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Enttäuschung beim Saisonstart

Luzerns NLA-Team unterliegt beim Saisonauftakt Bern eher unerwartet 1:3. «Damit haben wir nun wirklich nicht gerechnet», gesteht Libero und Sportchef Jörg Gautschi.
Roland Bucher
Der Luzerner Kevin Saar (links) versucht hier, den Dreierblock der Berner zu überwinden. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 14. Oktober 2018)

Der Luzerner Kevin Saar (links) versucht hier, den Dreierblock der Berner zu überwinden. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 14. Oktober 2018)

Als sich die Luzerner nach dem dritten Satz – höchst überzeugend mit 25:12 gewonnen – auf die Schultern klopften und einigen Applaus bei den Zuschauern abholten, da schien alles die richtige Wende zu nehmen. «Blau-weiss», wie die Fans ihr Team euphorisch anpeitschen, war nach Sätzen 0:2 hinten und schon fast in den Seilen gelegen. Doch dann drehten die Einheimischen unter der Regie von Amstutz und dem Neuling, Chris Newcombe, gewaltig auf. Smashten Bern an die Wand: Der überdeutliche Satzgewinn machte Hoffnung auf mehr, auf einen Startsieg, auf ein Happy End.

Doch das Team des neuen Cheftrainers Liam Sketcher kehrte ins alte Fahrwasser zurück. Reihte in Satz Nummer 4 nach einem starken Start (7:2- und 20:17-Führung) lapidare Fehler an ärgerliche Ungenauigkeiten beim Abschluss. Bern bedankte sich artig, kehrte den Schlusssatz, bejubelt einen Startsieg, «den wir nicht unbedingt erwarten durften», erklärte Lars Ulrich. Das ist ein 19-jähriger junger Mann im Team der Gäste – mit Luzerner Wurzeln. Das Studium führte ihn in die Bundeshauptstadt, dort klopfte er bei Uni Bern an. Ulrich war gestern eine Schlüsselfigur beim Sieger. Schlug exzellent auf, hatte starke Szenen am Netz und sagte: «Es war für mich ein spezielles Spiel. Meine Luzerner Familie unterstützte mich auf der Tribüne, diese Konstellation hat mich schon ein bisschen nervös gemacht.» Der junge Passeur bestand die Nervenprobe, erzwang vor allem in Satz zwei entscheidende Punkte, blieb bescheiden («ich hatte defensiv eine zu hohe Fehlerquote») und resümierte: «Es war mein erstes NLA-Spiel – da darf ich unter dem Strich halt doch zufrieden sein.» Ja, darf er.

«Wir haben die Aufgabe nicht erfüllt»

Alles andere als zufrieden sein durfte man bei Volley Luzern. Josef Wicki, der umtriebige Teamverantwortliche, hatte lange darauf gehofft, dass «wir den Umschwung doch noch schaffen.» Aber seine Mannschaft habe einen Umbruch erlebt, sei sehr jung, benötige in der Beurteilung Geduld. Jörg Gautschi, der Libero der Mannschaft und in der Doppelfunktion auch Sportchef, wurde deutlicher. «Was wir abgeliefert haben, genügt unseren Ansprüchen nicht. Wir waren zu wenig gut.» Die Konstanz habe gefehlt, starke Phasen und krasse Durchhänger hätten sich zu wild aneinandergereiht. «Man kann es drehen und wenden wie man will, man kann sich durchaus auch am hervorragenden dritten Satz freuen, der unserer wahren Stärke entspricht – aber: am Schluss müssen wir nichts als enttäuscht sein. Wir haben unsere Aufgabe nicht erfüllt.» Wenn eine ambitionierte Mannschaft wie Luzern, mit dem Ziel, sich unter den besten vier Teams des Landes zu positionieren, das Heim-Startspiel gegen Bern verliere, dann: «Dann ist das ganz klar ein Schritt rückwärts. Wir haben noch sehr, sehr viel Arbeit vor uns. Aber wir haben auch gute Ansätze gesehen, vor allem im dritten Satz – und das stimmt uns für die Zukunft doch zuversichtlich.»

Durchaus eine gute Zusammenfassung einer Partie, die aufdeckte, dass Luzerns hohe Zielvorgabe nicht zum Selbstläufer wird. Dass aber gutes Potenzial in dieser jungen Mannschaft steckt – es auszureizen, dass gelang ihr gestern nur bruchstückweise. Und das war gegen ein abgebrühtes Bern halt zu wenig.

Frauen. 1. Runde: Aesch-Pfeffingen – Düdingen 3:0 (25:20, 25:17, 25:20). Neuchâtel UC – Genève Volley 3:1 (25:18, 21:25, 25:18, 25:20). Franches-Montagnes – Volley Lugano 2:3 (22:25, 25:21, 27:25, 18:25, 17:19).

Männer. 1. Runde: Volley Luzern – Uni Bern 1:3.

Volley Luzern – VBC Uni Bern 1:3

Bahnhofhalle – 200 Zuschauer – SR Fonio, Rüegg. – Satzergebnisse: (25:27, 24:26, 25:12, 23:25). – Spieldauer: 110 Minuten. – Luzern: Widmer, Newcombe, Amstutz, Brzakovic, Döös, Saar, Gautschi (Libero), Köpfli, Tomasetti.

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