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Es wird wieder nichts mit dem Turnfestsieg für den BTV Luzern

Der BTV Luzern sorgt gleich mehrfach für Gänsehaut im Showdown um den Turnfestsieg. Dennoch steht er letztlich nicht auf, sondern neben dem Podest. Wangen SZ holt sich den Turnfestsieg.
Stefanie Meier, Aarau
Der BTV Luzern beim Sprung, wo die Note 9,79 herausschaut.Bild: Philipp Schmidli (Aarau, 22. Juni 2019)

Der BTV Luzern beim Sprung, wo die Note 9,79 herausschaut.Bild: Philipp Schmidli (Aarau, 22. Juni 2019)

Samstagnachmittag, kurz nach 16 Uhr, herrschte in der Schachenhalle reges Treiben. Die Dreifachturnhalle platzte schier aus allen Nähten. Jeder versuchte, den Kopf noch etwas weiter nach vorne zu strecken, um ja gute Sicht zu haben. Der Speaker bestätigte, was eh schon alle wussten: Mit dem BTV Luzern folgte ein weiterer Leckerbissen. Nur schon ihre Sprunganlage, bestehend aus sechs aneinandergereihten Sprungbahnen, versprach ein wahres Highlight zu werden. Die BTV-Akteure hielten, was sie versprachen. Vom ersten Takt an zündeten sie ein Feuerwerk, das nicht mehr aufhören wollte. Die einzelnen Sprünge der 45 Athletinnen und Athleten folgten Schlag auf Schlag, ohne Pause, schnell und nahezu perfekt. Sie überzeugen mit Synchronität in den einzelnen Durchgängen, Perfektion in der Einzelausführung und einem starken Ausdruck an Selbstbewusstsein. Und das Publikum? Es war komplett aus dem Häuschen. Vor einer solch vollen Kulisse aufzutreten, war für die Luzerner nicht neu. «Es war ein Wahnsinnsauftritt! Und es ist ein Privileg für uns Luzerner, dass uns jeweils so viele Leute unterstützen», schwärmte Alexander Kurmann, der schon viele solche Auftritte mit dem BTV miterleben durfte.

Auf den Boden greifen kostet vier Hundertstel

Dem BTV ist bewusst, dass seine Chancen auf den Turnfestsieg, der einzig dem Sieger der ersten Stärkeklasse des dreiteiligen Vereinswettkampfes vorbehalten ist, nur mit einer absolut fehlerlosen Darbietung intakt bleiben. «Da war ein Sturz zu sehen. Das wäre es wohl gewesen», meinte Beni Boos, Präsident des BTV Luzern, direkt nach dem Sprungauftritt. Das Notenblatt lieferte den Beweis. Vier Hundertstel kostete dieses «auf den Boden greifen», die Note lag bei 9,79. Aufgeben? Nie im Leben. An den Schaukelringen dann die verdiente Note 10,00. Dennoch war der Rückstand auf den zu diesem Zeitpunkt führenden TV Buttikon-Schübelbach SZ zu gross – der Turnfestsieg war weg. Derweilen überzeugte auch der amtierende Turnfestsieger STV Wettingen am Boden und am Sprung mit Noten von 10,00 und 9,90. Wie erwartet, gelang ihnen der Einstieg in diesen dreiteiligen Vereinswettkampf in der ersten Stärkeklasse ausgezeichnet. Es folgte eine weitere 10,00 an den Schaukelringen. Top-Favorit BTV Luzern turnte im alles entscheidenden dritten Wettkampfteil eine 9,78 am Barren und beendete den Wettkampf mit einer Gesamtpunktzahl von 29,57 mit grösster Wahrscheinlichkeit auf dem sehr guten fünften Schlussrang in einem äusserst starken Teilnehmerfeld.

Luzern bleibt Rekordhalter

«Unsere Turnerinnen und Turner hatten grossen Spass, und es gelang ihnen, dieses Hochgefühl den Hunderten von Zuschauern zu vermitteln. Das war für mich besonders schön zu beobachten. Deswegen darf ich sagen, dass wir mit unserem Wettkampf sehr zufrieden sind. Auch wenn es nicht für einen Podestplatz gereicht hat», meinte Beni Boos. Die Vorzeichen für einen Turnfestsieg des BTV Luzern standen gut, ja ­sogar sehr gut. Seit ihre fünfmalige Vorherrschaft damals 1996 in Bern zu Ende ging, tasteten sie sich Jahr für Jahr etwas näher an die Spitze heran. Letztmals 2013 in Biel verpassten sie den Sieg um lediglich 24 Hundertstel. Nach ihrem fünften Rang in Aarau wartet der BTV Luzern weiter auf seinen nächsten Turnfestsieg – bleibt aber alleiniger Rekordhalter mit fünf Turnfestsiegen in Serie. Kein Happy End und kein vierter Turnfestsieg gab es auch für Wettingen. Lange Zeit behaupteten sie sich an der Spitze. Schliesslich riss ihre Siegesserie um bittere zwei Hundertstel. Sie mussten sich nach einem harten Wettkampftag dem STV Wangen SZ geschlagen geben. Auch der STV Roggliswil setzte sich gut in Szene, holte in zwei von neun Disziplinen gar eine 10,00 und holte sich den sehr guten siebten Schlussrang. Die Rangliste war bis Redaktionsschluss noch nicht offiziell bestätigt. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass die genannten Resultate bestehen bleiben.

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