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Der Urner Biathlet Simon Ehrbar steht ständig unter Strom

Simon Ehrbar will sich für das C-Kader von Swiss-Ski aufdrängen. Am Wochenende bestritt der Andermatter in Pokljuka Wettkämpfe. Heute ist er wieder auf einer Baustelle anzutreffen.
Roland Bösch
Simon Ehrbar aus Andermatt absolviert jährlich rund 560 Trainingsstunden. Bild: pd (Sörenberg, 17. Februar 2019)

Simon Ehrbar aus Andermatt absolviert jährlich rund 560 Trainingsstunden. Bild: pd (Sörenberg, 17. Februar 2019)

Rund acht Stunden dauerte am Sonntag die Heimreise des Biathlonteams des Zentralschweizer Schneesportverbandes (ZSSV) vom Pokljuka in die Innerschweiz. «Mit der Zeit gewöhnt man sich an die teilweise langen Autofahrten», erklärt Simon Ehrbar. Der 18-Jährige aus Andermatt war einer des achtköpfigen ZSSV-Teams, der am vergangenen Samstag und Sonntag je ein Alpencup-Rennen in Slowenien bestritten hatte. Bereits heute steht Simon Ehrbar wieder auf einer Baustelle. Er lässt sich beim Elektrizitätswerk Ursern als Elektroinstallateur ausbilden, er steht sozusagen ständig unter Strom.

Mit dem Modell «Spitzensport und Berufslehre» gehört der Urner zu den Ausnahmen im Biathlonsport. Viele Gleichaltrige ziehen die Sportmittelschule oder den Besuch eines traditionellen Gymnasiums vor. «Für mich stimmt das so», sagt Simon Ehrbar und hält zugleich fest: «Man muss schon sehr diszipliniert sein, um alles unter einen Hut zu bringen.» Ehrbar kann auf einen sehr toleranten Arbeitgeber zählen. Gestern Montag beispielsweise konnte der Athlet des Skiclub Gotthard-Andermatt nach dem intensiven Wettkampf- und Reisewochenende einen Tag frei nehmen. Um die rund 560 geplanten Trainingsstunden absolvieren zu können, sind für Simon Ehrbar Abend- und insbesondere auch intensive Wochenendtrainings unumgänglich.

«Noch anspruchsvoller wird es die nächste Saison, wenn dann im Frühling 2020 die Lehrabschlussprüfungen anstehen», blickt Ehrbar voraus. Ein erfolgreicher Abschluss ist ihm wichtig. Das Mitglied der Kandidatengruppe von Swiss-Ski will in dieser Zeit aber unbedingt auch den Anschluss an die besten Schweizer in seinem Jahrgang behalten. Vor Wochenfrist hat er die nationale Konkurrenz beim sonntägliche Sprint in Sörenberg im Griff. Ohne Fehlschuss konnte er das Rennen für sich entscheiden.

Derart fehlerlose Momente im Schiesstand gibt es beim Urner zurzeit noch zu wenige. Am Tag zuvor zog Simon Ehrbar im Entlebuch beim Super-Einzelstart-Rennen mit 10 Fehlschüssen einen rabenschwarzen Tag ein. «Ehrlich gesagt, habe ich für solch grosse Schwankungen keine schlüssige Erklärung», stellt Simon Ehrbar fest und ergänzt: «Mir fehlt einfach noch die Stabilität.» Ganz anders in der Loipe. Dort gehört er regelmässig zu den Schnellsten im nationalen Vergleich. So auch in Flühli, wo er am Samstag trotz der Patzer im Schiessen den fünften Rang belegte.

Podestplatz für Anja Fischer

In Pokljuka galt es für Simon Ehrbar gegen die Konkurrenz aus Italien, Österreich und Slowenien anzutreten. Auf die anspruchsvolle Strecke hat sich Simon Ehrbar bereits im Vorfeld gefreut: «Es geht immer entweder rauf oder runter. Eine flache Passage findet man nicht.» Die angestrebte Top-10-Rangierung verpasste Simon Ehrbar zwar, mit dem 15. Rang im Super-Einzelrennen und dem 20. Rang im Sprint, konnten sich seine Leistungen sehen lassen.

Für einen Podestplatz im Feld der Juniorinnen sorgte Anja Fischer beim sonntäglichen Super-Einzelrennen. Dieses tolle Resultat sicherte sich die Engelbergerin insbesondere mit 17 von 20 möglichen Treffern. Für weitere Top-Ten-Platzierungen waren am Sonntag Elena Häfliger vom Skiclub Schwendi-Langis als Siebte und der Ibacher Aurel Dittli als Zehnter besorgt. Beim samstäglichen Sprint wurde Anja Fischer Fünfte und Lorena Wallimann verpasste als Elfte den Sprung in die Top Ten nur knapp.

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