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Der Hildisrieder Fabio Rutschi will in Vaters Fussstapfen treten

Fabio Rutschi steht in Hildisrieden zum zweiten Mal an einem Hallenturnier im Einsatz. Der Alberswiler kommt nicht ohne Abwurf durch den Parcours, was den 22-Jährigen masslos ärgert.
Sonja Grob
Fabio Rutschi auf Nasa an den Pferdesporttagen in Laupen. (Bild: Hans Steffen (11. August 2018)

Fabio Rutschi auf Nasa an den Pferdesporttagen in Laupen. (Bild: Hans Steffen (11. August 2018)

Er sitzt noch nicht so lange im Sattel, der gelernte Sportartikelverkäufer, der heute bei einer Versicherung arbeitet. Seine grosse Leidenschaft galt dem Fussball, wo er bei den Junioren des FC Luzern auf dem Feld stand. Ein Hüftproblem zwang ihn zum Wechsel zum FC Schötz, wo er hobbymässig in der zweiten Mannschaft im Team war. Doch irgendwann kam ihm der Gedanke, er könnte sich ja mal aufs Pferd setzen.

Da wäre er schon von klein auf am richtigen Ort gewesen, ist doch sein Vater Niklaus Rutschi Mitglied im Schweizer Springreiter Elite-Kader. Ebenso ist seine Mutter Brigitte eine erfahrene Reiterin, doch bis vor zwei Jahren zeigte Fabio gar kein Interesse am Reiten. Irgendwann wollte er mal an ein schönes Turnier, und sein Vater nahm ihn mit nach Falsterbo in Schweden. Mit dabei im Team für den Nationenpreis war auch die momentane Weltnummer Eins der Springreiter, der Schweizer Steve Guerdat, und er fragte Fabio, warum er nicht reite. «Ich überlegte mir das und dachte, ich müsste es eigentlich wirklich einmal probieren», erinnert sich Fabio. Und setzte den Gedanken in die Tat um.

Nasa ist seine Lehrmeisterin

In kleinen Prüfungen über 90 und 95 Zentimeter begann er seine Springkarriere mit dem heute neunjährigen Schimmelwallach Chandler, der Gabriele Becker-Hermann gehört. Sie ist ebenfalls die Besitzerin jener Liegenschaft, wo sich der Ausbildungsstall seiner Eltern befindet. «Es packte mich dann wirklich», erinnert sich Fabio Rutschi. So war das erste Ziel die regionale Springlizenz und dafür war er in Stilprüfungen unterwegs und im vergangenen Herbst erwarb er diese. Nur lobende Worte hört man von Fabio Rutschi über das 18-jährige Pferd Nasa, das der Vater für seinen Sohn gekauft hat.

Den Namen der 18-jährigen Franzosenstute kennt man in der Pferdeszene, Steve Guerdat war mit ihr bis Ende 2015 höchst erfolgreich bis über 160 Zentimeter unterwegs. Danach stand sie im Stall von Willi Melliger zum Verkauf, wo Niklaus Rutschi einen Junior-Reiter trainierte. Er sah das Pferd und wusste: «Das ist ein Superpferd für Fabio, um alles zu lernen.» Und sein Sohn ist froh um sie. «Ich kann natürlich nach der kurzen Zeit, in der ich reite, noch nicht alles perfekt. Sie ist ideal für mich.» Dank Nasa ist er schon so weit gekommen und entsprechend lobt er sie. Sie sei ein Ausnahmepferd und helfe ihm viel. Denn wenn er wie in Hildisrieden Abwürfe hat, liege das an ihm und nie an seinem Pferd. «Sie ist total aufmerksam, auf mich fokussiert, sie ist einfach speziell. Ich kann es nicht beschreiben – Nasa ist von einem anderen Planeten», erklärt er lachend.

Springtraining beim Vater

Fabio reitet seine Pferde Chandler und Nasa täglich, auch wenn er spät heimkommt. Zweimal in der Woche ist Springtraining beim Vater im Programm. Manchmal setzt sich seine Mutter in den Sattel von Nasa, um ihrem Sohn zu zeigen, wie man mit dem Pferd dressurmässig arbeitet. «Neben meinem Vater ist Mami eine grosse Stütze» erklärt er. Durch die internationalen Einsätze ist sein Vater oft unterwegs, und so ist es seine Mutter, die ihren Sohn an die Turniere begleitet. Der von sich selbst sagt, er sei ehrgeizig. «Das war ich schon im Fussball: Ich wollte gewinnen, das war mein Hauptziel. Jetzt ist mein Ziel, den Parcours fehlerfrei zu reiten.» Und seine Zukunft? Vielleicht jemanden zu finden, der ihm ein gutes Pferd zur Verfügung stellt. Denn mit ihren 18 ist Nasa in einem Alter, in der sie nicht mehr so viele Jahre auf Turniere gehen wird. Vor allem aber: «so gut zu werden wie Papi» ist sein Ziel.

Hinweis

Infos und Rangliste unter:

www.reitsport-estermann.ch

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