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Fragezeichen bei den Ausländern des EV Zug

Die Zuger Ausländer gehören zu den Produktivsten der Liga. Dennoch gibt es Ungewissheiten auf diesen wichtigen Positionen. Das hat auch mit Verletzungen zu tun.
Sven Aregger
Garrett Roe (Mitte) im letzten Playoffspiel gegen die ZSC Lions, wo er schliesslich mit dem EVZ ausscheidet. (Bild: Urs Flüeler (Zug, 20. März 2018)

Garrett Roe (Mitte) im letzten Playoffspiel gegen die ZSC Lions, wo er schliesslich mit dem EVZ ausscheidet. (Bild: Urs Flüeler (Zug, 20. März 2018)

An der Produktivität der Zuger Ausländer gibt es wenig auszusetzen. Die Stürmer Garrett Roe, Dennis Everberg und David McIntyre verbuchen durchschnittlich je einen Skorerpunkt pro Spiel. Roe und McIntyre bewegen sich damit ziemlich genau im Bereich der vergangenen Saison. Das gilt auch für den Flügel Carl Klingberg, der bis zu seiner schweren Halswirbelverletzung auf 0,73 Punkte pro Partie kam. Nur der SC Bern hat produktivere Importspieler.

Es gibt aber auch diesen Eindruck: Dass der amerikanische Center Roe und sein kanadisches Pendant McIntyre derzeit nicht ihr ganzes Können abrufen. Beide waren in dieser Saison schon mehrfach verletzt. Roe laborierte zuletzt an Adukktorenproblemen, er wird oft in Zweikämpfen aufgerieben. Es ist Nörgeln auf hohem Niveau, aber es wirkt bisweilen so, als müssten die Schweizer die Ausländer tragen. Ein Blick in die Statistik verrät, dass die sechs eingesetzten Importspieler bisher nur vier Game-Winning-Goals erzielt haben – also Tore, die letztlich entscheidend sind für den Sieg. Zum Vergleich: Der Schweizer Reto Suri kommt allein auf fünf Game-Winning-Goals.

Sportchef Kläy: «Mir ist egal, wer die Tore erzielt»

Auch wenn solche Werte mit Vorsicht zu betrachten sind, ist die Frage im Hinblick auf die Playoffs erlaubt: Können die Ausländer in engen Spielen den Unterschied machen? Gerade Roe und Klingberg spielten im vergangenen Frühling enttäuschende Playoffs. «Klar müssen die Ausländer Leader sein», sagt Sportchef Reto Kläy. «Aber das manifestiert sich in diversen Bereichen. Es braucht zum Beispiel Opferbereitschaft. Wie sich Everberg, Roe oder Klingberg in die Schüsse der Gegner werfen, ist vorbildlich.»

Für Kläy zählt, dass Zug ein «intaktes Team» hat. Fraglos ist der Tabellenzweite nicht mehr auf die Produktivität einer einzelnen Linie angewiesen, wie es noch vergangene Saison der Fall war. Jede Formation kann spielentscheidend sein, diese Ausgeglichenheit macht den EVZ unberechenbar. Die Stürmer Lino Martschini, Sven Senteler und Reto Suri und die Verteidiger Raphael Diaz und Santeri Alatalo sind tragende Elemente. «Die Verantwortung ist auf mehreren Schultern verteilt», sagt Kläy. «Wir sind nicht von ­einigen wenigen Akteuren abhängig. Das zeugt von Tiefe im Kader. Mir ist egal, wer die Tore erzielt. Die Hauptsache ist, dass es mehrere Spieler gibt, die das können.»

Gleichwohl muss sich Kläy Gedanken zu seinen Ausländern machen. Die Verträge von Roe, Everberg und Klingberg laufen aus. Und Pontus Widerström, der für das Farmteam verpflichtet wurde, ist längerfristig keine echte Alternative für die National League. Roe und Klingberg sollen nach den Verletzungsproblemen wieder richtig fit werden, bevor Entscheide fallen. Offen ist auch die Frage, wer den noch rund zwei Monate ausfallenden Klingberg ersetzen wird. Kläy hat nach wie vor keine Lösung, aber einige Kandidaten und ein Profil: Der neue Ausländer muss Erfahrung und Abschlussqualitäten mitbringen, läuferisch stark und robust sein. «Einen Schönwetterspieler brauchen wir nicht», betont Kläy. Dafür einen, der gesund bleibt – was für den EVZ in dieser Saison keine Selbstverständlichkeit ist.

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