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Der Krienser Eric de Groot ist der schnellste Sprinter

An den nationalen Nachwuchs-Hallenmeisterschaften in Magglingen kürt sich Eric de Groot zum zweifachen Schweizer Meister bei den U20-Männern. Sowohl über 60 wie auch über 200 Meter brilliert der Krienser mit persönlichen Bestleistungen.
Stefanie Barmet
Der 18-jährige Krienser Eric de Groot, hier beim Finallauf über 200 Meter, deckt in Magglingen sein Potenzial als Sprinter eindrücklich auf. Bild: Hanspeter Roos (Magglingen, 24. Februar 2019)

Der 18-jährige Krienser Eric de Groot, hier beim Finallauf über 200 Meter, deckt in Magglingen sein Potenzial als Sprinter eindrücklich auf. Bild: Hanspeter Roos (Magglingen, 24. Februar 2019)

Eric de Groot konnte sein Glück kaum fassen. Noch nie zuvor hatte der Athlet des LC Luzern Gold an nationalen Meisterschaften geholt. Nach dem vergangenen Wochenende darf er sich gleich zweifacher Schweizer Meister nennen. In Magglingen setzte sich der 18-Jährige sowohl über 60 m wie auch über 200 m durch. «Unglaublich! Der Gewinn einer Medaille über 60 m war realistisch. Dass aber die SM mit einem derartigen Höhenflug enden würde, davon habe ich im Vorfeld nicht zu träumen gewagt.»

Die Vorbereitungen auf den Höhepunkt der Wintersaison verliefen nach Plan, der Krienser konnte guten Mutes nach Magglingen reisen. Anfang Februar hatte Eric de Groot mit 6,95 über 60 m erstmals die 7-Sekunden-Marke unterboten und konnte so mit der besten Vorleistung zum Vorlauf antreten. Dort gab er sich keine Blösse und qualifizierte sich mit einer Zeit von 7,00 Sekunden als Schnellster für den Finallauf. In der Endausmarchung wurde er dann der Favoritenrolle gerecht. Er steigerte sich auf 6,93 Sekunden, was persönliche Bestzeit und SM-Gold Nummer eins mit vier Hundertstelsekunden Vorsprung auf den U18-EM-Teilnehmer Simon Graf vom LC Zürich bedeutete.

Bereits tags daruf ging das Duell Graf gegen de Groot in die zweite Runde. Dass der Krienser gut geschlafen hatte, bewies er bereits im Vorlauf. Auch über 200 m war er in 22,44 Sekunden Vorlaufsschnellster und qualifizierte sich so problemlos für den Endlauf. Dort war er wiederum der überragende Sprinter. In 21,99 Sekunden blieb de Groot lediglich eine Hundertstelsekunde über seiner Outdoor-Bestzeit und siegte klar vor Graf, der in 22,16 Sekunden gestoppt wurde.

Der Start im Nationaldress lockt

«Ich bin sehr zufrieden mit diesem Wochenende. Erklären kann ich mir das Ganze nicht, es lief einfach», so der 18-Jährige, der zurzeit an der Frei’s Schule das Sport-KV absolviert. Wie hoch seine Leistungen einzustufen sind, zeigt ein Blick in die Schweizer Saisonbestenliste. Über 60 m waren 2019 nur sieben Männer schneller als de Groot, über 200 m klassiert er sich hinter Sylvain Chuard, der die Schweiz an der am kommenden Freitag beginnenden Hallen-EM über 60 m vertritt, auf Rang zwei.

Nach dem Gewinn des ersten Meistertitels steht bereits das nächste Ziel im Fokus. Im Sommer möchte Eric de Groot erstmals im Nationaldress an den Start gehen und die Schweiz an den Junioren-EM über 100 m vertreten. Vor zwei Jahren unterbot er über 200 m die Limite für die U18-EM deutlich. Da er dabei jedoch von zu viel Windunterstützung profitierte, zählte die Zeit nicht. Um in diesem Jahr im schwedischen Borås am Start zu sein, muss de Groot seine Bestzeit über 100 m von 10,76 auf 10,70 Sekunden senken. Über 200 m steht die Limite bei 21,70 Sekunden. Dass mit ihm zu rechnen ist, hat der 18-Jährige in Magglingen eindrücklich aufgezeigt.

Nadine Odermatt überspringt 1,80 m

Vier weitere Titel gingen auf das Konto von Nadine Odermatt (LA Kerns), Fabio Kissling (TV Brunnen), Noah Dje (LC Luzern) und Fabio Küchler (TSV Rothenburg). Odermatt, die die Schweiz an den Youth Olympic Games vertreten hatte, steigerte ihre Hochsprungbestleistung auf 1,80 m und gewann SM-Gold bei den Juniorinnen (U20). Mit einer Höhe von 4 m setzte sich Fabio Kissling im Stabhochsprung der U18 vor seinem Vereinskollegen Lars Mäsing durch. Auch der neue Dreisprungmeister der U18-Kategorie kommt aus der Innerschweiz. Noah Dje sprang im letzten von sechs Versuchen mit 14,04 m persönliche Bestleistung und sicherte sich so überlegen den Titel. Über 60 Meter Hürden der U16 besiegte Fabio Küchler Topfavorit Joel Temeng. Und mit 8,40 Sekunden senkte er seine persönliche Bestzeit um fünf Hundertstelsekunden.

