Durch meine Erfahrung bringe ich Ruhe ins Team», so Eberli, «besonders, wenn es mal knapp wird, kann ich dem Team weiterhelfen». Auch Trainer Bruno Hofstetter bezeichnet ihn als den ruhigen Pol im Team. «Er ist nicht der Reisser, aber er ist eine wichtige Stütze in Training und Match.»

Junge Spieler bringen Schwung

Wie viele in der Mannschaft liess sich auch Eberli dagegen von den Jungen mitreissen. Zum Team, das seit fünf Jahren nur wenige Fluktuationen erfuhr, stiessen einige Eigengewächse, welche nach Engelberg zurückkehrten oder vom Nachwuchs her dazustiessen. Herauszuheben sind dabei Topskorer Yannick Ambauen (23), Yanick Kuster (24) und Ambros Hess (20). Insbesondere Hess, der zuletzt in Zug U20-Elite spielte, brachte ein hohes Tempo mit und konnte damit seine Kollegen anstecken. Mit seinen Inputs und Tipps brachte er den EHC Engelberg-Titlis weiter. «Unser Teamgeist, der Zusammenhalt und der Umgang untereinander sind ebenfalls als Stärken zu nennen», sagt Hofstetter. Früher lastete der ganze Druck auf den Routiniers wie Eberli, Peter Vokurka oder Manuel Kessler. Inzwischen ist das Team nicht mehr auf einzelne Akteure angewiesen, die Last ist auf alle Schultern verteilt.

Eberli äusserte sich kritisch gegenüber Aufstieg

Jetzt will diese temporeiche, spielfreudige Equipe in die 2. Liga. Es ist das erklärte Teamziel – auch wenn sich einzelne Spieler kritisch äusserten. «Die älteren Spieler sind skeptisch», sagt Hofstetter, «doch auch sie ordnen sich klar dem gemeinsamen Ziel unter.» So hat auch Eberli seine Zweifel im Team kundgetan. Ihm ist die Saison 2010/11 noch in den Knochen und er zieht eine gute 3.-Liga-Saison einer schwachen Spielzeit in der nächsthöheren Liga vor.

Doch wie in allen Spielen wird auch er am Samstag im ersten Playoff-Spiel gegen Urdorf (Sporting Park Engelberg, 20 Uhr) alles geben. Und mit seiner bedachten, ruhigen Art fügt er an: «Wir müssen jetzt alles vorabnehmen.» Keine spektakuläre Aussage vor den bis zu sechs Playoff-Spielen. Aber eine, die als wichtig angesehen wird. Denn die Stimme des sympathischen Ruhepols zählt in der Mannschaft – auf und neben dem Eis.

3.-Liga-Playoffs

Best of 3. Rangierungsspiele zwischen Engelberg und Urdorf: Samstag, 15. Februar, 20 Uhr in Engelberg; Dienstag, 18. Februar, 20.15 Uhr in Urdorf; eventuelles Entscheidungsspiel Sonntag, 23. Februar 19.00 Uhr.