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Der FC Eschenbach hat den Abstieg aus der 2. Liga inter verdaut

Beim FC Eschenbach (2. Liga regional) läuft es gegenwärtig rund: 4:2-Sieg gegen den FC Stans.
Ruedi Vollenwyder
Der Eschenbacher Benjamin Barmet (rechts) läuft auf den Stanser Marc Kuster zu. Bild: Corinne Glanzmann

Der Eschenbacher Benjamin Barmet (rechts) läuft auf den Stanser Marc Kuster zu. Bild: Corinne Glanzmann

Es ist nicht einfach, nach einem Abstieg in der neuen Umgebung sofort wieder auf die Füsse zu kommen: Diese Sorge hatte man beim FC Eschenbach nicht. Unter dem neuen Trainer-Gespann Marco Zimmermann und Christoph Müller kam der 2.-Liga-inter-Absteiger sofort toll in Fahrt. Trotz einem gewaltigen personellen Umbruch. «Wir hatten denn auch grossen Respekt vor diesem Neuanfang in der 2. Liga», blickt Sportchef Marco Renggli auf die neue Herausforderung zurück. «Dass wir nach neun Partien mit 21 Punkten dastehen, das hätte ich vor Saisonbeginn blindlings unterschrieben.» Die Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 23,5 Jahren bereitet ihm grosse Freude. Nach dem «Arbeitssieg», wie Trainer Marco Zimmermann den 4:2-Erfolg über den FC Stans nannte, ermunterte er seine Spieler «diesen zu geniessen und sich zurück zu lehnen», um im nächsten Match wieder «parat zu sein».

Zu Spielbeginn parat waren in diesem kampfbetonten, aber ohne ein ersichtliches Konzept geführten Match weder der gastgebende FC Eschenbach noch der FC Stans. Dafür boten die beiden Teams in der ersten Halbzeit ein richtiggehendes Offensiv-Spektakel, ohne Rücksicht auf die eigene Defensive zu nehmen. Mit Konsequenzen. Bis zur 12. Minute musste der Ref je ein Abseitstor annullieren. Innert zweier Minuten standen die beiden Hintermannschaften beim 1:0 (13. Benjamin Barmet) und 1:1 (15. David Lehmann) den Torschützen grosszügig Spalier, ehe derselbe Spieler nach einem kurz angespielten Freistoss zur Stanser 2:1-Führung traf. Das von Fehlern geprägte Spektakel ging weiter: Nach einem unmotivierten Goalie-Ausflug von Elias Ullrich erbte Yanick Escher zum 2:2 (34.). In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit entwischte Fabio Rinaldo und erzielte völlig allein gelassen die 3:2-Führung für den FC Eschenbach. Dieses völlig unnötige Gegentor brachte Stans-Trainer Benji Hess total in Rage. Beim Verlassen des Spielfeldes fluchte er wie ein Rohrspatz. «Wir kassierten wirklich blöde Gegentore», meinte der zweifache Stans-Torschütze David Lehmann entschuldigend. «In dieser ersten Halbzeit hätten wir unsere Chancen aber auch besser nützen müssen», monierte er weiter. «Ich nicht ausgenommen», machte er in Eigenkritik.

Für die Stanser war der 2:3-Rückstand in der zweiten Halbzeit eine zu grosse Hypothek. Im Offensivbereich wollte gar nichts mehr gelingen. Eschenbach-Goalie Jaris Bachmann musste kein einziges Mal eingreifen.

Chancen zuhauf in der zweiten Halbzeit

Dafür kam Stans-Torhüter Elias Ullrich mächtig ins Schwitzen. Eschenbach erarbeitete sich Chance um Chance. Alle wurde vergeben, bis auf eine: In der 96. Minute konnte der eingewechselte Levin Peter zum siegsichernden 4:2 einschiessen. Noch einmal David Lehmann: «Es gibt nichts zu beschönigen. Nach der guten ersten Halbzeit kam von unserer Seite her offensiv gar nichts mehr. In unserem Aufbauspiel reihten sich Fehler an Fehler.»

Dafür strahlte man im Lager der Eschenbacher. «Nach einer ersten spektakulären Halbzeit der ‹offenen Tore› hatten wir die Stanser in der zweiten Spielhälfte im Griff», rekapituliert Sportchef Marco Renggli. Und Co-Trainer Christoph Müller, der seine Spieler von der Seitenlinie lautstark zu lenken versuchte, analysierte kurz und bündig: «Wir hätten schon früh in der zweiten Halbzeit alles klarmachen müssen. Denn Torchancen dazu hatten wir zur Genüge.» Dank diesem erkrampften Sieg hat sich der FC Eschenbach in der Spitzengruppe einnisten können. Nach dem «Geniessen und kurzzeitigen Zurücklehnen» wie es Trainer Marco Zimmermann forderte, sind die Eschenbacher auf gutem Weg, den letztjährigen Abstieg vergessen zu machen und neue Ziele anzuvisieren.

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