Magglingen Schweizer Nachwuchs-Meisterschaften. Männer U20. 60 m: 1. Eric de Groot (Luzern) 6,93. Noah Attalla (Rothenburg) 7,52 (Vorlauf 7,23). Nino Portmann (Nidwalden) 7,23. Yves Inglin (Steinen) 7,24. – 200 m: 1. Eric de Groot 21,99. Nino Portmann 22,97. – 1000 m: 1. Lukas Kauflin (Zofingen) 2:27,93. 4. Silas Zurfluh (Steinen) 2:33,71. – 60 m Hürden: 1. Simon Ehammer (Teufen) 7,69. 3. Nino Portmann 8,13. 4. Noah Attalla 8,21. 6. Fabio Haueter (Sarnen) 8,38 (VL 8,21). – Stab: 1. Keanu Dällenbach (Genève) 4,80. 9. Nino Portmann 4,00. – Weitsprung: 1. Simon Ehammer 7,46. 2. Nino Portmann 6,90. Männer U18. 60 m: 1. Timothé Mumenthaler (Bernex-Confignon) 7,00. Gian Amrhyn (Lu- zern) 7,45. Alessandro Muff (Sarnen) 7,66. – 200 m: 1. Timothé Mumenthaler 22,33. Gian Amrhyn 23,01. – 60 m Hürden: 1. Joel Winterberg (Biberist) 7,96. Fabio Kissling (Brunnen) 8,74. Lars Mäsing (Brunnen) 8,83. – Hochsprung: 1. Steeve Ryan Bélinga (Lausanne/FRA) 1,95. 6. Noah Dje (Luzern) 1,86. – Stab: 1. Fabio Kissling 4,00. 2. Lars Mäsing 3,90. – Dreisprung: 1. Noah Dje 14,04. – Kugel (5 kg): 1. Jephté Vogel (Alle) 16,66. 3. Lars Mäsing 14,51. 6. Fabio Kissling 12,85. Männer U16. 60 m: 1. Elischa Tirelli (Liestal) 7,33. Fabio Küchler (Rothenburg) 7,69. Luca Moser (Emmenstrand) 8,00. – 1000 m: 1. Million Habtu (Liestal/ERI) 2:38,22. Luca Moser 2:56,82. Cian Dennehy Vazquez (Zug) 2:59,26. – 60 m Hürden: 1. Fabio Küchler 8,40. 8. Danilo Küchler (Rothenburg) 9,35 (VL 8,80). Dimitri Fähndrich (Hitzkirch) 9,59. – Kugel (4 kg): 1. Joel Temeng (Kloten) 15,92. 3. Danilo Küchler 13,51. 6. Dimitri Fähndrich 12,76. Frauen 20. 200 m: 1. Lynn Mantingh (Zürich) 24,33. Julia Niederberger (Nidwalden) 24,96. – 400 m: 1. Veronica Vancardo (Düdingen) 54,10. 2. Julia Niederberger 55,86. – 1000 m: 1. Delia Sclabas (Bern) 2:41,79 (Europarekord). 5. Tina Baumgartner (Nidwalden) 3:00,81. 7. Jana Vonäsch (Brunnen) 3:09,21 (VL 3:08,64). 8. Michelle Scherrer (Willisau) 3:15,96 (VL 03,86). Noëmi Jakober (Alpnach) 2:59,77. – Hoch: 1. Nadine Odermatt (Kerns) 1,80. 5. Tina Baumgartner 1,60. – Weitsprung: 1. Annik Kälin (Landquart) 6,32. 6. Lynn Helfenstein (Rothenburg) 5,53. 8. Tina Baumgartner 5,44. – Dreisprung: 1. Elisa Schmid (Aarau) 10,85. 4. Vera Stocker (Rothenburg) 10,66. Frauen U18. 60 m: 1. Melissa Gutschmidt (Lausanne) 7,53 (VL 7,45). Clara Björnsson (Luzern/SWE) 8,09. Martina Steiner (Brunnen) 8,35. Nadja Isaak (Luzern) 8,45. – 400 m: 1. Valentina Rosamilia (Aarau) 57,27. 4. Lieke Wehrung (Cham/NED) 60,00 (VL 58,20). – 1000 m: 1. Valentina Rosamilia 2:49,92. 5. Lieke Wehrung (Cham/NED) 2:56,61. 8. Tina Rüttimann (Rothenburg) 3:04,78. – 60 m Hürden: 1. Ditaji Kambundji (Bern) 8,33. 7. Salome Hüsler (Rothenburg) 9,00. – Hochsprung: 1. Marithé Engondo (Lausanne) 1,69. 2. Lena Bussmann (Willisau) 1,69. – Stab: 1. Sina Ettlin (Fricktal) 3,20. 4. Miriam Scheffrahn (Zug) 2,90. – Dreisprung: 1. Martina Winterberger (Unterseen) 12,07. 9. Doris Truttmann (Steinen) 10,48. 10. Katrin Steiner (Steinen) 10,26. Frauen U16. 60 m: 1. Anouk Ledermann (Langenthal) 7,67. Michelle Liem (Nidwalden) 8,14. Dafina Zuka (Zug) 8,21. Stefania Athanasopoulou (Zug/GBR) 8,27. – 1000 m: 1. Alisha Rüegger (Zürich) 3:01,29. 4. Sarina von Flüe (Cham) 3:08,56. – 60 m Hürden: 1. Fabienne Hoenke (Fricktal) 8,60. 2. Livia Tonazzi (Brunnen) 8,86. 7. Dafina Zuka 9,19 (VL 9,07). 8. Michelle Liem (VL 9,16) 9,22. – Hochsprung: 1. Ambra Lorena Pitussi (Bern) 1,64. 2. Nora Baumgartner (Nidwalden) 1,61. – Stab: 1. Romy Burkhard (Fricktal) 3,70. 3. Fabienne Huber (Zug) 2,55. 6. Milena Pfenniger (Brunnen) 2,55. – Weitsprung: 1. Anouk Ledermann 5,78. 7. Livia Tonazzi 5,12. Resultate: www.hallennachwuchssm.ch

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