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Die Zuger Stabhochspringerin Ronja Wengi tritt zum ersten Grossanlass an

An den Olympischen Jugendspielen in Baku tritt die 16-jährige Zugerin Ronja Wengi im Stabhochsprung an.
Stefanie Barmet
Ronja Wengi auf der Zuger Leichtathletik-Anlage: Die Steinhauserin ist für die Olympischen Spiele in Aserbaidschan bestens ausgerüstet. Bild: Stefan Kaiser (Zug, 15. Juli 2019)

Ronja Wengi auf der Zuger Leichtathletik-Anlage: Die Steinhauserin ist für die Olympischen Spiele in Aserbaidschan bestens ausgerüstet. Bild: Stefan Kaiser (Zug, 15. Juli 2019)

Vom 21. bis 27. Juli findet in Baku (Aserbaidschan) das 15. European Youth Olympic Summer Festival (EYOF) statt. Dabei treten 4000 Athleten aus mehr als 50 Ländern in den zehn Olympischen Sportarten Leichtathletik, Basketball, Radsport, Handball, Kunstturnen, Judo, Ringen, Schwimmen, Tennis und Volleyball gegeneinander an.

Swiss Olympic hat insgesamt 26 Schweizer Leichtathleten für das Multisportevent nominiert. Die Zugerin Ronja Wengi ist die einzige Zentralschweizer Leichtathletin, welche sich für diesen Grossanlass qualifizieren konnte und in Baku «Olympische Luft» schnuppern darf. «Der erste Start im Nationaldress bedeutet mir extrem viel. Die Vorfreude, die spezielle Wettkampfkleidung tragen zu dürfen, ist riesig. Das wird etwas ganz Besonderes und ist für mich der Lohn und die Bestätigung für die ganze Arbeit.»

Leidenschaft 
fürs Fliegen

Aufgrund eines Aussenbandrisses am Fuss konnte sie im Winter nicht im gewohnten Umfang von fünf Trainingseinheiten trainieren. Anfangs Saison startete sie in verschiedenen Disziplinen, ehe sie sich gemeinsam mit ihrem Trainer Michael Hutter dafür entschied, den Fokus auf den Stabhochsprung zu legen. Um die Qualifikation fürs EYOF zu erreichen, musste sie einerseits die Höhe von 3,60 Meter überspringen und andererseits zum Selektionszeitpunkt die beste U18-Athletin der Schweiz sein. Am ILV-Event von Mitte Juni übersprang Ronja Wengi die geforderte Qualifikationshöhe von 3,60 Metern und egalisierte ihre persönliche Bestleistung aus dem Vorjahr. Am 5. Juli erfolgte dann die definitive Selektion. «Die Freude darüber war extrem gross. Am EYOF möchte ich eine solide Leistung zeigen, Spass haben, neue Leute kennen lernen und vor allem Erfahrungen sammeln.»

Im Hinblick auf die erwarteten hohen Temperaturen und die Zeitverschiebung wurden auch Änderungen im Training vorgenommen. «Teilweise trainierte ich bereits morgens um 6.15 Uhr und setzte mich bewusst hohen Temperaturen aus. Zudem versuche ich, in den Tagen bis zur Abreise früher ins Bett zu gehen und zeitig aufzustehen.»

Zum Stabhochsprung kam die Steinhauserin, die seit dem zweiten Kindergartenjahr Leichtathletiktrainings besucht, als U14-Athletin eher zufällig. «Da habe ich diese Disziplin ausprobiert. Anfänglich gefiel sie mir nicht besonders, doch die Leidenschaft dafür wuchs schnell.» Faszinierend seien am Stabhochsprung vor allem das Gefühl des Fliegens und die Vielseitigkeit. «Es müssen so viele Elemente zusammenstimmen, um einen guten Sprung zu absolvieren. Meine Stärken sind der Absprung und der Einstich, während ich beim Einrollen noch viel Potenzial habe. Der starke Wille hat mich schon weit gebracht, manchmal will ich aber zu viel und werde ungeduldig.»

Die Qualifikation findet nächsten Montag statt

Die Reise nach Baku beginnt am kommenden Freitag. «Der Wettkampf im Stadion wird das Highlight. Ich freue mich, mit Athleten aus verschiedenen Nationen zu springen und unter einem Dach zu wohnen. Ich möchte viele neue Leute kennen lernen und freue mich, mit dem Schweizer Team coole Erfahrungen und Erinnerungen zu sammeln.» Vor Ort wird die 16-Jährige, welche zurzeit die FMS besucht, von ihrem Stabhochsprungtrainer und dessen Frau unterstützt. Die Qualifikation findet am Montag, 22. Juli, statt. Der Final der besten 12 Springerinnen folgt am Donnerstag, 25. Juli.

EYOF in Baku. Weitere Selektionierte aus der Zentralschweiz unter den 78 Schweizer Athleten: Carmen Jund (Oberkirch, Handball), Juliette Meier (Nottwil, Handball), Soraya Schaller (Ruswil, Handball), Umar Mavlaev (Willisau, Ringen), Norma Goldmann (Cham, Handball), Sina Hess (Baar, Handball), Anna Lena Speerli (Oberägeri, Handball), Debora Annen (Arth, Handball), Kyra Gwerder (Muotathal, Handball) und Celia Heinzer (Muotathal, Handball).

Infos unter: www.eyofbaku2019.com

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