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Fahrige Luzerner Volleyballerinnen gehen unter

Das NLB-Frauenderby zwischen Volleya Obwalden und Volley Luzern entpuppt sich als eine klare Angelegenheit. Im Kampf um Bonuspunkte für die Abstiegsrunde gewinnen die Obwaldnerinnen ungefährdet 3:0.
Ruedi Vollenwyder
Die Luzernerin Chiara Wigger (rechts) scheitert am Block von Obwaldens Annayka Legros. Lisa Müller (links) und Michaela Nussbaumer müssen tatenlos zusehen. Bild: Eveline Beerkircher (Sarnen, 12. Januar 2019)

Die Luzernerin Chiara Wigger (rechts) scheitert am Block von Obwaldens Annayka Legros. Lisa Müller (links) und Michaela Nussbaumer müssen tatenlos zusehen. Bild: Eveline Beerkircher (Sarnen, 12. Januar 2019)

«Wieso wir verloren haben?» Auf diese Frage machte Volley-Luzern-Coach Martin Flückiger nach der ersten Frustphase in Galgenhumor: «Weil wir zu wenig Punkte gemacht haben.» Doch er analysierte Sekunden später professionell: «Weil Volleya ganz einfach besser spielte. Wir machten viel zu viele Fehler. Zu Beginn dieses Derbys war die Annahme mangelhaft. So konnten wir keinen Druck aufbauen. Kam dazu, dass meine Spielerinnen, insbesondere in den beiden ersten Sätzen, viel zu fahrig, zu unkonzentriert auftraten.» Die Enttäuschung war ihm und dem ganzen Kader von Volley Luzern nach dieser Klatsche ins Gesicht geschrieben. Ohne ein Wort von sich zu geben, sassen die Luzernerinnen nach Spielschluss deprimiert auf dem Hallenboden.

Ganz anders die Stimmung im Lager der Obwaldnerinnen. Trainer Nik Buser sprach «von einer sehr guten Teamleistung, aus der Zuspielerin Marcia Rohrer und Sandrine Giroud noch herausragten». Das Lob an die 16-jährige Passeuse Marcia Rohrer deshalb, weil eine halbe Stunde vor Spielbeginn noch nicht feststand, ob sie wegen einer Verletzung überhaupt mittun konnte. «Sie erfüllte ihren Job, wie alle anderen auch, hervorragend», sagte Nik Buser anerkennend. Und auch die ebenfalls erst 16 Jahre alte Schülerin Sandrine Giroud strahlte nach dem 3:0-Sieg um die Wette und analysierte: «Diesmal passte in unserem Spiel alles zusammen. Wir spielten sehr solid und machten fast keine Fehler.» Die aufgestellte, mit viel Spielwitz ausgestattete Aussenangreiferin kam auf diese Saison hin vom VBC Sion (1. Liga) zur Volleya. «Ich wollte mich volleyballmässig weiterentwickeln und fand über Nik Buser zur Volleya.» Diesen Schritt hat sie bisher nicht bereut und sorgt trotz ihrer geringen Körpergrösse dank ihrer guten Technik und dem immensen Instinkt für das Volleyballspiel für viele spektakuläre Punktgewinne. Auch im Match gegen die allerdings enttäuschenden Luzernerinnen.

Nur im dritten Satz kurz mitgehalten

Zum Spiel: Das Volleya-Team um Trainer Nik Buser startete fulminant in dieses gut besuchte und stimmungsvolle Derby. 7:1 legten die Obwaldnerinnen vor. Von diesem Kaltstart konnte sich Volley Luzern nicht mehr erholen: 21:25-Satzniederlage. Der zweite Spielabschnitt verlief ähnlich. Beim Spielstand von 6:11 verlangte Luzern-Coach Martin Flückiger, der seit drei Partien Spielertrainerin Leona Neumannova von der Bank aus unterstützt, das erste Timeout. Ohne Erfolg: Die sehr kompakt und sehr konzentriert aufspielenden Obwaldnerinnen sicherten sich mit 25:19 auch diesen Satz. Im dritten Set (25:19) konnte Luzern endlich mit dem Spiel der Obwaldnerinnen mithalten. Erstmals lagen die Luzernerinnen in Führung (2:1 und 16:15). Das war aber nur ein kurzes Aufflackern. Ein harter Smash von Michelle Iten beendete das ungleiche Derby. Wie sich die Zeiten ändern: Der 3:0-Sieg von Volleya Obwalden war eine gelungene Revanche für die erlittene 0:3-Schlappe aus dem Vorrundenspiel.

13. Runde: Volleya Obwalden – Volley Luzern 3:0. Giubiasco – Aadorf 3:1 (25:16, 20:25, 25:22, 25:14). Steinhausen – Toggenburg 3:2 (25:22, 22:25, 17:25, 25:21, 15:10). Glaronia Glarus – Züri Unterland 3:0 (25:13, 26:24, 25:21).

Rangliste: 1. Aadorf 13/29. 2. Züri Unterland 12/25. 3. Glaronia Glarus 13/24. 4. Toggenburg 13/20. 5. Steinhausen 12/16 (21:26). 6. Volleya Obwalden 13/16 (22:26). 7. Giubiasco 13/12. 8. Volley Luzern 13/11.

Volleya Obwalden – Volley Luzern 3:0

Vereinshalle, Sarnen. – 180 Zuschauer. – SR Budinsky/Schmid. – Spieldauer: 72 Minuten. – Sätze: 25:21, 25:19, 25:19. – Volleya Obwalden: Garovi, Giroud, Rohrer, Wirz, Legros, Iten, Krummenacher (Libera); Capraro, Andermatt, Müller, Zumstein, Brunner (Libera). – Volley Luzern: Nussbaumer, Neumannova, Gehrig, Furrer, Smilikovic, Stofer, Häfliger (Libera); Müller, Böbner, Schepers, Wigger.

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