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Der Drittligist FC Alpnach ist völlig von der Rolle

Die Buochser Reserven gewinnen das Unterwaldner 3.-Liga-Fussball-Derby gegen den FC Alpnach klar mit 3:0.
Ruedi Vollenwyder
Der Alpnacher Valentin Blättler (links) behauptet sich im Zweikampf gegen Marco Barmettler.Bild: Dominik Wunderli (Alpnach, 12. Oktober 2019)

Der Alpnacher Valentin Blättler (links) behauptet sich im Zweikampf gegen Marco Barmettler.Bild: Dominik Wunderli (Alpnach, 12. Oktober 2019)

Beim Drittligisten FC Alpnach (Gruppe 2) war die Freude gross, als bekannt wurde, dass der SC Buochs II nach drei Saisons im in der Gruppe 1 wieder zusammen mit dem FC Hergiswil II in der Stadtgruppe spielen kann. Denn diese speziellen Derbys, quasi das Salz in der Suppe, vermissten die Alpnacher Spieler in den letzten drei Spielzeiten sehr. So war es nicht verwunderlich, dass das Derby zwischen dem FC Alpnach und dem SC Buochs II bereits im Vorfeld für viel Brisanz sorgte. Auch, weil beide Teams nicht ohne Aussetzer in die Saison gestartet waren. So kam die zweite Buochser Garnitur erst im dritten Spiel nach dem 5:0-Sieg im Derby gegen Hergiswil II auf Touren und holte in den bisherigen acht Partien 13 Punkte. Der FC Alpnach unter Trainer Patrik Odermatt stand vor dem Derby gar ohne Sieg da. Drei Unentschieden war die magere Ausbeute aus den sieben Startpartien.

Buochser Führung killt Derbystimmung

Trotz dieser Brisanz hielt das Derby nicht, was es im Vorfeld versprochen hatte. Bis zum ersten Buochser durch Manuel Ruhstaller (29. Minute) war noch eine gewisse Spur von Derbystimmung zu spüren. «Wir hatten auch zwei, drei gute Tormöglichkeiten, um in Führung zu gehen», haderte Alpnach-Captain Alex Dillier nach dem Spiel, «doch nach diesem Gegentreffer konnten wir den Schalter nicht mehr umlegen und liessen jegliche Reaktion vermissen.» Die Buochser Führung killte auch die Derbystimmung. Nicht nur Alpnach, auch beim SC Buochs fehlten in diesem auf schwachem Niveau ausgetragenen Match die Emotionen. Emotionen, die bei Unterwaldner Derbys ansonsten immer sehr ausgeprägt sind. Mit dem Penaltytor – wieder durch Manuel Ruhstaller (50.) – und dem Treffer zum 3:0 durch Roberto Cataldi (60.) machte Buochs nach einer Stunde bereits alles klar.

Buochs II kann sich nach vorne orientieren

«Wir hatten das Derby gegen einen enttäuschend auftretendes Alpnach jederzeit im Griff», freute sich Buochs-Trainer Heinz Fellmann über den fünften Sieg im achten Spiel. Dank diesem Erfolg kann sich das Buochser Team, das nun 16 Punkte aufweist, nach vorne orientieren. Der FC Alpnach mit Trainer Patrik Odermatt steuert hingegen harten Zeiten entgegen. «Nach diesem schwachen Derbyauftritt ist nun klar, dass wir endgültig im Abstiegskampf angekommen sind», sagte ein enttäuschter Alex Dillier. «In den nächsten Partien müssen wir ‹Gras fressen›, wenn wir aus dieser Situation herauskommen wollen.»

Trainer Patrik Odermatt kennt die Gründe, wieso der FC Alpnach in dieser Misere steckt: «Wir hatten im Sommer mit dem Rücktritt von Flavio Koch und den Abgängen von Jascha Joller und Frederik Achermann zum FC Hergiswil gewichtige Mutationen zu verzeichnen. Zudem mussten wir die Ausfälle von Topskorer Pablo Odermatt (Kreuzbandriss; Anm. der Red.), Pascal Gesseney, Cedric Küng verkraften. Dieser enorme Substanzverlust, kombiniert mit einer Saisonvorbereitung, in der selten mehr als zehn Spieler in den Trainings anwesend waren, erklärt die bisherige unbefriedigende Saison weitgehend. Dank der Rückkehr von Pascal Gesseney und Cedric Küng sowie den Fortschritten der jungen Spieler sind wir guten Mutes, dass wir bis zum Ende der Vorrunde noch einige Siege einfahren werden.»

Eine erste Möglichkeit dazu haben die Alpnacher am kommenden Freitag im nächsten Unterwaldner Derby gegen Hergiswil II (20 Uhr, Grossmatt). Doch auch das punktelose Tabellenschlusslicht Hergiswil braucht dringend Punkte. Um den ersten Sieg landen zu können, braucht es allerdings mehr Emotionen, mehr Wille, als im stimmungslosen Derby gegen die Buochser.

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