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Der Sempacher Joel Lütolf fährt jetzt gegen die besten Schweizer Skirennfahrer

Der 18-jährige Joel Lütolf ist der jüngste Swiss-Ski-Kader-Fahrer. In den nächsten Tagen bestreitet der Sempacher seine Saisonrennen 41 bis 45. «Ich habe noch genügend Kraft», versichert Lütolf.
Peter Gerber Plech
Trotz vieler Rennen ist Joel Lütolf noch immer frisch und munter. Bild: Boris Bürgisser (Klewenalp, 15. März 2018)

Trotz vieler Rennen ist Joel Lütolf noch immer frisch und munter. Bild: Boris Bürgisser (Klewenalp, 15. März 2018)

40 Skirennen hat Joel Lütolf zwischen Mitte November 2018 und Mitte März 2019 bestritten. Und weil 34 dieser Rennen aus zwei Läufen bestanden haben und er nur acht Mal den 2. Lauf nicht bestreiten konnte heisst das, dass sich der 18 Jahre alte Mann aus Sempach 66 Mal vorbereitet und aus dem Starttor katapultiert hat. Und noch ist die Saison nicht vorbei. Noch stehen die Schweizer Meisterschaften auf dem Stoos (19. bis 22. März mit Abfahrt, Super-G und Kombination) und im Hoch-Ybrig (23. und 24. März mit Slalom und Riesenslalom) auf dem Programm.

Weil die Kraftreserven nicht aufgebraucht sind will Joel Lütolf dort in sämtlichen Disziplinen antreten. «Ich zehre von der guten Saisonvorbereitung im Sommer und Herbst. Da ich weder krank noch verletzt gewesen bin habe ich die gesamte Vorbereitung absolviert und einen guten Aufbau gemacht. Das wirkt sich jetzt sicher positiv auf den Energiehaushalt auf. Ich habe noch genügend Kraft», sagt der Luzerner mit Überzeugung.

«Habe mich kontinuierlich gesteigert»

Wenn er nach der eigenen Zufriedenheit in Bezug auf den Saisonverlauf und seine erbrachten Leistungen gefragt wird, überlegt der Schüler der Sportmittelschule Engelberg zuerst. Und dann differenziert er. «Mit dem Slalom bin ich sehr zufrieden. Ich bin gut in die Saison gestartet und habe mich eigentlich kontinuierlich gesteigert.» Während des Sommertrainings auf den Schweizer Gletschern habe er Vergleiche mit parallel zum Schweizer Team trainierenden Fahrern aus Österreich ziehen können und habe die Gäste aus dem Osten klar im Vorteil gesehen. Aber: «Bei FIS-Rennen in Malbun habe ich mithalten können, und das obwohl ich etwas jünger bin», sagt Joel Lütolf zufrieden.

Im Riesenslalom hingegen fällt die Bilanz etwas weniger positiv aus. Zu viele Ausfälle in den Rennen haben Spuren hinterlassen und die Sicherheit und Selbstverständlichkeit ist dem jüngsten Kader-Athleten von Swiss Ski in dieser Disziplin etwas abhanden gekommen. Als wäre die eigene Verunsicherung nicht genug des Übels, tauchten in den Monaten Januar und Februar neue Probleme auf. «Die Abstimmung hat nicht mehr gepasst und in den Rennen wollte nicht wirklich viel funktionieren.» In den letzten Tagen erst habe er in den Trainings gemerkt, dass er wieder einen Schritt in die gute Richtung gemacht habe. Als hätte es einem so nicht vorhandenen Plan entsprochen, der diese Steigerung im Hinblick auf die Schweizer Meisterschaften vorsieht.

Standortbestimmungen sind in der Entwicklung wichtig

Er freue sich Titelkämpfe und darauf, sich mit den besten Fahrern des Landes messen zu können. «Das ist der beste Anschauungsunterricht und mir wird gezeigt, wo ich ungefähr stehe.» Standortbestimmungen sind in der Entwicklung wichtig. Schliesslich ist es Lütolfs Ziel, im nächsten Winter erstmals Europacup-Luft zu schnuppern. Es wäre die logische Fortsetzung des eingeschlagenen Weges, der Joel Lütolf vom regionalen über das nationale Leistungszentrum in die Verbandskader geführt hat. Schritte, die für die Eltern nicht nur eine finanzielle Erleichterung gebracht, sondern dem jungen Sempacher bessere Möglichkeiten eröffnet haben. Dank Servicemann Davide Spatti muss Joel Lütolf nicht mehr selber die Skier präparieren und kann die frei gewordene Zeit für das Training, die Analyse oder – ganz wichtig – die Erholung verwenden. Wobei die Phasen für die Erholung in den nächsten Tagen eher rar sein werden. Fünf Schweizer Meisterschaftsrennen stehen an. Am 24. März wird Joel Lütolf im Hoch-Ybrig das 45. Rennen des Winters bestreiten. Und es soll, so will er es haben, noch immer nicht das letzte der Saison 2018/19 gewesen sein.

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