Erste Lichtblicke für den FC Hitzkirch

Hitzkirch und Rothenburg trennen sich in einem unterhaltsamen Spiel 3:3. Die Seetaler bleiben damit weiterhin sieglos, aber die Lage ist deswegen nicht hoffnungslos.

Michael Wyss
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«Wenn du nicht bereit bist, blaue Flecken zu holen, kannst du nicht gewinnen. Es war eine der schlechteren Auftritte meiner Mannschaft dieser Saison», zeigte sich Rothenburgs Trainer Michel Kohler (32) unzufrieden. Sein Team kam bei Hitzkirch, das vor dem Duell das Tabellenende (1 Punkt) zierte, nicht über ein Remis hinaus. «Die Seetaler haben sich dieses 3:3 mit Leidenschaft verdient. Eine Tugend, die uns diesmal fehlte», resümierte Kohler. Mit zwei Siegen und drei Unentschieden steht die Kohler-Equipe auf dem vierten Rang und in Tuchfühlung mit der Spitze.

Bereits morgen Mittwoch (20.15, Chärnsmatt) kann Rothenburg eine Reaktion zeigen auf die dürftige Leistung im Seetal. Es kommt zum Derby gegen Hildisrieden, das mit drei Punkten auf dem neunten Rang liegt. «Es wird keine einfache Aufgabe. Duelle benachbarter Teams sind speziell. Ich erwarte von meinen Spielern von der ersten Minute Bereitschaft und Siegeswille. Ich muss sehen, wer dieses Derby gewinnen will», so Kohler unmissverständlich. Zur Zielsetzung meinte der Cheftrainer: «Letzte Saison wurden wir Sechster, mindestens diese Platzierung wollen wir wieder erreichen.» Gut möglich ist, dass Rothenburg weit vorne in der Rangliste mitspielt, denn unter anderem figurierten mit Basil Arnold und Pascal Zimmermann in Hitzkirch auch zwei frühere Spieler mit Erfahrung aus der 2. Liga interregional. Kohler: «Letztlich ist es reine Kopfsache. Wir wissen um unsere Stärken. Wir müssen das einfach umsetzen. Und zwar während 90 Minuten. Wir können jeden Gegner schlagen, aber auch gegen jedes Team verlieren, wenn wir nicht bereit sind.»

Hitzkircher machen Reifeprozess durch

Hitzkirch wird seit dieser Saison neu trainiert vom 52-jährigen Markus Winiger. «Diese Rückkehr ist eine Herzenssache. Ich bin in Hochdorf aufgewachsen und war früher schon einmal in Hitzkirch als Trainer tätig. Hier auf dem Sportplatz Hegler möchte ich mit einer jungen Mannschaft attraktiven Fussball zeigen und die Eigengewächse oder Spieler aus der Nachwuchsabteilung des Team Seetals nahtlos in das Fanionteam integrieren.»

Nach dem Aderlass und militärischen Absenzen wichtiger Spieler, stellen die Seetaler eine unerfahrene Equipe. «Wir machen einen Reifeprozess durch. Wir bezahlen Lehrgeld», weiss Präsident Mathias Erni. Der 34-Jährige bleibt deshalb realistisch, was das Saisonziel betrifft: «Es wird sicher ein schwieriges Jahr. Wir wollen die Klasse einfach halten. Mittelfristig wollen wir uns aber zu einem bestandenen Drittligisten mausern.» Und was sagt Winiger, der im benachbarten Ermensee wohnt, zum Saisonverlauf (2 Punkte)? «Wir sind unter unserem Wert in der Tabelle. Resultat- und punktemässig bin ich enttäuscht. Wir waren besser, als es die Ergebnisse vermuten lassen. Doch ich sehe viel Qualität in diesem Team.»

Zu was es fähig ist, zeigte es beim 3:3 gegen Rothenburg. Hitzkirchs Eigengewächs Sandro Frischkopf (20, Mittelfeld): «Immerhin sind die beiden Punktgewinne gegen Ebikon und Rothenburg nun erste Lichtblicke. Was uns derzeit fehlt, ist ein Erfolgserlebnis. Unsere Resultate werden kommen.» Am Sonntag (14.00, Brand) kommt es zum Duell der beiden Kellerkinder. Hitzkirch gastiert beim Schlusslicht Eich (1).