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Der FC Emmenbrücke fängt sich wieder und besiegt Hergiswil

Im 2.-Liga-inter-Fussball-Derby kehrt Emmenbrücke gegen Hergiswil mit einem 4:2-Sieg zurück in die Erfolgsspur.
Ruedi Vollenwyder
Emmenbrückes Arbenit Kameraj (links) läuft dem Hergiswiler Luca Mombelli davon.Bild: Eveline Beerkircher (Emmenbrücke, 5. Oktober 2019)

Emmenbrückes Arbenit Kameraj (links) läuft dem Hergiswiler Luca Mombelli davon.Bild: Eveline Beerkircher (Emmenbrücke, 5. Oktober 2019)

Das Momentum vor diesem Derby sprach klar zu Gunsten des FC Hergiswil. Das Team um Trainer Marc Odermatt war nach dem miserablen Start seit vier Spielen ungeschlagen und holte starke zehn Punkte. Die Nidwaldner untermauerten diese These mit dem frühen 1:0 (4., Jason Blättler) noch zusätzlich. Der FC Emmenbrücke hingegen konnte in den letzten beiden Partien nicht mehr punkten und verlor zuletzt bei der AC Taverne mit 1:3.

Doch dann kehrte das Team um Trainer Jean-Daniel Gross das Momentum dieser animierten und kampfbetonten Partie wieder auf die Seite des Favoriten. «In den nachfolgenden 20 Minuten haben wir es verpasst, noch ein Tor nachzulegen», blickt Hergiswils Mittelfeldspieler Livio Kauer auf diese spielentscheidende Phase zurück. Und Hergiswil-Trainer Marc Odermatt stützt Kauers Analyse: «Es ist für mich unverständlich. Wir haben nach diesem Führungstor mit dem Fussballspielen aufgehört», tadelte er.

Fehlende Leidenschaft bei den Hergiswilern

Die Quittung folgte auf dem Fuss. Egzon Ramadani glich nicht zwingend zum 1:1 aus (23.). Dann zog Emmenbrücke nach einem Doppelschlag innert Minutenfrist durch Robin Hrgota (36.) und Stefano Izzo (37.) auf 3:1 davon. Dabei sah die Hergiswiler Defensivabteilung bei allen drei Gegentreffern gar nicht gut aus. «Die Fehlerquote war klar zu hoch», monierte Trainer Marc Odermatt, der sich nach Spielschluss allein auf dem Gersag-Rasen sinnierend zuerst sammeln musste. Und polterte anschliessend: «Fussball ist Leidenschaft. Aber von dieser Leidenschaft habe ich von unserer Seite her wenig gespürt. Wir gewährten den gegnerischen Spielern viel zu viel Raum und hatten im Zweikampfverhalten praktisch immer die Nummer zwei auf dem Rücken.» Auch der 2:3-Anschlusstreffer durch Livio Kauer in der 44. Minute weckte das statisch, fehlerhaft und ohne Überzeugung spielende Hergiswil nicht. Der mit dem letzten Aufgebot angetretene FC Emmenbrücke war das klar dominierende Team. Immer und immer wieder wurde das lauffreudige Sturmduo Robin Hrgota und Stefano Izzo durch die viel Offensivdrang versprühende Mittelfeldachse «auf die Reise geschickt». Bei der Effizienz haperte es allerdings. «Ja, da muss ich mich selber an der Nase nehmen. Zu so vielen Torchancen kam ich noch nie», monierte der 25-jährige Robin Hrgota. In der 89. Minute verwertete er nach dem Treffer zur 2:1-Führung einen weiteren zum verdienten 4:2-Siegtor, das den FC Emmenbrücke wieder auf die Siegesstrasse zurückbrachte.

Ganz zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Saison ist Präsident Franco Gulli (36) nicht. Die Vorgabe, bis 2021, dem 100-Jahr-Jubiläum des Vereins, in der 1. Liga zu spielen, erlitt in der ersten Saison nach dem Aufstieg einen Dämpfer. Auf einen Aufsteigerplatz fehlen dem FC Emmenbrücke nach einem Unentschieden und je vier Siegen und Niederlagen neun Punkte. «Klar habe ich einen besseren Start erwartet. Die Ausfälle mit den vielen Verletzten konnten wir nicht vorhersehen. Die Saison ist noch lang. Ich bleibe optimistisch», verkündet der Präsident. Und freute sich nach der Baisse mit zwei Niederlagen über den undiskutablen 4:2-Sieg gegen den FC Hergiswil.

Gedanken über den eher mässigen Saisonstart hat man sich auch innerhalb der Mannschaft gemacht. «Das frage ich mich auch, finde aber keine klare Antwort», sagte Robin Hrgota, der Topskorer von Emmenbrücke mit acht Toren. «Die vielen Verletzten spielen sicher eine Rolle. Wahrscheinlich fehlte auch der letzte Wille, ein nicht so gut verlaufenes Spiel mit totalem Einsatz noch auf unsere Seite kippen zu wollen.» In dieser Hinsicht müssen sich die Spieler nach dem Match gegen Hergiswil nichts vorwerfen: Der Einsatz stimmte und wurde mit drei Punkten belohnt.

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