Eschenbach erstmals geschlagen

Der 2.-Liga-Spitzenkampf zwischen dem Leader ESV Eschenbach und dem Verfolger Glattal Falcons hält, was er verspricht. Mit dem schlechteren Ende für die Seetaler: 5:7-Niederlage.

Ruedi Vollenwyder
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Eschenbachs Antreiber Christof Ming. Bild: Eveline Beerkircher (Eschenbach, 17. November 2018)

Eschenbachs Antreiber Christof Ming. Bild: Eveline Beerkircher (Eschenbach, 17. November 2018)




Sieben Spiele hat der ESV Eschenbach gespielt. Sieben Mal ging das Team von Trainer René Heini als Sieger vom Feld. Doch diese beeindruckende Serie ging am vergangenen Samstag zu Ende. In einem packenden Spitzenkampf verloren die Eschenbacher gegen die Glattal Falcons mit 5:7. «Einmal musste diese Niederlage ja kommen», versuchte Eschenbach-Trainer René Heini diesen Nuller zu überspielen.

Es war ein Spitzenkampf «auf Augenhöhe» mit einem tollen Startfurioso. Schon nach 73 Sekunden zappelte der Ball erstmals hinter Eschenbachs Goalie Yves Konzelmann im Netz. 14 Sekunden später glich Cyril Mathis zum 1:1 aus. Die Matchuhr zeigte 1:45 an, da lagen die Glattal Falcons wieder mit 2:1 vorne. Drei Tore innert 32 Sekunden – da schlägt das Herz eines jeden Unihockey-Fans recht intensiv. Zumindest bei denjenigen, die dem Tabellenzweiten nahestehen. Und als den Gäste nach einem Weitschuss-Tor gar eine 3:1-Führung gelang, musste man sich im Lager des Leaders über deren Defensivverhalten ernsthaft erste Gedanken verlieren.

Christof Ming bringt Eschenbach zurück ins Spiel

«Ja, in der Startphase haben wir nicht gut ausgesehen. Wir liessen viel zu viele einfache Abschlüsse zu und unterstützten unseren Goalie viel zu wenig», monierte der «Krampfer» Christof Ming, der nach einem 1:4-Rückstand (21.) mit dem ersten von zwei Toren sein Team auf 2:4 und später zum 5:6 (47.) wieder «ins Spiel zurückbrachte». Die endgültige Entscheidung in diesem kampfbetonten Spiel fiel sechs Minuten vor Spielende «aus heiterem Himmel», als Patrick Obrist der 7:5-Siegtreffer gelang. Denn im letzten Drittel spielte nur noch der ESV Eschenbach, suchte vehement den 6:6-Ausgleich. Doch die Eschenbacher taten sich schwer, gute Torchancen zu kreieren. Denn die diszipliniert und abgeklärt spielende Abwehr der Glattal Falcons zeigte sich auf der Höhe ihrer Aufgabe und liess kein weiteres Gegentor mehr zu. Die erste Niederlage für den ESC Eschenbach wurde Tatsache. Klar, dass die Gäste diesen Sieg gebührend feierten.

Die Einheimischen nahmen diese erste Niederlage erstaunlich locker entgegen. «Nicht alle Spieler haben in diesem Spitzenkampf ihre beste Leistung abgerufen. Der Gegner war aber keinen Deut besser als wir», resümierte Trainer René Heini. «Die Glattal Falcons agierten gegenüber meinem Team im Abschluss aber viel effizienter.» Und diese Effizienz machte den Unterschied in diesem vor allem in der Startphase packenden, aber auch hektischen Spitzenkampf aus. Christof Ming kämpferisch: «Den ersten Joker konnten wir nicht nützen. Diesen werden wir aber im Rückspiel erneut einsetzen.»

Für den stark spielenden Stürmer erfreulich: «Wir liegen immer noch zwei Punkte vor den Glattal Falcons. Diese Niederlage haut uns nicht um.» Er erwartet im nächsten Spiel gegen Ad Astra Sarnen aber eine Reaktion. Diese Spitzenkampf-Niederlage hält sich für die Eschenbacher in Grenzen, da auch der vormalige Tabellendritte FB Uri (8:9 n. V. gegen Zürich Oberland Pumas) und Ranglistenvierte Ad Astra Sarnen (5:11 gegen Inwil-Baar) Punkte liegen liessen. Der Eschenbacher Punktevorsprung auf das neu auf dem 3. Tabellenrang liegende Einhorn Hünenberg beträgt immer noch sechs Zähler.

Grossfeld, Gruppe 2: Schwarzenbach – Sursee 5:6 (0:2, 1;2, 4:1, 0:1) n. V. Waldenburg – Grasshoppers Zürich 4:5. Biel-Seeland – Herzogenbuchsee 11:5. Crusaders 95 Zürich – Burgdorf 7:10. Aargau United – Brugg 10:3.

Rangliste (alle 8 Spiele): 1. Burgdorf 21. 2. Waldenburg 20. 3. Schwarzenbach 15. 4. Aargau United 13. 5. Biel-Seeland 12. 6. Grasshoppers Zürich 11. 7. Sursee 10 (32:42). 8. Crusaders 95 Zürich 9. 9. Herzogenbuchsee 6. 10. Brugg 3.

Grossfeld, Gruppe 3: Zürich Oberland – Uri 9:8 n. V. Eschenbach – Glattal 5:7 (1:3, 3:3, 1:1). Uster II – Mendrisiotto nicht gemeldet. Inwil-Baar – Sarnen II 11:5 (5:2, 2:1, 4:2). Weggis-Küssnacht – Hünenberg 9:16.

Rangliste: 1. Eschenbach 8/21 (70:33). 2. Glattal 8/19. 3. Einhorn Hünenberg 8/15 (52:43). 4. Uri 8/14 (66:46). 5. Ad Astra Sarnen II 8/13 (61:59). 6. White Indians Inwil-Baar 8/12 (46:44). 7. Zürich Oberland 8/10. 8. Mendrisiotto 7/9. 9. Uster 7/4. 10. Weggis-Küssnacht 8/0 (31:86).

Eschenbach – Glattal 5:7 (1:3; 3:3; 1:1)

Neuheim. – 130 Zuschauer. – SR Grimm/Berchtold. – Tore: 2. Peduzzi 0:1. 2. Mathis 1:1. 2. Steinmetz 1:2. 6. Grin 1:3. 21. Steinmetz 1:4. 22. Ming 2:4. 23. Zemp 3:4. 24. Steinmetz 3:5. 34. Dällenbach 3:6. 36. Amrein 4:6. 47. Ming 5:6. 54. Obrist 5:7. – Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Eschenbach; 4-mal 2 Minuten gegen Glattal. – Eschenbach: Konzelmann/Rebsamen (ab 36.); Ming, Müller, Andreas Kronenberg, Jan Camadini, Zemp, Bucher, Duss, Mathis, Lukas Kronenberg, Schwegler, Anderhub, Koller, Amrein, Keller, Bühlmann, Ziswiler, Buholzer, Nuber.